Newsticker

Spahn: Bisher wurden rund 300 Corona-Infektionen über die App gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. 2500 Demonstranten kommen zur letzten Fridays-for-Future-Demo

Augsburg

01.03.2020

2500 Demonstranten kommen zur letzten Fridays-for-Future-Demo

Tausende von Aktivisten schlossen sich am Sonntag auf dem Rathausplatz der Großdemonstration der Bewegung Fridays for Future an. Sie forderten den Ausstieg aus den Kohlekraftwerken, warben für umweltfreundliche Energie und für den Umstieg aufs Fahrrad.
Bild: Annette Zoepf

Die Großdemonstration zog mit mindestens 2500 Teilnehmern durch Augsburgs Innenstadt. Rad-Aktivisten wollen in einer Woche 11.000 Unterschriften sammeln.

Die Spitze des Demonstrationszugs war bereits am Herkules-Brunnen in der Maximilianstraße angekommen, als sich am Rathausplatz noch immer Menschen anschlossen. Gut 2500 Menschen, so die Schätzung des Polizei-Einsatzleiters, ob Jung, ob Alt, waren bei der vorerst letzten Demo von Fridays vor Future mit dabei. Die Organisatoren hatten 5000 Teilnehmer angemeldet.

„Klima, Klima, Klima ...!“ tönte es von der Bühne am Rathausplatz, wo die Demo ihren Ausgang nahm. „... Schutz, Schutz, Schutz!“ ergänzte die Menge. Die Besonderheit bei dieser Demonstration: Fridays for Future, kurz FFF, startete die Unterschriftensammlung für den Radentscheid Augsburg. Gemeinsam mit dem Forum Augsburg lebenswert, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (Kreisverband Augsburg) und vielen engagierten Bürgern setzt sich die FFF-Ortsgruppe für mehr und bessere Radwege, ein durchgängiges Radwegenetz im ganzen Stadtgebiet und für mehr Sicherheit für Radfahrer in Augsburg ein.

Ob auf dem Rathausplatz oder im Demonstrationszug selbst – viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich in Unterschriftenlisten einzutragen. Ihr ehrgeiziges Ziel: Innerhalb von einer Woche wollen sie die nötigen 11.000 Unterschriften gesammelt haben. Diese sollen dann, so die Veranstalter, „nächste Woche mit dem Lastenfahrrad ins Büro und auf den Tisch des Oberbürgermeisters gebracht werden“.

Für den Radentscheid konnte man sofort auf den Listen unterschreiben.
Bild: Annette Zoepf

Fridays-for-Future-Vertreter: "Es ist schon viel passiert"

Auch wenn dies die vorerst letzte Fridays-for-Future-Demo sein sollte, so zeigten sich die Veranstalter hoffnungsvoll, dass durch die Aktionen etwas in Bewegung gebracht wurde. „Es ist schon viel passiert“, hieß es auf dem Rathausplatz. So sei etwa der Klimaschutz Thema im aktuellen Wahlkampf; auch in der Verwaltung werde vieles bereits auf seine Klimaverträglichkeit hin geprüft.

Dass dies aber bei Weitem nicht reicht, dafür gingen an diesem sonnigen Sonntagnachmittag die Menschen zu Tausenden auf die Straße. Auffallend war, dass am Demonstrationszug, der über die Maximilianstraße, den Theodor-Heuss-Platz, das Theater und wieder zum Rathausplatz führte, neben vielen jungen Leuten auch die anderen Generationen gut vertreten waren. Eine Familie etwa war mit ihren beiden Töchtern da. „Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Klimapolitik“ sei der Anlass für sie gewesen, den Sonntagnachmittag hier zu verbringen. Die Familie sei dabei, sich noch engagierter fürs Klima einzusetzen. So soll das nächste Auto ein Elektroauto sein. „Ich will ein Zeichen setzen“, sagt die 17-jährige Schülerin Antonia Fischer. Ihr kam der Sonntag entgegen, denn immer wieder am Freitag in der Schule zu fehlen, sei nicht ihr Ding. Gleichwohl weiß sie, „dass es nicht damit getan ist, einfach auf eine Demo zu gehen, sondern auch selbst zu versuchen, umweltfreundlich zu leben“.

Teilnehmer der FFF-Demo in Augsburg: "Gegen Massentierhaltung"

Die 14-jährigen Freundinnen Ines und Emma sind schon erste Schritte in diese Richtung gegangen. „Wir sind schon seit einiger Zeit Vegetarier“, berichten sie, „weil wir gegen die Massentierhaltung sind“.  Auch haben sie ihre Familien dazu bewegt, so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen.

Vertreter des Stadtjugendrings, von Parteien wie die Grünen, die ÖDP, die V-Partei oder die Linke, von Umweltinitiativen, und auch kleinere Gruppen von Aktivisten oder Einzelne liefen mit, ordentlich Lärm machend und Sprüche skandierend, darunter die bekannte Parole: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“.

Lesen Sie auch:

Auch in unserem Podcast "Augsburg, meine Stadt" geht es um das Thema Klimaschutz. Die Augsburger Schülerinnen Aylin Yildiz und Emma Schwaiger erzählen unter anderem, wie sie ihren Alltag zugunsten des Klimas umgekrempelt haben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren