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Augsburg

18.12.2018

29-Jähriger soll sechs Frauen überfallen und sexuell bedrängt haben

Ein 29 Jahre alter Mann aus Gambia soll mehrere Frauen in Augsburg sexuell bedrängt haben.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Mann aus Gambia soll für eine Fülle von Sexualstaftaten in Augsburg verantwortlich sein. Die Opfer: Junge Frauen, die alleine in der Innenstadt unterwegs waren.

Ein 29-jähriger Mann aus Gambia soll für eine Fülle von Sexualdelikten und Übergriffen auf Frauen in Augsburg in der jüngeren Vergangenheit verantwortlich sein. Wie berichtet, sitzt der Mann in Untersuchungshaft, seit er Mitte November nahe dem Klinikum eine Frau überfallen hat. Noch am selben Tag konnte die Polizei ihn festnehmen. Diesen Fall hat er gegenüber den Ermittlern eingeräumt.

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Bereits vergangene Woche hatte unsere Zeitung berichtet, dass die Ermittler dem 29-Jährigen weitere Delikte im öffentlichen Raum zuordnen, darunter ein Übergriff auf eine Frau vom 10. November. An dem Tag war eine Frau gegen 4.40 Uhr in der Früh auf dem Weg nach Hause, als sie im Hof eines Anwesens am Klinkerberg von einem Mann nach Polizeiangaben „in mutmaßlich sexueller Absicht angegangen und gepackt“ wurde. Die 22-Jährige wehrte sich massiv, der Mann konnte zunächst flüchten.

Lesen Sie dazu: Polizei klärt offenbar mehrere sexuelle Übergriffe auf Frauen

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Nun teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit, dass man von „insgesamt sechs Fällen“ ausgeht, in denen der 29-Jährige dringend tatverdächtig ist, darunter fünf „mutmaßlich sexuell motivierte Taten“. Opfer waren dabei immer junge Frauen, die alleine im Bereich der Innenstadt unterwegs waren. So soll der Mann am 22. Oktober in den Morgenstunden eine 21-Jährige in der Kapuzinergasse „gepackt und in sexueller Absicht bedrängt“ haben und geflüchtet sein, als die Frau um Hilfe rief. Eine Woche später soll der 29-Jährige eine 23-jährige Studentin auf dem Heimweg von einer Party angesprochen und angeboten haben, sie nach Hause zu begleiten. Am Wohnanwesen soll er sie gegen ihren Willen begrapscht haben, auch im Schambereich. Erst als die Frau bei Anwohnern klingelte und diese auf den Vorfall aufmerksam wurden, ließ der Mann demnach von seinem Opfer ab und flüchtete.

Neben den vier geschilderten Fällen legen ihm die Ermittler noch zwei weitere Übergriffe zur Last, die bislang nicht bekannt waren. Einer am 13. Oktober gegen 6.15 Uhr am Hauptbahnhof, ein weiterer am 10. November gegen 4.40 Uhr in der Nibelungenstraße – also nur wenige Minuten nach der Attacke auf die Frau am Klinkerberg.

Lesen Sie auch: Überfall beim Klinikum: Räuber verletzt Frau im Gesicht

Im am Dienstag erweiterten Haftbefehl stehen nun neben Raub und Körperverletzung auch versuchte Vergewaltigung, versuchte schwere sexuelle Nötigung, sexuelle Belästigung, vorsätzliche Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung. Laut Polizei erhärtete sich der Verdacht auch durch DNA-Spuren, die der Gambier bei den Übergriffen an seinen Opfern hinterlassen haben soll.

Nach Angaben eines Polizeisprechers steht der 29-Jährige außerdem im Verdacht, eine Vielzahl weiterer Straftaten begangen zu haben, darunter Drogen- und Eigentumsdelikte. Die Ermittlungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Der Beschuldigte hatte zuletzt in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Donauwörth gelebt. Seit Mitte November wohnte er in der Außenstelle des Ankerzentrums im Augsburger Kobelweg.

Wie sein Anwalt Helmut Linck auf Anfrage mitteilt, wolle er zu den weiteren Vorwürfen gegen seinen Mandanten derzeit keinen Kommentar abgeben. Der 29-jährige Gambier hat gegenüber den Ermittlern geschwiegen, als diese ihn zu den neuerlichen Vorwürfen befragen wollten.

Wegen des Übergriffs Mitte Oktober in der Kapuzinergasse galt zunächst ein 19-jähriger Gambier als dringend tatverdächtig. Dieser Tatverdacht habe sich aber "im Rahmen der weiteren Ermittlungen" nicht erhärtet, teilt die Polizei nun mit. Der Mann sei jedoch aktuell wegen anderer Delikte weiterhin in Untersuchungshaft.

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