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Gemeinderat

11.04.2014

77 Dienstjahre nehmen ihren Hut

Die ausscheidenden Mitglieder des Gemeinderats Untermeitingen mit Bürgermeister Georg Klaußner: (von links) Hans Wutzlhofer, Alfred Schropp, Martin März, Florian Osterried, Nicole Salz, Jürgen Schmidt.
Bild: Grashei

Sieben Mitglieder scheiden in Untermeitingen aus und ein Wohngebiet entsteht.

Von Axel Hechelmann

Untermeitingen Sie saßen insgesamt 77 Jahre lang im Gemeinderat und haben sich um Untermeitingen verdient gemacht. In der jüngsten Sitzung hat Bürgermeister Georg Klaußner (CSU) sieben Mitglieder aus dem Gremium verabschiedet. Er lobte die Zusammenarbeit, die „trotz mancher hitziger Debatten“ stets sachlich und konstruktiv ablief. Der Rat habe „mutige, ja manchmal auch außergewöhnliche und unpopuläre Beschlüsse“ gefällt. Doch die Erfolge gäben ihm letztendlich recht. Beim Abschied von den Kollegen sei „auch ein bisschen Wehmut und Sentimentalität“ dabei, sagte Klaußner, der nach 36 Dienstjahren Mitte Mai aus seinem Amt verabschiedet wird. Nach seiner Dankesrede bat er die sieben Männer und Frauen nach vorne.

Er verabschiedete Hans Wutzlhofer (CSU) nach 30 Jahren. Der dienstälteste Gemeinderat war in der Zeit von 2002 bis 2008 Dritter Bürgermeister. Für seine Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung wurde ihm 2003 die Dankurkunde des bayerischen Innenministers verliehen. Außerdem leitete er gemeinsam mit seiner Frau fast 30 Jahre lang die Gemeindebücherei, an deren Aufbau er beteiligt war.

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Auch der Zweite Bürgermeister Hermann Tönnesen (FDP) wurde in Abwesenheit nach 24 Jahren verabschiedet. Das FDP-Gründungsmitglied ist in vielen Vereinen vertreten und habe sich unter anderem als Fußball-Abteilungsleiter oder Kassier des Unterstützungsvereins verdient gemacht.

Nicole Salz (CSU) scheidet als einzige Frau nach zwölf Jahren aus dem Rat aus – ebenso wie Alfred Schropp (CSU). Martin März (CSU) tritt nach sechs Jahren ab. Er wurde 2008 als jüngster Gemeinderat vereidigt. Florian Osterried (SPD) rückte für Ute Femming nach. Er trug sein Mandat vier Jahre lang. Sein Parteigenosse Jürgen Schmidt war als Nachrücker für Andreas Heidler ein Jahr im Amt. Klaußner schenkte allen ein Holzwappen mit Widmung der Gemeinde.

Doch zuvor diskutierte der Gemeinderat in einer dreistündigen Sitzung über wichtige Themen:

Neben den Planungen für eine neue grüne Mitte (wir berichteten) soll auch westlich der Fuggerstraße ein Großprojekt entstehen. Auf 64000 Quadratmetern, das ist etwa so groß wie neun Fußballfelder, sollen Häuser und Wohnungen gebaut werden. Ein Planungsbüro arbeitete fünf Varianten aus, die Stadtplanerin Miriam Voit vorstellte. Ein Großteil soll mit Einfamilienhäusern bebaut werden, dazwischen soll es Grünflächen und Spielplätze geben. Parallel zur Fuggerstraße könnten Reihen- oder Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Die hätten den Vorteil, dass sie den Verkehrslärm von der Fuggerstraße in der neuen Siedlung dämpfen würden. Es sollen mehr als 50 Wohneinheiten Platz finden. Die Mehrheit plädierte dafür, lieber mehr Ein- oder Mehrfamilienhäuser zu bauen und auf größere Wohnblocks mit zwölf Parteien zu verzichten. Zum Parken sollen den Anwohnern sowohl überirdisch als auch in Tiefgaragen Stellplätze zur Verfügung stehen.

Die Alpenstraße bekommt eine neue Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten. Die Kosten hierfür sollen knapp 23000 Euro betragen.

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