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04.07.2010

90 Katzen: Tierheim stößt an seine Grenzen

Cappuccino ist mit seinen zehn Jahren der älteste Kater im Augsburger Tierheim. Seit knapp drei Monaten wohnt er hier. Fast so lange, wie die vier kastrierten Kater, die derzeit am Längsten in der Einrichtung sind: Littlefoot, Rocky, Gandalf und Neo kamen Ende März. In der Regel finden die Tiere innerhalb von zwei Jahren einen neuen Besitzer, der Großteil aber viel früher, sagt Mitarbeiterin Michaela Gertner.

Mit 90 Katzen stößt das Heim in der Holzbachstraße derzeit an die Grenzen seiner Kapazität. Die meisten Katzen sind Fundtiere. Wenn sie abgegeben werden, wird erst einmal kontrolliert, ob sie eine Kennzeichnung bzw. einen Chip tragen. Diese Registrierung, beispielsweise bei "TASSO" oder dem "Deutschen Haustierregister", ist kostenlos und ermöglicht eine Zuordnung zu einem Besitzer. Wenn dies nicht möglich ist, bleiben sie im Heim.

Dort gibt es dann einiges zu tun: Sind die Tiere nicht kastriert, wird dies nachgeholt. Michaela Gertner klagt über die Einstellung vieler Menschen: "Sie lassen ihre Katzen nicht kastrieren, weil es zu teuer ist oder weil sie Junge haben wollen. Das führt dazu, dass viele Kätzchen irgendwann im Heim landen. Es wird nicht weniger." Zudem seien Katzen die beliebtesten Haustiere.

Leute, die mit einem Katzenwunsch ins Tierheim kommen, suchen meist ein neues Familienmitglied. Und das sollte möglichst jung sein. Eine ältere Katze hat deshalb wenig Chancen. Ausnahmen: Entweder die Suchenden sind selber älter. "Oder es sind Menschen, die auf der Suche nach einer ruhigeren Katze sind", sagt Gertner.

Manchmal kommt es auch vor, dass Besitzer ihre Tiere selbst im Heim abgeben. Die Gründe dafür seien vielfältig: Manchmal bekommen Tierhalter eine Allergie und können die Katze nicht behalten. Auch Umzug oder finanzielle Probleme können Gründe sein. Und dann sind da noch die Ferien. In dieser Zeit landen viele Katzen im Tierheim. "Meist kann die Katze nicht mit in den Urlaub genommen werden und eine Pension ist für viele zu teuer." Manchmal falle dann auch ein Satz wie: "Dann hole ich mir halt nach den Ferien eine neue Katze." Gertner rät deshalb, sich vor der Anschaffung Gedanken zu machen, ob eine Katze wirklich der richtige "Lebensgefährte" ist.

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