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Merkel warnt: "Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben"

19.06.2009

94,5 Millionen Euro

Geplant wird seit Jahren. Wann der Umbau des Augsburger Hauptbahnhofs beginnt, kann derzeit niemand sagen. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist das Jahr 2011 der früheste Zeitpunkt.

Die politischen Weichen für den Umbau muss der Stadtrat stellen. OB Kurt Gribl ( CSU) macht klar, dass er bei der Sondersitzung am 22. Juli eine Entscheidung herbeiführen möchte. Dieser Beschluss ist Anfang eines folgenden Genehmigungsverfahrens. Es gibt eine Planfeststellung. Die Regierung von Schwaben leitet das Verfahren. Es ist davon auszugehen, dass dieses Verfahren eineinhalb Jahre dauern wird. Diese Angaben machte gestern Baureferent Gerd Merkle in der Sitzung des Bauausschusses.

Weil in der Vergangenheit wiederholt unzutreffende Zahlen in der Öffentlichkeit umhergeisterten, was der Umbau kostet, ging Merkle gestern in die Offensive. Erstmals wurden öffentlich Zahlen genannt und zudem die Aufteilung, wer sich mit wie viel Geld beteiligt. Die Angaben beziehen sich auf Oktober 2008, weil im laufenden Verfahren immer wieder weitergehende Berechnungen erfolgen, hieß es. Aus heutiger Sicht sei zu sehen, dass die Kosten wohl mittlerweile geringer ausfallen, weil der Stahlpreis gesunken ist.

Die Kosten beziehen sich auf die Planung, die einen Tunnel für die Straßenbahn vorsehen. Zudem ist der Bau des Bahnsteigs F enthalten.

Die Gesamtkosten liegen laut Merkle bei 94,5 Millionen Euro. Davon fließen 55,5 Millionen an Zuschüssen von Bund und Freistaat. Den Rest von 39 Millionen teilen sich Bahn, Stadtwerke und Stadt auf. Die Bahn zahlt 16,7 Millionen, die Stadtwerke müssen 20,4 Millionen stemmen. Der städtische Eigenanteil liegt bei 1,9 Millionen. Hinzu kommen 1,1 Millionen für die Rolltreppen.

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