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Augsburg

26.04.2016

AZ-Diskussion: Wie teuer darf das Theater sein?

Das denkmalgeschützte Große Haus des Theaters muss saniert werden. Laut Stadt ist es nur noch bis Sommer 2017 bespielbar.
Bild: Ulrich Wagner

Kulturreferent und Intendantin diskutieren am Mittwoch, 11. Mai, auf dem AZ Forum live unserer Zeitung mit Sanierungskritikern über die Theatersanierung.

Könnte Augsburg wegen des Bürgerbegehrens sein Theater verlieren? Oder, falls es nicht ganz so schlimm käme: Würde die Wiedereröffnung des Großen Hauses sich womöglich um viele Jahre verzögern? Wie begründen die Gegner der schnellen Sanierung, die sich selbst als Theaterfreunde sehen, ihre umstrittene Aktion? Welches Theater der Zukunft stellen sie sich vor?

In der Theaterdebatte holt unsere Zeitung Befürworter und Gegner der geplanten Sanierung an einen Tisch: Im AZ-Forum live diskutieren am Mittwoch, 11. Mai, 19 Uhr, in der Kälberhalle Kulturreferent Thomas Weitzel und Intendantin Juliane Votteler mit Kurt Idrizovic und Peter Bommas von den Initiatoren des Bürgerbegehrens, das sich wegen der hohen Kosten gegen die rasche Sanierung richtet.

Die Stadt will im Sommer 2017 mit der Sanierung des Großen Hauses und der Neubebauung des Theaterareals beginnen. 189 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Der Freistaat beteiligt sich mit 107 Millionen Euro. Es ist ein ungewöhnlich hoher Zuschuss, den Oberbürgermeister Kurt Gribl in München für das kulturelle Großprojekt herausgehandelt hat. Die Stadt trägt 90 Millionen, davon 72 Millionen durch die Aufnahme neuer Kredite.

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Stadt: Nur noch bis Sommer 2017 bespielbar

Laut Stadt ist das Große Haus nur noch bis Sommer 2017 bespielbar. Dann müsse es aus Gründen des Brandschutzes geschlossen werden. Während der Sanierungsarbeiten soll das Theater mit seinem Programm auf Ersatzbühnen ausweichen – etwa in den Kongress am Park. Während es inzwischen auch eine Aktion von Bürgern für die rasche Sanierung des Theaters gibt, sammeln die Initiatoren des Bürgerbegehrens seit Wochen Unterschriften dagegen. Sie glauben, die erforderliche Zahl von 11000 Unterschriften bis zu den Sommerferien zusammenzubekommen. Sollte der Stadtrat die Fragestellung des Bürgerbegehrens dann für rechtmäßig erachten, dürfte es voraussichtlich im Herbst 2016 zum Bürgerentscheid kommen.

In der Bürgerschaft wird die Debatte ums Theater mit großer Leidenschaft geführt. Viele Theaterfreunde reiben sich an der Fragestellung des Bürgerbegehrens: „Sind Sie dafür, dass die Stadt Augsburg die Sanierung des Theaters trotz angespannter Haushaltslage über Neuverschuldung finanziert?“

Würden die Bürger bei der Abstimmung mehrheitlich Nein sagen, stünde Augsburg – Bayerns drittgrößte Stadt – ohne Theater da, warnen die Kritiker des Bürgerbegehrens. Denn ohne jegliche Neuverschuldung könne ein Projekt dieser Größenordnung niemals gestemmt werden.

Kritiker: Günstigere und bessere Lösung

Die Initiatoren des Bürgergehrens betonen, auch sie seien für das Augsburger Theater und die Sanierung – aber für eine kostengünstigere und bessere Lösung. Auf dem Podium unserer Zeitung kommen am Mittwoch, 11. Mai, beide Seiten zu Wort. Moderiert wird das AZ-Forum live in der Kälberhalle von Jürgen Marks, Mitglied der Chefredaktion, und Alfred Schmidt, Leiter der Lokalredaktion. (als)

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