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Augsburg

04.04.2019

Ab sofort gibt es Carsharing-Autos ohne festen Parkplatz

Die Stadtwerke erweitern ihr Carsharing-Angebot.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Plus Carsharing ohne festen Parkplatz: In Augsburg sind jetzt neun Elektroautos zusätzlich unterwegs. Wir erklären, wie das Angebot funktioniert.

Die Stadtwerke erweitern ihr Carsharing-Angebot in Augsburg und führen für einen Teil ihrer 160 Autos starken Flotte ein so genanntes „Free floating“-Modell ein: Während die rund 150 Autos des bestehenden Fuhrparks an einer der 64 Stationen ausgeliehen und dorthin zurückgebracht werden müssen, sind seit Donnerstag neun Elektroautos unterwegs, die nach der Benutzung an beliebigen Stellen im Stadtgebiet abgestellt werden dürfen. Für den Nachfolgenutzer sind die Autos via App auffindbar.

„Free floating“-Modelle beim Carsharing gibt es in einigen deutschen Städten schon. Vorreiter waren die Städte, in denen Automobilkonzerne mit ihren Sharing-Angeboten präsent waren. Für Nutzer kann das komfortabler sein, weil das nächste Auto im Idealfall gleich um die Ecke steht. Gleichzeitig ist ein Kritikpunkt, dass bei diesem Modell der Gedanke, ein Auto zu teilen, in den Hintergrund tritt und im Extremfall sogar zulasten des Nahverkehrs gehen kann, weil Autofahrten dadurch nicht reduziert werden.

Neues Angebot vor allem im Zentrum

Die Stadtwerke sagen, dass ihr Einstieg ins Free-Floating eher als Ergänzung des bestehenden Angebots zu verstehen sei. Grundsätzlich soll am stationären Modell festgehalten werden. Die neun Elektroautos werden sich auch eher auf den erweiterten Innenstadtbereich konzentrieren. In einem definierten Areal, das Thelottviertel und Teile des Textilviertels einschließt, kann man das Auto nach der Nutzung einfach so am Straßenrand abstellen. Außerhalb dieses Bereichs zahlt man als Nutzer sechs Euro Zusatzgebühr.

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Ziel ist, eine gewisse Dichte an Autos bereitstellen zu können, um zu verhindern, dass das nächste Auto einen längeren Fußmarsch weit entfernt steht. Außerhalb der Stadtgrenzen dürfen die Autos zwar benutzt werden, aber nach der Nutzung nicht abgestellt werden. Eine Besonderheit bei den Elektroautos ist auch, dass man als Nutzer das Auto nach seinen Erledigungen an die Ladesäule fahren muss, wenn der Akkustand geringer als ein Viertel ist. Die Reichweite der Fahrzeuge geben die Stadtwerke mit etwa 200 Kilometern an.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die neun Free-Floating-Autos auch in sämtlichen Bewohnerparkzonen abgestellt werden dürfen. Die Stadt hat Sondergenehmigungen dafür ausgestellt. „Der Parkplatz ist bei uns quasi schon mit dabei“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Walter Casazza. Für Kurzzeitparkzonen gilt diese Möglichkeit nicht.

Carsharing wird in Augsburg stärker genutzt

Wie berichtet läuft das Carsharing bei den Stadtwerken zunehmend stärker. Inzwischen gibt es 4000 Nutzer. Geplant ist, in diesem Jahr zusätzliche Fahrzeuge an 14 Standorten zu installieren. Noch in diesem Jahr planen die Stadtwerke zudem die Einführung eines Flatrate-Angebots, mit dem Bus/Tram, Leihrad und Car-Sharing zum monatlichen Festpreis genutzt werden können. In einer Testphase mit ausgewählten Kunden lag der monatliche Preis bei 75 Euro. Wie hoch der Preis dann im Real-Betrieb sein wird, ist noch ungewiss.

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