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25.06.2009

"Adrenalin pur" im Plenar-Saal

Berlin/Augsburg Wussten Sie schon, dass ein einziger Lkw die Straßen genauso abnutzt wie 40 000 Autos? Und wussten Sie, dass der Anteil ausländischer Fahrzeuge auf deutschen Straßen bei lediglich fünf Prozent liegt, sodass die Einrichtung einer Maut-Infrastruktur für den Steuerzahler viel teurer käme als die freie Fahrt der Nachbarn? Informativ gestaltete sich der Besuch des Bundesverkehrsministeriums in Berlin, wo Wolfgang Lagger den roten "Ministeriums-Pudel" einheimste: Armin Woy vom Referat für Bürgerservice und Besucherdienst wollte wissen, wo der menschliche Körper die meiste Energie verliert. "Am Kopf" lautete die korrekte Antwort des Lechhausers, der sich wie in der Schule ordentlich meldete und nicht wie andere einfach dazwischenrief.

Das Bundesverkehrsministerium war nur einer von vielen Programmpunkten, die das Büro des Bundestagsabgeordneten Heinz Paula ( SPD) zusammengestellt hatte. Fast zeitgleich war auch eine CSU-Crew auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Ruck in der Hauptstadt, wo man sich zufällig in den Hackeschen Höfen traf. Eine durchaus willkommene Abwechslung zu gewohnten Arbeitstagen bot die Fahrt auch vier jungen Erwachsenen der Jungen Werkstatt Pfersee, die mit ihrer Betreuerin, Diplom-Pädagogin Rebekka Geiling, vom Abgeordnetenbüro eingeladen worden waren.

Straff und komprimiert

Am Interessantesten war für Kadir Güragac (18) aus Haunstetten die Plenarsitzung, weil man dort "mal alle live gesehen" hat. Der Haun-stetter, der zum ersten Mal in Berlin war, kannte Heinz Paula, wie er sagt, bislang "nur von Bildern", Jürgen Trittin, Renate Künast oder FDP-Generalsekretär Dirk Niebel nur vom Fernsehen. Auch Kurt Baris (19) aus Kriegshaber bewertet am Ende der Reise die Plenarsitzung als den Höhepunkt eines "sehr straffen, sehr komprimierten Programmes". Natürlich war es vor allem das Thema, die Sperrung von Internet-Seiten mit Kinder-Pornografie, die er als "Adrenalin pur" bezeichnet. Die Plenarsitzung habe die politische Praxis anschaulich gemacht. Und wer konnte ahnen, dass er kurz nach Heimkunft den Abgeordneten Jörg Tauss wegen seines Partei-Austritts von Angesicht zu Angesicht im Fernsehen sehen würde, nachdem er in Berlin auf den oberen Rängen nur zu hören war.

Unter anderem nach einer Spree-Fahrt, einem Besuch der Willy-Brandt-Stiftung, einer Führung in der Gedenkstätte des Deutschen Widerstandes sowie Rundgängen am Brandenburger Tor und am Potsdamer Platz waren vier Tage Berlin auch schon wieder zu Ende. Der Augsburger Stopsel-Club, der anlässlich seines 50. Jubiläums einen Großteil der Gruppe stellte, war besonders angetan vom Interesse der Jungen Werkstättler: Uwe Martin sicherte Heinz Paula deshalb eine Spende von 400 Euro zu. "Seite 6

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