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Augsburg

21.03.2014

Agentur sieht auch Chancen für Weltbild-Mitarbeiter

Im Bereich Logistik gibt es offene Stellen. Für Beschäftigte aus der Verwaltung sieht es hingegen schlechter aus

Arbeitsagentur-Chef Reinhold Demel ist zuversichtlich, dass ein Großteil der bis zu 656 Weltbild-Beschäftigten, die in Transfergesellschaften untergebracht werden, bald wieder auf dem Arbeitsmarkt unterkommt. Allerdings wird erst heute klar, wie viele der Betroffenen aus dem Verwaltungs- und aus dem Logistikbereich kommen. „Davon hängt viel ab. Im Logistik-Bereich haben wir 500 Stellen offen. Im Bereich Verwaltung ist das Angebot kleiner. Und wir haben hier alles vom Akademiker bis zur Bürohilfskraft“, so Demel. Bei der Agentur kamen im Februar rund 2000 Arbeitslose im Bereich Verwaltung auf 360 offene Stellen.

Ob es eine Stellenbörse wie bei der Manroland-Insolvenz geben wird, ist noch unklar. Ein Vergleich der Insolvenzen sei schwierig, so Demel. „Die Größenordnung ist ähnlich, aber bei Manroland handelte es sich fast durchweg um qualifizierte Kräfte im Bereich Maschinenbau. Hier ist die Region stark.“ Weltbild sei anders aufgestellt. Zumindest für die Versandmitarbeiter gebe es aber Chancen durch viele Großspeditionen und Amazon.

Dafür könnte sprechen, dass in den vergangenen Wochen offenbar mehr als 200 Mitarbeiter Weltbild verlassen haben. Sie sind wohl anderweitig untergekommen, ohne sich arbeitslos zu melden. In der Region sind knapp sechs Prozent aller Beschäftigten im Bereich „Verkehr und Lagerei“ tätig. Das liegt über dem Bundesschnitt.

Agentur sieht auch Chancen für Weltbild-Mitarbeiter

Zuletzt kamen im Wirtschaftsraum aber zehn Arbeitssuchende auf eine Stelle im Bereich Verkehr/Logistik/Sicherheit (vor einem Jahr waren es nur vier), allerdings seien dies nur Momentaufnahmen, sagt Demel. Generell gebe es in diesem Bereich hohe Fluktuation. Im Lagerbereich meldeten sich im Februar 600 Menschen arbeitslos, fast ebenso viele wurden aber wieder vermittelt.

Wirtschaftsreferentin Eva Weber sieht im stabilen Arbeitsmarkt (die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent) einen Lichtblick. Die Chancen auf eine neue Stelle seien für viele Betroffene einigermaßen reell. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) kündigte für kommende Woche einen erneuten „runden Tisch“ zwischen allen Beteiligten an. Auch wenn zwischenzeitlich befürchtet worden war, dass es noch schlimmer kommen könnte, sprach Gribl von einer „sehr heftigen Reduzierung. Für die Betroffenen muss das hart sein“.

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