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Augsburg

03.08.2019

Als Seelsorgerin saß sie 33 Jahre an Krankenbetten

Lucia Holzapfel (re.) war 33 Jahre katholische Klinikseelsorgerin im Diako. Ihr folgt nun Iris Riemann.
Bild: Annette Zoepf

Lucia Holzapfel nimmt Abschied: Sie hat in der Diako-Stadtklinik in Augsburg jahrzehntelang den Patienten zugehört. Iris Riemann rückt nach. 

Sie stand 33 Jahre lang an den Betten der Patienten in der Diako-Stadtklinik. Besonders die Station B3 ist der Klinikseelsorgerin Lucia Holzapfel ans Herz gewachsen, wo ein onkologischer Befund Menschen ins Mark erschüttern und mit ihrer Sterblichkeit konfrontieren kann. „Deine ruhige und gelassene Art war ein Anker auf unserer Station. Nicht selten gewannen wir durch dich eine ganz neue Sicht auf den Menschen“, sagte Stationsleiter Jürgen Geßler bei der Abschiedsfeier.

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„Du hast die Menschen als ganze im Blick gehabt. Mit deiner Gabe, einfühlsam zuzuhören, hast du ihnen das Gefühl gegeben, angenommen zu sein“, betonte Dr. Gerhard Fuderer, Oberarzt der Inneren Medizin. Auch die Ärzte hätten von der Supervision durch Lucia Holzapfel profitiert. „Du hast viel Schweres, Verzweiflung, Angst mitgetragen“, würdigte sie Angelika Maucher, Referentin für Krankenpastoral im bischöflichen Seelsorgeamt.

Es gibt viele Dankesworte

Domkapitular Franz-Reinhard Daffner hatte Lucia Holzapfel einst auf die Spur der Krankenseelsorge gesetzt. 1986 trat sie den Dienst im Diako an. Es sei ihr Heimat geworden zusammen mit den Schwestern, den Pflegenden und den Ärzten, sagte sie. „Ich habe hier erfahren, dass Gebet und Segen heilend wirken können.“ Hier habe sie ein Feld gefunden, wo sie hingehört. „Was du hier im Diako getan hast, war wahrlich ein priesterlicher Dienst“, ergänzte Stadtdekan Helmut Haug von St. Moritz. Schließlich habe auch Jesus sich am meisten um die Kranken gekümmert, sie angerührt und seine Nähe spüren lassen.

Als Seelsorgerin saß sie 33 Jahre an Krankenbetten

„Du warst ein Geschenk für das Diako“, sagte Oberin Christiane Ludwig der katholischen Seelsorgerin. Ein wunderbares Miteinander habe sich ergeben. Dienstbesprechungen seien stets auf kurzem Wege geführt worden. Lucia Holzapfel hob das „erfreulich unkomplizierte, inspirierende Miteinander“ mit Pater Nikolai hervor.

In der Abschiedsmesse meinte der Benediktiner, Lucia Holzapfel habe reichlich das Saatgut des Gotteswortes ausgestreut. Untrennbar seien ihr Seelsorgedienst und ihre überzeugende Persönlichkeit gewesen. Ihr folgt nun Iris Riemann.

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