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Augsburg

29.01.2015

Am Schmiedberg entsteht ein Hotel

Seit Jahren gammelt das frühere Bürogebäude am Schmiedberg vor sich hin. Jetzt tut sich was. Aus der Problemimmobilie soll ein modernes Stadthotel mit 120 Zimmern werden.
Bild: Silvio Wyszengrad

Jahrelang stand das Gebäude am Augsburger Schmiedberg leer. Jetzt nimmt ein Investor Geld in die Hand. Nicht das erste Mal gibt es solche Pläne.

„Na, das ist ja ganz bezaubernd“ – der Schriftzug, den Unbekannte vor Jahren an die Fassade gesprayt haben, war lange der einzige Blickfang an dem Gebäude am Leonhardsberg. Das sechsstöckige Haus selbst: eine Geisterimmobilie. Seit Jahren stand das Objekt leer, Fenster sind zersprungen, die Türen verbarrikadiert. Auf dem Dach sprießt bereits Unkraut. Gerüchte, was aus dem Gebäude werden soll, gab es immer wieder. Nur: Getan hat sich nichts.

Aus Problemimmobilie soll modernes Stadthotel werden

Seit Kurzem wird jetzt aber an der Ecke Schmied-/Leonhardsberg tatsächlich gewerkelt. In große Container wird Bauschutt verladen. Raigai Bichay, Architekt aus Ulm, bestätigt: Der Abbruch im Inneren des Gebäudes hat begonnen. Bis Ende 2015 soll aus der stadtbekannten Problemimmobilie ein modernes Stadthotel werden.

Ähnliche Pläne hatte es vor rund zehn Jahren schon einmal gegeben. Damals wollte eine Schweizer Projektgesellschaft mit der renommierten Hotelkette Ramada ins Geschäft kommen. Doch die Idee scheiterte. Auch das anschließend geplante Wohnhaus für Studenten wurde nie realisiert. Jetzt sind immerhin schon einmal Arbeiter am Werk. Angedacht seien 120 Zimmer der Drei- bis Vier-Sterne-Kategorie, berichtet Architekt Bichay. Dafür werde das Gebäude komplett entkernt: Heizung, Sanitäreinrichtungen, Elektrik – alles wird erneuert. Auch die Fassade wird gedämmt und modernisiert.

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Immobilie schon seit 2011 in Besitz des Investors

Hinter dem Projekt steht ein Investor aus Dubai, der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Öffentlich in Erscheinung getreten ist er in Augsburg bislang nicht. Bei seinen Geschäften in Deutschland wird er von Kudrat Nurmamat vertreten. Gegenüber unserer Zeitung berichtet Nurmamat, dass sein Arbeitgeber das Objekt in Augsburg bereits 2011 erworben habe. Vieles habe sich nach dem Kauf aber als problematischer erwiesen als anfangs gedacht. Eigentlich wollte der Investor das Gebäude daher wieder abstoßen. Doch in der Branche eile dem Gebäude trotz seiner zentralen Lage in der Stadt ein schlechter Ruf voraus. „Es wollte keiner haben“, berichtet Nurmamat.

Deswegen nahm der Mann aus Dubai nun doch noch einmal selbst Geld in die Hand und finanziert den umfassenden Umbau. Die Nutzung als Hotel ist von der Stadt bereits genehmigt, bestätigt das Baureferat auf Anfrage. Der Investor will das Haus nach Abschluss wohl selbst betreiben.

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