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Augsburg

14.02.2019

An der Sport-Schule können Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben

An der Werner-von-Siemens-Grundschule wird der Spaß an Sport und Bewegung, hier zusammen mit der Herzstiftung, gefördert. Sie darf sich deshalb seit Kurzem „Sport-Grundschule“ nennen.
Bild: Annette Zoepf

Das Kultusministerium hat die Werner-von-Siemens-Grundschule zur „Sport-Schule“ ernannt. Was das in der Praxis bedeutet.

Ein gewöhnlicher Schultag. Aber an der Werner-von-Siemens-Grundschule finden gleich zwei aus dem Rahmen fallende Veranstaltungen statt. In der einen Turnhalle üben Zweitklässler unter Anleitung zweier Polizeibeamter auf einem Fahrradparcours. In der anderen widmet sich eine vierte Klasse, begleitet von einer Mitarbeiterin der Deutschen Herzstiftung, dem Seilspringen. „Skipping Hearts“ heißt das Projekt, das der Herzgesundheit zugutekommen soll.

Wegen solcher Angebote darf sich die Schule seit Kurzem „Sport-Grundschule“ nennen. Das bayerische Kultusministerium hat sie als eine von 70 Grundschulen im Freistaat ausgezeichnet. 200 Schulen hatten sich beworben.

Mit dem Preisgeld Sportutensilien gekauft

Durch den Ehrentitel hat sich laut Schulleiterin Ulrike Stark-Richter im Schulleben nicht viel geändert – abgesehen davon, dass mit einem Preisgeld von 1000 Euro neue Sportutensilien angeschafft werden konnten. Es wurde schon vorher viel für Sport- und Gesundheitsangebote getan, und daher hat sich die Schule bei der Ausschreibung durchgesetzt. „Wir unterrichten Sport nicht nur, sondern leben ihn“, zitiert Stark-Richter den damaligen bayerischen Kultusminister Bernd Sibler.

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Wichtig sei für das Ministerium, dass sich die Kinder an der Schule nicht nur kurzzeitig, sondern dauerhaft mit den Themen beschäftigen. Das ist in Hochzoll der Fall. „Dieses Angebot ist nach und nach gewachsen“, sagte die Schulleiterin, „begünstigt sicher auch dadurch, dass ich selbst sportbegeistert bin.“ Sie ist in Friedberg als Volleyballerin und Tennisspielerin aktiv.

Die Liste der Aktivitäten ist beeindruckend lang. Alle Klassen nehmen an den Programmen „Voll in Form“ und „Zu Fuß zur Schule“ teil, es gibt verbindlichen Schwimm- und Eislaufunterricht. Die Schüler können das Sportabzeichen erwerben, nehmen schon seit gut zehn Jahren an Schulsportwettbewerben teil, können sich in den Pausen etwa beim Bouldern austoben, musisch-rhythmische Angebote wahrnehmen und absolvieren einen Motoriktest der Uni Augsburg. Zusammen mit Eltern werden regelmäßig ein gesundes Pausenbrot und Obst angeboten.

Eltern und Sportvereine machen mit

Möglich ist die Vielzahl der Aktivitäten nur, weil Eltern und Sportvereine, namentlich die DJK und die TSG Hochzoll, mitmachen, betonte Stark-Richter. „Vieles können wir allein nicht schultern.“ Von Eltern gebe es häufig Lob: „Sie machen ja viel.“ Die Vereine profitieren ihrerseits von der Zusammenarbeit, denn sie brauchen Nachwuchs. Wie sich der Sport- und Gesundheitsschwerpunkt auf die Kinder auswirkt, sei schwer zu sagen, so die Pädagogin. „Ich will nicht behaupten, dass wir die fitten Kinder haben.“ Trotzdem sei es wichtig, dem Bewegungsdrang der Kinder Raum zu geben oder bei ihnen die Lust an körperlicher Betätigung zu fördern. Diktate laufen nach ihrer Aussage mitunter so ab, dass die Kinder zum Fenster gehen, dort einen Satz lesen und ihn dann, zurück an ihrem Platz, aufschreiben.

Das Kultusministerium kündigte an, auch in diesem Jahr eine Bewerbungsrunde zum Prädikat „Sport-Grundschule“ auszuschreiben. Es sei großes Interesse an diesem Schulprofil feststellbar gewesen.

Auch noch Umwelt-Schule

Seit drei Jahren darf sich die Werner-von-Siemens-Grundschule bereits „Umwelt-Schule“ nennen. Diese Bezeichnung wird jeweils für ein Jahr vergeben. Es gebe ein Umweltteam, bestehend aus mehreren Lehrkräften der Schule. Sie vermitteln ihren Schülern vor allem die Themen Vermeidung von Plastik und Wasserqualität des Lechs. Die Schule wird von der Umweltstation Augsburg unterstützt. Die Kinder würden auch etwa für die Vermeidung und Trennung von Müll sensibilisiert.

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