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Augsburg

29.07.2020

Anstehen bei 30 Grad: Wie lassen sich Schlangen am Uniklinikum vermeiden?

Am Dienstag kam es vor dem Uniklinikum zu langen Warteschlangen für Besucher. Das Haus hat Maßnahmen ergriffen, um diese zu verkürzen.
Bild: Holger Sabinsky-Wolf

Plus Am Dienstagnachmittag kam es am Uniklinikum Augsburg zu langen Warteschlangen vor dem Haupteingang. Grund ist nicht nur der Corona-Abstand. Was Besucher tun können.

Seit Kurzem hat die Staatsregierung die Besuchsregeln an Krankenhäusern im Freistaat gelockert. Das ist auch am Uniklinikum in Augsburg zu spüren - der Besucherandrang ist hier zu bestimmten Zeiten recht groß. Am Dienstagnachmittag etwa mussten viele Besucher in der prallen Sonne anstehen. Laut Klinikums-Sprecherin Ines Lehmann kann es dann schon einmal zu Wartezeiten von 20 bis 30 Minuten kommen, in Ausnahmefällen müssen Besucher sogar noch mehr Geduld mitbringen. Dabei bietet das Klinikum eine Möglichkeit, die Wartezeit zu verkürzen.

Das Uniklinikum Augsburg hat die Wartezeiten im Blick

Lehmann erklärt, das Haus habe ein digitales System zur Reduzierung der Wartezeiten eingeführt: Mittels eines QR-Codes können sich Besucher jederzeit vorab online anmelden. Allerdings würden bisher nur etwa 30 Prozent aller Besucher und Gäste dieses Angebot nutzen. Jene, die per QR-Code das Uniklinikum betreten wollen, dürfen einen Extra-Schalter nutzen. So soll der Einlass beschleunigt werden. Damit sollen Warteschlangen vermieden werden, wie es sie am Dienstag gab und wie sie unsere Leser, in Bildern festgehalten, an unsere Redaktion geschickt hatten. Besucher standen über eine Länge von mehr als 50 Metern vor dem Haupteingang - an einem der bisher heißesten Tage des Jahres.

"Eine gewisse Wartezeit wird sich", erklärt Lehmann, "punktuell nicht vermeiden lassen". Zu Stoßzeiten stünden 30 bis 50 Personen vor dem Klinikum an. Insbesondere mit Beginn der Besuchszeit um 14 Uhr kommt es zu vermehrtem Andrang. Wer ansteht, wird per Hinweistafeln und von Klinik-Personal auf die nötige Corona-Distanz von mindestens 1,5 Metern aufmerksam gemacht. Mit ein Grund für die langen Warteschlangen. Ein anderer ist, dass mittlerweile schlicht wieder mehr Menschen zu Angehörigen und Bekannten dürfen, die im Uniklinikum liegen.

Das Klinikum Augsburg im Jahr 2018. Das Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe gehörte zu diesem Zeitpunkt noch der Stadt Augsburg und dem Landkreis Augsburg. Am 1. Januar 2019 ging es dann an den Freistaat Bayern über und wurde zum Universitätsklinikum. Im Wintersemester 2019 werden auch die ersten Medizinstudenten starten.
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Vom Hauptkrankenhaus zur Uniklink - eine Zeitreise in Bildern
Bild: Ulrich Wagner

Was das Uniklinikum macht, um das Warten erträglicher zu gestalten

Seit 1. Juli darf ein Patient von statt bisher einem von insgesamt drei Personen besucht werden. Pro Tag darf allerdings nur eine der drei ausgewählten Personen für eine Stunde zwischen 14 Uhr und 19 Uhr zu Besuch kommen - das sind die Besuchszeiten. Risikopatienten dürfen laut Lehmann nach Rücksprache mit den Stationen und erfolgter Einlasskontrolle - dazu gehören unter anderem eine Fiebermessung und das Ausfüllen eines Fragebogens - unter strikter Einhaltung der hygienischen Vorgaben und Maßnahmen besucht werden. Väter dürfen mittlerweile wieder zu ihren neugeborenen Kindern.

Um den Besuchern im Sommer die teilweise lange Wartezeit erträglicher zu machen, erklärt Lehmann, gebe es seit 27. Juli eine neu gestaltete Zugangskontrolle. Nun würden mehr Besucher in den klimatisierten Eingangsbereich des Hauses geleitet. Punktuell erfolge bereits auch eine Ausgabe von Getränken. Allerdings weise das Klinikum dabei auf die Eigenverantwortung der Besucher hin - eine Getränkeausgabe könne nur unter strenger Beachtung der Hygienevorschriften erfolgen.

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