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Augsburg

02.09.2017

Anwohner sammeln Unterschriften gegen das Modular

"Fräulein Brecheisen" sorgte vor und auf der Modular-Bühne für tolle Stimmung. Viele Anwohner finden das Festival nicht so toll.
Bild: Peter Fastl

Sie wollen Druck auf die Stadt Augsburg ausüben. Ein Gesprächstermin steht bereits. Warum die Initiatoren aktiv wurden.

Es sind kleine Zettel, die derzeit im Umfeld des Hotelturms ausgehängt sind. Die Botschaft lautet: Kein Modular mehr im Wittelsbacher Park. Anwohner haben den Anstoß zu einer Unterschriftenaktion gegeben. Ihr Ziel ist es, den Protest zu bündeln und womöglich mit einer hohen Zahl an Unterschriften Druck auf die Stadt aufzubauen.

Der Termin für eine öffentliche Veranstaltung, bei der über die Zukunft des Jugendfestivals mit allen Beteiligten diskutiert werden soll, steht seit Längerem: Am Mittwoch, 4. Oktober, um 19 Uhr findet ein Bürgertalk statt. Die Stadt hat diese Veranstaltung initiiert, um die Bürger einzubinden, wenn es um die die weitere Ausrichtung des Festes geht. In erster Linie geht es vor allem darum, ob Modular im Wittelsbacher Park bleiben kann, wobei dann hier auch über eine mögliche zeitliche Befristung zu diskutieren ist.

Die Folgen für die Tierwelt sind ein Thema

Geht es nach Initiatoren und Mitstreitern der jetzt gestarteten Unterschriftenaktion, soll die diesjährige Auflage die letzte im Wittelsbacher Park gewesen. Mitinitiatorin Monika Wölfel sagt: „Es gab das Versprechen der Stadt, dass Modular letztmals 2017 im Wittelsbacher Park stattfindet.“ Mirjam Sombray, die ein Nagelstudio in der Stettenstraße betreibt, gehört zu denjenigen, die die Unterschriftenliste im Geschäft ausliegen haben. „Es ist eine gemeinsame Aktion von Tierfreunden, die sich regelmäßig beim Gassigehen im Wittelsbacher Park treffen.“

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In den Gesprächen, die sich um Modular gedreht hätten, habe sich immer wieder gezeigt, wie tief der Unmut darüber sitze. „Gerade die Folgen für die Tierwelt, die nicht allein die dreitägige Veranstaltung auslöst, sind nicht zu unterschätzen“, sagt Mirjam Sombray. Auf dem Handzettel, der jetzt in den Vierteln aufgetaucht ist, heißt es dazu: „Modular verwüstet nicht nur den Park, sondern stört auch jegliches Leben.“ Unterschriftenlisten liegen derzeit in den Geschäften Copy Color (Bismarckstraße) und Probuch (Gögginger Straße) aus.

Die Veranstaltung im Wittelsbacher Park, die Mitte Juni an drei ausverkauften Tagen insgesamt 30.000 Besucher angelockt hatte, sorgte bei einem Teil der Anwohner für Verdruss. Sie störten sich am Lärm des Festivals und an manchen ungeliebten Hinterlassenschaften der Gäste. Dass Modular fortgesetzt werden soll, hatte die Stadtspitze in den Tagen nach der Veranstaltung betont. Allerdings sei zu prüfen, welcher Ort der passende ist.

Debatte um Modular im Kongress am Park

Bei einem Gespräch mit Interessierten will die Stadt die Dinge abklären. Elisabeth Rosenkranz, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt, sagt, die Vorbereitungen dafür laufen – losgelöst von der Unterschriftenaktion. Am 4. Oktober ab 19 Uhr wird im großen Foyer im Kongress am Park mit der Stadtspitze und Vertretern des Stadtjugendrings diskutiert. Geplant sind vier verschiedene Themenblöcke von jeweils 15 bis 20 Minuten.

Dabei wird unter anderem über den Naturschutz informiert oder die Sichtweise des Ordnungsamtes zur Sachlage vorgestellt. Der Stadtjugendring erläutert, die in diesem Jahr von ihm initiierten Aktionen. Das Podium rotiert mit dem jeweiligen Themenblock. Dabei bleiben jeweils zwei Plätze frei, die Bürgern für die jeweilige Diskussions offen stehen. Es können zudem Fragen gestellt werden. Moderator ist Horst Thieme. In den Diskussionsrunden stellen sich neben Oberbürgermeister Kurt Gribl auch Kulturreferent Thomas Weitzel, Umweltreferent Reiner Erben und Ordnungsreferent Dirk Wurm den Fragen der Bürger. So war es bereits vor einigen Wochen kommuniziert worden.

In Erinnerungen schwelgen? Hier gibt es unsere Bilder vom Modular:

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69 Bilder
Das Modular 2017 in Bildern
Bild: Peter Fastl
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101 Bilder
Impressionen von Tag zwei: Chillen und Skaten beim Modular
Bild: Peter Fastl
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115 Bilder
Bestes Festival-Wetter am dritten Modular-Tag
Bild: Peter Fastl

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Die Diskussion ist geschlossen.

02.09.2017

Hallo Herr Behrendt,

Ich bin eine dieser Omas mit Schosshündchen und muss mich jetzt auch äussern:

Wir Schosshündchenbesitzer räumen die Häufchen weg. Wir bedauern nur dass dies die Festivalbesucher nicht tun. Neben dieser Häufchen haben wir dann noch sonstigen Müll und Glasscherben zur Belohnung für die 3 Tage wunderschöne Musik - wo ich doch so gerne Schlager und Blasmusik höre (Sarkasmus!!!).

Was ich generell schade finde ist, dass ganz viele nicht mit Demokratie umgehen können. Warum muss man immer gleich ausfallend und beleidigend werden wenn jemand anders denkt.

Und ist man wirklich automatisch alt wenn man die Natur schützen will? Es handelt sich beim Wittelsbacher Park um einen schönen grünen Flecken mitten in der Stadt in welchem viele Tiere leben - Eichhörnchen, Igel, diverse Vögel und Insekten und einiges mehr. Nach dem Festival sind dann einige dieser Bewohner weg und das ist einfach schade, weil so schnell kommen die nicht wieder. Ich persönlich kann diesem Elend ja durch Kurzurlaub entfliehen, aber diese Tiere nicht.

Und nochwas: gerade die Festivalbegeisterten brauchen sich doch gar nicht so aufzuregen: die Kommerzfutzies sind doch auf eurer Seite, also keine Panik es wird schon alles so bleiben und auch weiterhin alles ignoriert was eigentlich recht ist (Verordnung zum Schutz des Wittelsbacher Parkes usw). Also : ganz cool bleiben dann müsst ihr nicht unhöflich werden und eure alten Mütter können weiterhin stolz auf euch sein.

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02.09.2017

und wieder einmal swollen die Jugend Platz machen Für Omas mit ihren Kleinen Schoßhunden die alles verscheißen !! denn die Reifen Damen könnes sich ja nicht mehr nach den Hinterlassenschaften Bücken ,! wann werden endlich die Hundesteuern auf eine Angemessene Summe erhöt ?? sao das von dem geld auch deren Scheiße weggereumt werden Kann ?? und nicht die Jugend auch mitzahlen Muß die dafür am selben ort nich Feiern darf ??? aber das ist Augsburg !! die Kirche Spricht überal mit !! Sonntags einkaufen ? ein Frefel gegen die Christenheit , zum lachen in Italien haben alle auf am Sonntag wie sie öfnen wollen !! ist aber das Mutterland der Christen !! die Gewekschaften sind in Italien sogar dafür das die Geschäfte geöfnet haben , denn das schafft Arbeitsplätze !!

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02.09.2017

??? Was wollen Sie uns damit jetzt sagen??? Vielleicht auch ein klein bisschen mehr auf die Rechtschreibung achten...

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02.09.2017

Lieber Herr Behrendt,

nach dem Modular-Festival habe ich große Teile des Parks von Hinterlassenschaften gereinigt, unter anderem habe ich dort etwa 8.400 Kippenstummel aufgelesen, die die Modular-Saubären hinterließen, von denen ein einziger (1) etwa 40 Liter Grundwasser mit Arsen, Cadmium und anderen, teils hochgiftigen Schadstoffen verseucht (= 336.000 Liter vergiftetes Grundwasser). Zusätzlich befand sich in den Grünflächen Unmengen von kleinen Plastikmüllteilchen, die leider nicht verrotten, sondern in immer kleinere Teile zerfallen und letztendlich auf diese Weise auch in die Nahrungskette sowie in die Atemluft geraten können. Das schlimme daran ist, dass dieses als "Mikroplastik" bezeichnete Substrat hochgiftige Schadstoffe anreichert und die gesundheitlichen Langzeitfolgen, die dadurch enststehen (können) nur rudimentär erforscht und nicht absehbar sind, aber Sie können sich beruhigen, im Urin der meisten Menschen in Deutschland kann Mikroplastik schon nachgewiesen werden, welches sich u.a. auf den Hormonhaushalt auswirkt. In Zeiten, in denen Insekten, aber auch andere Tiere in einem nie dagewesenen Umfang aussterben oder vom Aussterben bedroht sind, ist es keine wirklich intelligente Handlungsweise, Grünflächen hektarweise von tausenden Menschen platt trampeln und verwüsten zu lassen, abgesehen von den riesigen Müllbergen, die neuerdings von "Menschen" illegal in die Natur entsorgt werden, da ist mir doch die eine Oma, die Sie hier so beschimpfen und die nur einen einzigen (1) Hundehaufen auf der gesamten Fläche, die ich gereinigt habe (ca. 3 Hektar), hinterließ, lieber als 30.000 Menschen, die unseren Planten ruinieren. Und wofür? Für ein bisschen Spaß und dass man mal 3 Tage besoffen ist. Ihr Arbeitsplatz nützen Ihnen ab dem Moment nichts mehr, wenn die Biene ausgestorben ist. Für alle anderen, die mithelfen wollen zu sammeln, habe ich die Unterschriftenliste zum Download auf meiner HP bereitgestellt: www.amaroland.de

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02.09.2017

Typisch Augsburg...

Die Stadt wird einfach für immer ein Provinznest bleiben. Wir danken "den Anwohnern" dafür! Es spielt auch keinerlei Rolle ob es in einem Stadtpark oder der Innenstadt ist, "die Anwohner" stören sich an allem. Die Leute ziehen auf die Maximilianstraße und beschweren sich anschließend über das Leben welches in den Straßen herrscht. Kann man sich das vorstellen? Es ist Mitternacht, hat 25C° und die Leute möchten gerne draußen sitzen? Skandal!

An alle "Anwohner" welche immer nur zuhause sitzen, vielleicht einmal die Woche zum Italiener ums Eck gehen, zieht nach Ziemetshausen, Zusmarshauen oder Pipinsried. Dort bekommt ihr eure wohlverdiente Ruhe. Wobei dort soll es ja auch Restaurants und Bars geben...

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02.09.2017

Graef: Wieso muß Spass haben immer mit Dreck, Suff und Radau verbunden sein! Ist das die Vorstellung der Jugend!

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02.09.2017

1. Kann die Stadt mit einem vernüftigen Abfallkonzept den Dreck auf der Straße oder im Park vermeiden. Wie wäre es mit großen Abfallbehältern in der Sommerzeit auf der Maxstraße?

2. Das Leute trinken und Spaß haben ist Suff und Radau? Ein paar blöde wird es leider immer geben aber es ist wohl eher die Ausnahme als die Regel.

3. Ich kann mich leider auch nicht mehr zur Jugend zählen aber man sollte lieber saubere Lösungen finden als Unterschriften zu sammeln und alles zu verbieten. Das funktioniert in anderen Städten außerhalb Bayerns nämlich sehr gut.

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03.09.2017

Hallo Herr Graef,

Ich gebe Ihnen recht. Man sollte die Leute feiern lassen. Aber muss es in diesem kleinen Fleck Natur sein? Es gibt passendere Plätze wo sowohl Abfallentsorgung als auch Parksituation wesentlich besser ist.

Ist nämlich für die Anwohner auch nicht schön dass sie in dieser Zeit Park and Ride nutzen sollen weil Parken nur für die Festivalbesucher gestattet ist. Und der Vorwurf dass man dann halt nicht in so eine Gegend ziehen darf gilt nicht, weil der Wittelsbacher Park nicht für Massenevents geschaffen wurde und auch nicht dafür geschaffen ist. Sonst wäre aus organisatoischen Gründen mehr betoniert.

Würde mich übrigens interessieren wo sie wohnen?

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03.09.2017

Ich denke für drei Tage im Jahr wird der Wittelsbacher Park sicherlich ein Fest vertragen. Ich bin aber absolut bei Ihnen was die Verschmutzung angeht, kann es auch nicht verstehen wenn Leute Ihren Dreck einfach in die Botanik werfen. Hier ist aber Stadt und Veranstalter gefordert.

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03.09.2017

Wenn Sie Dreck, Radau, Suff und Randale ohne Einschreitung der Polizei wollen und suchen, dann ziehen Sie doch nach Hamburg, Berlin oder Köln.

Es reicht schon, dass die Maxstrasse jedes Wochenende zum Abfall- und Kotzkübel der Stadt wird, das braucht der Wittelsbacher Park wirklich nicht !

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03.09.2017

Ich bin selbst Anwohner im Hotelturm. Schade dass einigen so wenigen Spaßbremsen überhaupt Gehör gegeben wird. Wenn einmal im Jahr drei Tage für die Jugend eine Gaudi gemacht wird, dann wird man das überleben, vergesst nicht wer mal eure Renten bezahlt. Während des Modulars im Sommer lief eine Person rum, die alle paar Stunden an alle Fahrzeuge in der Imhofstr. Zettel anbrachte "Während des Modulars ist Parken in der Imhofstr verboten", natürlich nur um die Leute weiter gegen das Modular aufzubringen. Grober Unfug, Ich denke kam möglicherweise aus dem gleichen Personenkreis der momentan die Zettel im Antonsviertel anbringt. Habe jedesmal Freude daran die Dinger abzureissen.

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03.09.2017

Vielleicht sind es ja gar nicht so wenige "Spaßbremsen". Wenn ich mich so umschaue, wird eigentlich rund ums Jahr Gaudi gemacht, aber kein einziger der Spaßvögel hat auch nur im Ansatz Lust, die Schäden der Gaudi zu beseitigen. Daß Sie hier versuchen, ältere Menschen mit der Rentenzahlung (durch Sie) zu erpressen, halte ich für einen schlechten Witz. So, wie die Sachlage aussieht, werde ich wohl einen Großteil der Spaßvögel noch via Hartz IV durchfüttern müssen, wenn ich im hohen Alter immer noch arbeiten muss. Außerdem ist noch nicht sicher, wie viel meiner Rente dann draufgeht, um die Umweltschäden beseitigen zu können, die Sie verursachen. Wie dem auch sei, ich habe schon mal angefangen, Ihren Müll zu beseitigen und die Aufkleber abzureißen, die Ihresgleichen überall im Park und drumherum verteilt und angeklebt haben, was mir auch jedesmal Freude bereitet. Natürlich würde ich stattdessen lieber Blumen Pflanzen, damit die Insekten nicht aussterben, aber auch die werden von Ihresgleichen dann regelmäßig plattgetreten. Bei Ihnen und Ihresgleichen muss man leider zunächst bei "A" anfangen und ich bezweifle stark, dass Sie es überhaupt bis "Z", geschweige denn "B" schaffen.

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03.09.2017

Ich bezweifle das Sie jemals eine der aufgezählten Städte besucht haben, geschweige dort gelebt. Es soll hier aber nicht um persönliche Angriffe gehen, sondern im wahrsten Sinne um saubere Lösungen. Hier ist der Veranstalter und die Stadt gefordert. Man kann Leute auch informieren und auffordern sich an gewisse Regeln zu halten.

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03.09.2017

Natürlich wird Augsburg jetzt vom Provinznest zur Weltstadt aufsteigen, indem Sie und Ihre Saufkumpanen einen Park verwüsten und vermüllen. (Ironie aus) Eine Weltsstadt machen ganz andere Dinge aus, nämlich u.a. Offenheit, von der beim Modular-Festival nichts zu spüren war, im Gegenteil, man schottete sich ab, wie in einer "Gated Community", benutzte und verschandelte ungefragt Gemeinschaftseigentum und hat auch weiterhin keine Lust, irgendeinen Gemeinsinn zu entwickeln. Sie sind die Spießer, die sich hinter einem Zaun Ihre schöne heile Dorfwelt zurechtzimmern, während Sie gleichzeitig allen Ihren Mitmenschen so richtig auf den Zeiger gehen wollen. Schämen Sie sich.

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03.09.2017

Sie sprechen von Offenheit, das halte ich für einen schlechten Witz, wenn ich Ihre weitere Argumentation lese.

Ich schäme mich, für Leute wie Sie, welche solch einen Schmarn verzapfen.

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