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Altes Hasenbräu-Areal

12.11.2012

Architektur der Erinnerung

Gerda-Marie Rutsche (rechts) und Angela Bachmair mit Heimatpfleger Hubert Schulz. Dieser stellte das Erinnerungsprojekt für das ehemalige Hasenbräu-Areal vor.
Bild: Sybille Schiller

Heimatpfleger Schulz stellt Pläne vor

Erstmals vor den Mitgliedern der Gemeinschaftsstiftung „Mein Augsburg“ erklärte Stadtheimatpfleger Prof. Hubert Schulz, dass auf dem ehemaligen Hasenbräu-Areal eine „Architektur der Erinnerung“ geplant sei.

Die Bebauung, vor allem der Abbruch des Kamins, wird bis heute von Bürgerseite stark kritisiert. Schulz, der von der Stiftung unter der Überschrift „Augsburg im ‚Aufbruch‘“ zu einem Gespräch mit der ehemaligen AZ-Kulturredakteurin Angela Bachmair in den Kuppelsaal der Verlagsgruppe Weltbild eingeladen worden war, präsentierte sich als ein auf Harmonie bedachter Mann.

Auch wurde er nicht müde, zu betonen: „In einer Stadt muss man viel Geduld haben“ und blieb bei seiner Überzeugung, mit Argumenten Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Gute Argumente hätten im Fall der Hasenbräu-Bebauung zu dem Beschluss geführt, auf dem Platz des ehemaligen Sudhauses und der Mälzerei einen turmartigen Neubau zu errichten, der an das ehemalige Bild erinnern könne.

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Diese Zusage hörten die Mitglieder und Gäste der Stiftung „Mein Augsburg“ mit äußerstem Wohlwollen. So oft aber die in Sachen Städtebau profunde Angela Bachmair mit gezielten Fragen, zum Beispiel zur Vereinbarkeit von moderner Architektur und Denkmalschutz, dem Architekten Schulz auf den Zahn fühlte, ließ dieser sich nicht aus der Reserve locken.

Seiner Meinung nach könnten Investoren-Wünsche mit städtischen Bauvorhaben in guten Gesprächen oft in Einklang gebracht werden. Mehrmals noch wiederholte Hubert Schulz seinen Satz von der „Geduld“. Seine Einstellung dazu erklärte er am Beispiel der Campusbebauung, wo man vor Jahrzehnten trotz unterschiedlicher Vorstellungen in einem Gremium ein gutes Ergebnis erzielt habe.

Für Augsburg lobt er zudem die in Sachfragen parteienübergreifende, konstruktive Zusammenarbeit. Diese „gute Zusammenarbeit“ betonte Schulz auch bei allen aus der Zuhörerschaft gerichteten Fragen. Egal, ob Straßenbahnführung durch die Maxstraße, IHK-Bauwunsch am Theodor-Heuss-Platz oder die Pläne zur Bebauung auf dem Ladebahnhof, Schulz betonte in jeder Richtung Gesprächsbereitschaft.

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