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Augsburg

17.07.2017

Asiatische Buschmücke ist in der Region besonders verbreitet

Die Asiatische Buschmücke sticht auch in Deutschland zu. Sie kann laut Experten das West-Nil-Virus oder auch den Erreger für die Japanische Enzephalitis übertragen.
Bild: BNI 2014/dpa (Symbolfoto)

Stechmücken fühlen sich in der Region Augsburg besonders wohl, wie eine Forscherin unserer Redaktion bestätigt. Dazu zählt auch die asiatische Buschmücke. Panik ist aber falsch.

Mückenalarm am Ammersee: Das Wirtshaus "Strandhaus" in Eching (Landkreis Landsberg) hatte wegen der vielen Stechmücken sogar vorübergehend schließen müssen. Schon im Frühling warnten Forscher: Der kommende Sommer wird in Bayern wohl besonders mückenreich.

Die diesjährige Witterung sei ideal für die Vermehrung von Stechmücken, berichtete die Nachrichtenagentur dpa nach Gesprächen mit Mückenexperten. Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung sagte: "Stimmen die Bedingungen, können sich die Tiere explosionsartig vermehren".

Und in der Tat: Das Jahr 2017 bleibt nach wie vor ein gutes Jahr für Stechmücken. Doreen Walther erfasst diese im Rahmen eines Forschungsprojektes auf der Homepage mueckenatlas.de. "Mücken mögen es immer feucht und warm. Darum sind sie in diesem Jahr supergut aus dem Winter rausgekommen. Das gilt vor allem für Bayern und Ostdeutschland," sagt Walther auf Nachfrage unserer Redaktion.

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Gerade die Region Augsburg sei besonders mückenfreundlich: "Der Lech fließt durch Augsburg. Und Fließgewässer haben immer Wasserstandsschwankungen. Die sind der ideale Nährboden für Überflutungsmücken, die in den Uferregionen optimale Lebensbedingungen vorfinden," so Walther. Solche Arten seien darum in und um Augsburg sehr aktiv.

Asiatische Buschmücke in Augsburg: Lästig, aber nicht gefährlich

Diese sehr guten Rahmenbedingungen führen auch zu einer im bundesweiten Durchschnitt relativ hohen Verbreitung der asiatischen Buschmücke. Die ist lästig, aber nicht gefährlich. "Menschen, die uns Mücken aus der Region Augsburg geschickt haben, beschreiben uns die Mücke regelmäßig als besonders lästigen Stecher," sagt Walther. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa warnte der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage in Kabs bei Speyer, Norbert Becker, vor Panikmache. In Deutschland gehe von der Asiatischen Buschmücke keine Gefahr für den Menschen aus.

Eine Asiatische Buschmücke im sogenannten "Insektarium" des Friedrich-Loeffler-Instituts.
Bild: Stefan Sauer (dpa)

Die Mücke kann das sogenannte West-Nil-Virus übertragen. Infektionen bei Menschen bleiben oft unbemerkt. Allerdings kann das West-Nil-Virus auch grippeähnliche Beschwerden mit Fieber auslösen, in schweren Fällen kann es etwa zu Gehirnentzündungen kommen. Grund zur Panik sei das aber keiner. Laut Doreen Walther bietet der ausgeprägte Wald- und Wiesencharakter in Kombination mit dem urbanen Charakter der Stadt Augsburg und ihrer Umgebung einfach perfekte Voraussetzungen für Mücken. Daraus resultiere die hohe Artenfülle.

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