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Wirtschaft

13.07.2012

Asphaltmischwerk: Keine Einigung in Sicht

Bislang betreibt BAM ein Werk in der Meraner Straße.
Bild: Wyszengrad

Die Anlieger wehren sich weiter gegen die Anlage. Jetzt ist ein neuer Standort außerhalb Augsburgs im Gespräch

In der Auseinandersetzung um ein neues Asphaltmischwerk in Lechhausen scheint vorerst keine Einigung in Sicht. Die Stadt, die den Neubau der Anlage im Industriegebiet an der Aulzhausener Straße (auf einem privaten Grundstück) genehmigt hat, die künftigen Anlieger sowie der Betreiber, das Bayerische Asphaltmischwerk (BAM), sind sich bislang kaum näher gekommen. Jetzt ist erneut ein Gesprächstermin, in dem sich die Parteien verständigen wollten, geplatzt. Dafür bringen die Gegner des Projekts nun einen neuen Standort ins Spiel.

Wie berichtet, plant BAM, das bereits eine Anlage in der Meraner Straße in Lechhausen betreibt, einen Umzug an die Aulzhausener Straße. Eine Genehmigung für den geplanten Neubau hat das Unternehmen bereits von der Stadt erhalten. Die umliegenden Firmen fürchten nun aber erhebliche Einschränkungen für ihre eigenen Betriebe durch Lärm, Dreck und zusätzlichen Lkw-Verkehr. Einige seien sogar in ihrer Existenz bedroht, heißt es. Sie haben daher gegen die Genehmigung der Stadt Klage eingereicht. Zudem wollen sie eine Petition an den Landtag richten.

Gesprächstermin zwischen den Parteien ist geplatzt

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Heute sollten sich die Parteien – BAM, Anlieger und Stadt – außergerichtlich näherkommen. Doch das Treffen wurde von den Nachbarn abgesagt. Wie deren Rechtsanwalt Simon Bulla erklärt, wollten sie zu dem Gespräch einen Umweltsachverständigen hinzuziehen. „Das war aber zu kurzfristig“, so der Anwalt. Die Absage sei „kein böser Wille“, betont er. „Meine Mandanten sind weiterhin gesprächsbereit.“ Nach der Urlaubszeit soll es einen neuen Anlauf geben.

In der vergangenen Woche hatte es bereits ein Gespräch zwischen Anliegern und der Stadt gegeben – ohne BAM. Laut Rechtsanwalt Bulla sind Stadt und Anlieger „bemüht, zu einer konstruktiven Lösung zu kommen“.

Wie die aussehen soll, darüber gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Vertreter der Stadtverwaltung – darunter Wirtschaftsreferentin Eva Weber – erklärten, ihnen seien bei der Genehmigung die Hände gebunden, da BAM mit seinem geplanten Werk die erforderlichen Werte einhalte. Sie sieht sich eher in einer „Vermittlerrolle“ zwischen BAM und den umliegenden Firmen.

Anlieger sähen das Werk gerne im nördlichen Landkreis

Die beharren weiter auf ihrem Standpunkt: Die BAM-Ansiedlung müsse verhindert werden. Sie haben sich inzwischen selbst auf die Suche nach einem alternativen Standort gemacht. Nach Auskunft des Rechtsanwaltes habe eine Gemeinde im Norden Augsburgs Bereitschaft signalisiert, den Vorschlag „offen und wohlwollend zu prüfen“.

BAM war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zuletzt hieß es, man wolle zuerst mit den Anliegern direkt sprechen.

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