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Asyl
28.01.2015

Frühere KZ-Außenstelle in Augsburg wird Asylbewerberheim

In die Halle 116 auf dem Sheridan-Gelände ziehen bald Flüchtlinge.
Foto: Silvio Wyszengrad

In die Halle 116 auf dem Sheridan-Gelände sollen 90 Flüchtlinge ziehen. Alle Parteien sind dafür. Doch andernorts sorgen ähnliche Pläne für Ärger.

Sozialreferent Stefan Kiefer erschrak, als er das erste Mal den Vorschlag hörte, in der Halle 116 Asylbewerber unterzubringen. In der NS-Zeit war dort eine Außenstelle des Dachauer Konzentrationslagers; irgendwann soll dort ein Museum, ein „Lern- und Denkort Frieden“ entstehen. Doch von dem Gedanken „Asyl und KZ, das kann nicht sein“, sei er wieder abgekommen, berichtete Kiefer gestern im Sozialausschuss des Stadtrates. Inzwischen sagt er: „Es ist Sinn eines Denkortes, dass man nicht nur denkt, sondern auch handelt.“ Und so werden voraussichtlich in absehbarer Zeit 90 Asylbewerber in den ersten Stock des Gebäudes einziehen – ein Stockwerk über den Räumen, in denen in der NS-Zeit bis zu 2000 Zwangsarbeiter eingesperrt waren.

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