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12.06.2009

Auch die Tiere vermitteln Nähe und Wärme

Am Schäfflerbach/Textilviertel Von dem Gedanken ausschließlich "satt, sicher, sauber" haben sich Seniorenpflegeheime wie Casa Reha längst verabschiedet. Seit Februar vergangenen Jahres ist das Konzept des privaten Anbieters laut Pflegedienstleitung, Katrin Wieser, und dem stellvertretenden Pflegedienstleiter, Richard de Vries, Am Schäfflerbach in Augsburg zu finden. In mehr als 50 Häusern gilt ihrer Auskunft nach das Prinzip, die Wünsche der Bewohner zu respektieren, anstatt ihnen starre Abläufe "überzustülpen". Das heißt: Wer seinen Tag in den eigen vier Wänden erst um 9 Uhr morgens begonnen habe, der dürfe das auch in Zukunft im Casa Reha so halten.

Nach Worten von Katrin Wieser sehen sich Pfleger und Mitarbeiter an der Erna-Wachter-Straße nur als "Gäste", während die Senioren die Chefs sind. Wie sie erklärt, müssen sich die Bewohner von Casa Reha an keinen vorgegebenen Rhythmus halten. Und wenn jemand - was vorkommt - nur mit Zigarette in die Badewanne steigt, dann gehe er eben nur mit Zigarette baden.

Baby "Paulchen", "Schoko" und Co.

So ist es keineswegs verwunderlich, dass "Paulchen" schon als Baby ins Haus kam und heute als Heranwachsender "in der Geronto" zu Hause ist. Paulchen ist der schwarze Hauskater, der - ebenso wie der braune Hund "Schoko", die Wellensittiche im Eingangsbereich oder die sieben Kaninchen hinter dem Haus - den Bewohnern körperliche Nähe und Wärme vermittelt. Vorausgesetzt, dass sie mit etwas Hilfe die Pflege sicherzustellen vermögen, dürfen die Senioren auch ihre eigenen Haustiere mitbringen.

Auch die Tiere vermitteln Nähe und Wärme

Wohltuende Elemente sind fester Bestandteil des Casa-Reha-Konzepts, das stark auf die Befindlichkeiten seiner Bewohner eingeht. Katrin Wieser und Richard de Vries wissen sehr wohl darum, wie wichtig es gerade den Damen ist, einen Friseur im Haus zu haben. Auch der regelmäßige Kaffeetisch oder der offene Mittagstisch sind Angebote, die von den momentan 110 Bewohnern gerne in Anspruch genommen werden. Die therapeutischen Möglichkeiten seien an sieben Tagen in der Woche verfügbar. Zu den Besonderheiten des Pflegeheims gehöre ferner die tägliche Aufnahme neuer Bewohner rund um die Uhr, das Nachtcafé und noch manches mehr. Außerdem soll bei diversen Veranstaltungen - darunter beim Sommerfest am 4. Juli oder bei Ausflügen in Zoo oder Siebentischwald - die Welt von außen nach innen geholt werden.

Die Besonderheiten und die Küche des Hauses können Interessenten beispielsweise beim Probewohnen und Probeessen kennenlernen. Bei der Belegschaft handelt es sich laut Richard de Vries um ein junges, sehr homogenes Team. Er selbst nehme in seiner Funktion als Pflegementor die neuen Mitarbeiter bei der Hand, um ihnen die spezielle Philosophie zu vermitteln.

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