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08.07.2010

Auf Wüstenschiffen zur Kirche

Göggingen Wüstenschiffe mitten in Göggingen - die Augen der Kinder beim Kinderfest von St. Georg und Michael wurden riesengroß, als die Kamele den Klausenberg herunterkamen. Die Tiere waren der Höhepunkt des Festes, an Attraktionen gab es jedoch wieder einiges beim zweitägigen Kinderfest der Pfarrjugend.

Bereits zum 43. Mal lockte die beliebte Veranstaltung wieder zahlreiche Besucher auf den Platz vor dem Roncallihaus. Das traumhafte Sommerwetter und die WM-Liveübertragung des Deutschlandspiels trugen außerdem zum erfolgreichen Gelingen der Feier bei.

Nach der Eröffnung durch Pfarrer Andreas Specker nahm das umfangreiche Programm, organisiert von der Pfarrjugend St. Georg und Michael und St. Johannes Baptist, seinen Lauf. Während die Jungen und Mädchen an den Losbuden und bei der Tombola ihr Glück versuchten oder sich mit frischen Milchshakes stärken konnten, spielte das Kolping-Blasorchester. In den späten Abendstunden gab es Blues-Rock vom Allerfeinsten für die Jugendlichen. Der Höhepunkt war allerdings das Kamelreiten. Denn wie oft sieht man schon ein echtes Kamel mitten in Göggingen? Die Tiere Pasha und Kara (Vater und Tochter) waren zusammen mit dem 15-jährigen Max, der die beiden Wüstenschiffe den ganzen Tag betreute und sie über den Platz führte, extra aus Langerringen angereist. "Bisher habe ich Kamele immer nur im Fernsehen gesehen", sagte die siebenjährige Franziska, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder Maxi vom Reiten überhaupt nicht mehr genug bekam und an diesem Tag vier Runden auf Karas Rücken drehte. "Die Höcker sind so weich", stellte sie fest. Besucherin Anita Martes fand: "Auf den mächtigen Tieren können die Kinder der Sonne ein kleines Stück näher sein."

Bis zu sechs Ritte pro Tag

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Für Jung und Alt sei das Kamelreiten immer wieder ein tolles Erlebnis, erklärte Max, der sich seit fast fünf Jahren auf Festen um die Paarhufer kümmert. Immer wieder werden die Kamele für Geburtstage oder anderweitige Veranstaltungen gebucht, teilweise hätte die Oase, wie die Kamelfarm heißt, bis zu sechs Aufträge am Tag, so Max.

Auch am Stand von Julia und Marie aus der Pfarrjugend liefen die Geschäfte gut. "Bei uns müssen die Besucher neun Nägel im Heuhaufen finden. War die Suche erfolgreich, gibt es Preise", erklärte die 13-jährige Julia. Dass das gar nicht so einfach war, musste Besucher Michael Schneider feststellen, der nach langer Suche und sieben Nägeln später letzten Endes aufgab.

Erlös ist für die Jugendarbeit

"Das Besondere an unserem Pfarrfest ist, dass wir viele Angebote für Familien haben und die Kinder im Mittelpunkt stehen", so Monika Schiefer, Mitglied der Pfarrjugend. "Durch so eine Veranstaltung erreichen wir die ganze Gemeinde und es kommen viele Menschen, die man sonst nie trifft." Ein besonders schöner Programmpunkt sei, laut Schiefer, auch der traditionelle Familiengottesdienst, der vom St.-Anna-Kindergarten organisiert werde.

Der gesamte Erlös des Kinderfestes kommt der Jugendarbeit von St. Georg und Michael zugute.

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