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10.07.2010

Auf dem Dach der AVA geht's heiß her

Bei der AVA wird eine von Augsburgs größten Fotovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Franz Hiermeier kontrolliert die neue Solarstromanlage. Foto: Silvio Wyszengrad
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Abfallverwertungsanlage (AVA) verbrennt in Lechhausen den Müll der Region. Die aus der Verbrennung entstehende Energie wird auch zur Stromerzeugung genutzt. Für Strom und Fernwärme, die ins Netz der Stadtwerke eingespeist wurden, kassierte die AVA zuletzt rund 4,5 Millionen Euro pro Jahr. Nun wurde eine der größten Fotovoltaikanlagen Augsburgs auf den Dächern der AVA zusätzlich in Betrieb genommen. Man rechnet mit jährlichen Solarstromerlösen in Höhe von 330 000 Euro. Eine Fotovoltaikanlage ist eine Solarstromanlage, in der mit Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

Von einem einmaligen Projekt spricht Projektleiter Wolfgang Veszely. Fast 11 400 Module wurden auf den Dächern der AVA installiert. 8200 Quadratmeter wurden benötigt. Aus statischen Gründen wurden die im Windkanal eigens getesteten Module aber nicht fest auf den Hallendächern montiert, sondern nur in sich verschraubt, so Veszely.

Das Eigengewicht hält die Anlage sicher auf dem Dach. Mit einer Neigung von nur zehn Grad sei eine optimale Licht- und Sonnenausnutzung gegeben. Laut AVA gibt es im Stadtgebiet keine größere Dachanlage.

Neben dem regenerativen Aspekt spiele auch die finanzielle Seite eine große Rolle. Rund 2,6 Millionen Euro wurden von der AVA investiert. Der von der Sonnenstrahlung und der Hitze auf dem Dach erzeugte Strom entspricht der Stromversorgung von 232 Haushalten. Die AVA produziert den Strom, den sie verbraucht, selbst. Der Rest wird ins Netz eingespeist.

Auf dem Dach der AVA geht's heiß her

55 Kilometer Kabel verlegt

Bei dem Ansturm auf die Hersteller derartiger Anlagen war die AVA froh, noch rechtzeitig vor der Veränderung der Einspeisevergütung ans Netz gehen zu können. Die Fotovoltaikanlage der neuesten Generation lieferte Juwi Solar, eine der größten Hersteller in der Branche. Verlegt wurden rund 55 Kilometer Solarkabel. 530 Kabelbäume wurden benötigt.

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