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Augsburg

21.06.2018

Auf dem Helmut-Haller-Platz wird gegärtnert

Ulrich Gross, Lukas von Dohlen, Hannelore Köppl und Peter Grau (von links) zählen zu einem Team von Helfern, die die neuen Hochbeete auf dem Helmut-Haller-Platz pflegen.
Bild: Michael Hochgemuth

Die Hochbeete sind ein Baustein, um die Situation in Oberhausen zu verbessern. Hoffnungen ruhen auch auf dem neuen Süchtigentreff.

Stadtplaner Sebastian Köhler lebt gerne in Oberhausen. „Der Ruf ist viel schlechter, als es hier in Wirklichkeit ist.“ Gemeinsam mit anderen Bürgern, Institutionen und Schulen aus dem Stadtteil will der 36-Jährige dazu beitragen, dass das Areal rund um den Oberhauser Bahnhof noch lebenswerter wird. Mit Freunden hat er die Patenschaft über eines von zehn Hochbeeten auf dem Helmut-Haller-Platz übernommen. Der Urbane Garten, in dem zunächst einmal bis Herbst Blumen, Gemüse und Kräuter gedeihen, ist für die Stadt ein Mosaikstein, um die Situation auf dem Platz und drumherum zu verbessern.

16 Stunden pro Woche geöffnet

Denn Wurzeln schlagen hier nicht nur Zucchini oder Petersilie, sondern auch Menschen mit Suchtproblemen. Die Frauen und Männer, die täglich auf einem aufgelassenen Spielplatz am Rande des Areals zusammenkommen, haben ab sofort eine Alternative: In den Räumen einer ehemaligen Apotheke in der Branderstraße hat jetzt der betreute Treff (beTreff) eröffnet. Mitarbeiter der Drogenhilfe und des Sozialverbands SKM kümmern sich um die Suchtkranken. Vorerst ist dort 16 Stunden pro Woche regulär geöffnet, Beratungsgespräche sind aber auch außerhalb dieser Zeiten möglich.

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Um das Angebot gab es im Stadtteil hitzige Diskussionen. Der ursprünglich vorgesehene Standort in einer früheren Kneipe in der Dinglerstraße scheiterte am Widerstand der Anwohner. Die jetzigen Räume an der Branderstraße grenzen direkt an den Helmut-Haller-Platz. Bei der Eröffnung überreichte Stadtrat Dieter Benkard dem Mitarbeiterteam Blumen und sagte: „Die gehören genauso gepflegt wie die Menschen da draußen.“ „Die Menschen da draußen“ blieben zumindest während der Auftaktreden da, wo sie immer sind – auf den Bänken des früheren Spielplatzes. Das werde sie bei schönem Wetter auch weiterhin tun, kündigt eine Frau an. „Doch im Winter gehe ich bestimmt in den Treff.“ Bruno, der ebenfalls regelmäßig auf den Helmut-Haller-Platz kommt, findet das neue Angebot gut.

Sechs Fachkräfte im Einsatz

Der 64-Jährige ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Sowohl beim Tag der offenen Tür als auch beim ersten regulären Öffnungstag ließen sich zahlreiche Klienten im Treff blicken. Es habe etliche Beratungsgespräche gegeben, etwa von Suchtkranken, die eine Entgiftung wünschen, sagt Kati Wimmer. Die Sozialpädagogin ist eine von insgesamt sechs Fachkräften von Drogenhilfe beziehungsweise SKM, die sich – jeweils in Zweierteams – um die Menschen im beTreff kümmern, „ohne sich aufzudrängen“. Wimmer ist überzeugt, dass das neue Angebot bei den Klienten ankommt: „Der Bedarf ist groß.“

Termine In den nächsten Monaten wollen die Stadt und lokale Partner den Helmut-Haller-Platz weiter beleben. Im Mittelpunkt steht das Festival „Sommer am Kiez“ vom 13. Juli bis 18. August. Am Sonntag, 22. Juli, können ab 11.30 Uhr Bürger bei der „Kleinen Friedenstafel“ in Gemeinschaft mitgebrachte Speisen und Getränke verzehren. Sportaktionstage stehen vom 20. bis 23. September auf dem Programm.

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