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Musik

01.07.2014

Auf der Bühne mit den Vorbildern

Die Band „We guess“ nahm als Belohnung für den Erfolg beim Wettbewerb „Band des Jahres“ am Popcollege teil.
Bild: Peter Fastl

Im Popcollege machen Experten Nachwuchsbands zu Profis

Scheinwerfer an und Bühne frei, hieß es am Wochenende für die Gewinner des Wettbewerbs „Band des Jahres“ der Zeitschrift Neue Szene. Als Belohnung erhielten die Gruppen „We guess“, „The Preset“, „AWA (Asi with Attitude)“ und „No Spam“ nämlich eine Einladung zum Popcollege. Dort sollen die Musikgruppen von erfahrenen Coaches auf dem Weg zur Professionalität begleitet werden.

„Wir wollten die talentierten jungen Gruppen nach ihren Siegen nicht alleine lassen, sondern ihnen helfen sich zu verbessern und ihnen Wissen für ihre Zukunft vermitteln“, erklärt Stefan Schleifer, Popkulturbeauftragter der Stadt. An zwei Wochenenden lernen die Bands von Trainern des Popcollege, wie man Liedtexte verfasst, wie man sich im Musikgeschäft verhalten muss und was es bei Verträgen mit Plattenfirmen zu beachten gibt.

„Wir sind sehr stolz, dass wir fürs Popcollege so namhafte Coaches gewinnen konnten“, sagt Michael Dannhauer, selbst Musiker und stellvertretender Schulleiter des „Downtown Music Institute Augsburg“. So erzählte Tom Körbler, Tontechniker für bekannte Bands wie „Tote Hosen“ oder „Beatsteaks“, den Nachwuchsmusikern, wie man einen Soundcheck richtig und zügig durchführt.

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Am Sonntag hatten die Bands dann die Gelegenheit, ihre Bühnenauftritte in der Kantine von Henning Rümenapp, dem Gitarristen der „Guano Apes“, analysieren zu lassen. Für Rümenapp, der seit 15 Jahren junge Musiker betreut, war es Ehrensache, beim Popcollege mitzuarbeiten.

„Stellt euch vor, ihr spielt ein richtiges Konzert vor einem großen Publikum“, sagt er den Bands, bevor es losgeht und eine nach der anderen eines ihrer Lieder auf der Bühne vorträgt. Anschließend winkt er alle Musiker zusammen, lässt die Gruppen ihre Auftritte gegenseitig bewerten und gibt ihnen wertvolle Tipps, wie sie sich auf der Bühne besser verhalten können. „Die Ratschläge der Experten helfen wirklich, da sie viele Dinge erkennen, die normalen Leuten nicht auffallen würden“, freuen sich die Musiker über die Kritiken.

Das Popcollege soll der Auftakt für viele neue Aktionen in der Augsburger Musik-Nachwuchsarbeit sein. „Für die Zukunft haben wir noch einiges vor“, verspricht Stefan Schleifer.

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