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Augsburg
06.08.2019

Bald werden Flüchtlinge in diesem Gebäude in Lechhausen registriert

In dieses Gebäude im Gewerbegebiet Lechhausen zieht das neue Ankerverwaltungszentrum ein. Startschuss ist zum Jahreswechsel.
Foto: Silvio Wyszengrad

Ein ehemaliges Weltbild-Gebäude im Gewerbegebiet wird das neue Ankerverwaltungszentrum in Augsburg. Asylbewerber bleiben nur kurz, sie werden an andere Orte verteilt.

Das braune Gebäude im Lechhauser Gewerbegebiet gehörte früher der Verlagsgruppe Weltbild. Seit einigen Jahren steht der Gebäudekomplex in der Aindlinger Straße leer. Im Umfeld gibt es weitere Firmen, Wohnhäuser sind nicht in der Gegend. Das Gebäude mit der Hausnummer 16 wird ab Jahreswechsel wieder belebt sein. Es dient als Verwaltungszentrum für ankommende Asylbewerber. Die Regierung von Schwaben, die für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist, wird an diesem Standort ein Anker-Behördenzentrum einrichten.

Neu eingetroffene Flüchtlinge werden hier registriert. Sie bleiben nur kurze Zeit. Der längste Zeitraum dürfte sein, wenn ein Asylbewerber an einem Freitag ankommt und dann über das Wochenende bleibt. Denn der weitere Weg im Verfahren ist bereits vorgegeben: Flüchtlinge, die in Lechhausen ankommen, werden auf sieben andere Einrichtungen in Schwaben verteilt. Hier bleiben sie dann für eine längere Zeit.

Flüchtlinge: Augsburg hat bald drei Zweigstellen

Drei dieser Anker-Zweigstellen sind in Augsburg. Zwei davon gibt es bereits. Eine ist in Inningen, die andere wurde im November 2018 am Kobelweg in Kriegshaber bezogen. Die dritte Einrichtung ist an der Berliner Allee im Stadtteil Herrenbach. Hier leben bereits Flüchtlinge. Noch ist das Areal als Gemeinschaftsunterkunft konzipiert. Das wird sich ändern. Künftig werden hier Familien mit schulpflichtigen Kindern untergebracht. Die Kinder werden den Unterricht in Containern besuchen, die noch eigens aufgestellt werden.

Das neue Verwaltungszentrum in Lechhausen ist die Antwort der Regierung von Schwaben auf das Aus der großen Ankereinrichtung in Donauwörth mit mehreren hundert Flüchtlingen. Zum Jahresende schließt das Ankerzentrum dort. Ab dann übernimmt Augsburg die Erstbetreuung ankommender Flüchtlinge. Wegen festgelegter Verteilungsregeln ist absehbar, dass Schwaben weiterhin für Asylbewerber aus der Türkei, Nigeria und Gambia zuständig ist.

Lechhausen wird als Notquartier eingestuft

In der Aindlinger Straße werden wohl höchstens 50 Flüchtlinge zeitgleich ein Notquartier finden. Dies sagte am Dienstag Regierungspräsident Erwin Lohner bei einem Besuch von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Lechhausen. Der CSU-Politiker, der an diesem Tag mit Landtagsjournalisten unterwegs war, schaute sich eine halbe Stunde im Gebäudekomplex um.

Innenminister Joachim Herrmann schaute sich am Dienstag vor Ort um.
Foto: Silvio Wyszengrad

Im eingezäunten Gebäude werden wohl 40 Mitarbeiter unterschiedlicher Stellen die Flüchtlinge betreuen. Ein Sicherheitsdienst gehört dazu. Eine ständige Präsenz der Polizei ist nicht vorgesehen. Beamte der Polizeiinspektion Ost (Lechhausen) decken diesen Bereich ab. Für sie steht im Gebäude ein Raum zur Verfügung, sollte die Polizei tatsächlich einmal gerufen werden. Polizeipräsident Michael Schwald geht allerdings davon aus, dass es im Verwaltungszentrum aus polizeilicher Sicht keine Probleme geben werde.

Die Regierung will vor dem Start noch eine Informationsveranstaltung mit Anliegern organisieren.

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