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Augsburg
29.07.2021

Kinder gegen Corona impfen lassen? Eltern sind verunsichert

Viele Eltern sind sich unsicher, ob sie ihre jugendlichen Kinder gegen das Coronavirus impfen lassen sollen.
Foto: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Plus In Augsburger Kinderarztpraxen dominiert bei Gesprächen gerade ein Thema. Doch einfache Antworten haben auch die Mediziner und Medizinerinnen nicht.

Täglich um die zehn Beratungsgespräche zur Corona-Impfung führt Kinder- und Jugendarzt Dr. Johannes Weigel momentan in seiner Praxis in der Innenstadt. Die Nachfrage zum Thema sei groß, sagt er. Auch andere Kinder- und Jugendärzte in Augsburg und der Region sind mit dem Thema vertraut: "Die Eltern befinden sich in einem Zwiespalt zwischen der Frage nach dem Risiko durch die Krankheit und einem möglichen Risiko durch den Impfstoff", fasst Dr. Christian Voigt aus Stadtbergen zusammen. Väter und Mütter suchten nach Orientierung, nur wenige kämen bereits mit dem festen Entschluss, ihr Kind gegen Covid impfen zu lassen. Voigt betont, dass man Eltern "offen" beraten würde. Einfach sei die Entscheidung für sie und die Jugendlichen sicher nicht.

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31.07.2021

Solange es zig-Millionen nicht geimpfte Erwachsene gibt, denen es mit zig-Milliarden Euro in der Pandemie bequem gemacht wird, werden verantwortungsvolle Eltern ihre 12 bis 16 jährigen Kinder nicht gegen die Empfehlung der Stiko impfen lassen. Irgendwann ab 15 bis 16 wird dann ja die eigene Entscheidung des Jugendlichen relevant sein.

Machen wir uns nichts vor - Impfstoff ist da (wenn auch Biontech nicht im Übermaß), die Ausreden (sozial, kulturell, blabla) warum manche nicht impfen sind erschöpft und nun sucht der Staat für die Herdenimmunität den Weg des vermeintlich geringsten Widerstandes über die Kinder und die Schulen.

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30.07.2021

Sehr geehrter Jörg S.
wie ich lese sind Sie ja ein absoluter Impfbefürworter.
Aber wenn ich Ihre Aussage richtig lese, dann sind Sie der Meinung, alle die sich nicht impfen haben lassen, werden die kommenden Monate Corona bekommen?
Bislang wurden in DE 3.766.765 Menschen positiv getestet. Wie viele schwer krank waren, nur leichte Symptome hatten oder gar keine ist nicht bekannt. Bitte jetzt nicht mit der Überlastung der Intensivbetten kommen, denn dies ist nachweislich nicht wirklich so gewesen!!
50% sind geimpft, bedeutet also, die kommenden Monate erkranken +/- 35 Mio?
Sie klingen wie Wieler/Spahn und Lauterbach die sich hinstellen und predigen: alle die sich nicht impfen werden sich infizieren, nur um weiter Panik zu verbreiten und so versuchen die Impfquote nach oben zu bringen.
Dabei haben sich bislang weltweit "nur" knapp 3% der Bevölkerung infiziert und sind 0,05% der Weltbevölkerung an Corona gestorben.
Nur ein kurzer Gedanke:
die Grippe hat 2017/18 in nur 3 Monaten 25.100( wären +/-100.000 aufs Jahr) Tote gefordert, dies hat Corona zu keiner Zeit in DE geschafft, denn es muss differenziert werden. Und bitte bedenken, es wird immer noch aufaddiert und wurde nicht wie bei allen anderen Krankheiten am 01.01. wieder bei 0 gestartet!
Und trotz meiner Außenseitermeinung ist jeder Toter oder Corona Geschädigter einer zu viel!!! Aber nun alle die noch Zweifeln oder einfach Skeptischer sind wie andere zu verteufeln ist der falsche Weg.

Und zum Thema Kinder impfen:
die Kinder wurden 2x wöchentlich Zwangs getestet. Trotzdem konnte man ihnen nicht nachweisen die Treiber der Pandemie zu sein, da leider (Achtung Ironie!) viel zu wenig einen positive Test hatten. Trotz allem werden sie weiter so behandelt, müssen sich auch im Herbst, wenn es nach Söder geht, sogar dann tägl testen, Maske tragen und dürfen weiterhin nicht einfach Kind sein. Selbst an Erwachsenen nagt die Situation nach 1,5 Jahren und die werden schon lange nicht mehr zu Tests gezwungen.

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30.07.2021

"Nur ein kurzer Gedanke:
die Grippe hat 2017/18 in nur 3 Monaten 25.100( wären +/-100.000 aufs Jahr) Tote gefordert"

Nein, hat sie nicht. Diese Zahl wird von Anhängern der Leerdenker-Szene zwar immer wieder gerne kolportiert, falsch ist sie trotzdem. In der Grippesaison 2017/18 gab es genau 1.674 laborbestätigte Todesfälle durch Influenza, wobei man auch hier nicht unterscheiden kann, ob die Opfer mit oder an Influenza gestorben sind: https://influenza.rki.de/saisonberichte/2018.pdf

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31.07.2021

@Robert M. Sie ist nicht falsch, sondern basiert auf einer Schätzung auf Basis der Übersterblickkeit (Exzessmortalität). Die reinen Labor bestätigten Influenzafälle sind mit den Coronafällen nicht vergleichbar, da man in der Vergangenheit noch nie so extensiv auf bestimmte Krankheiten getestet hat (bisher weit über 60 Mio PCR-Tests in Deutschland und trotzdem "nur" 3,8 Mio davon positiv).

Das Problem "an/mit/im zeitlichen Zusammenhang"" ist natürlich vorhanden und wird sich nicht lösen können, außer jeder Verstorbene wird intensiv pathologisch untersucht.

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30.07.2021

Ich bin mir momentan unsicher, hätte ich ein Kind in dem entsprechenden Alter. In der StiKo sitzen ja schliesslich keine Deppen.

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30.07.2021

Die Impfexperten in USA, Kanada, Österreich usw. hätten dann keine Ahnung?
CDC (USA): CDC recommends everyone 12 years and older should get a COVID-19 vaccination to help protect against COVID-19.
In den USA sind bald 10 Millionen Kinder und Jugendliche mindestens einmal geimpft, das sollte langsam genügend Daten für die STIKO liefern.
Die Ausrede von Prof. Mertens (Stiko) in den USA wären halt mehr Kinder zu dick oder krank und deshalb eher gefährdet hätte nach seiner Logik zu einer CDC-Empfehlung nur für Übergewichtige und Vorerkrankte führen müssen.

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30.07.2021

Das habe ich nicht gesagt. Es gibt halt zwei wissenschaftliche Ansichten die sich im Detail unterscheiden. Das ist normal. Man wird nicht schon nach 18 Monaten sondern erst in einigen Jahren wissen was wirklich Sache ist, insbesondere was die Langzeitwirkung angeht.

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30.07.2021

Was hier eindeutig fehlt ist eine offene, ehrliche Kommunikation mit der Bevölkerung. Dazu würde es auch gehören z.B. die Quote der vollständig geimpften Menschen zu veröffentlichen, die dennoch an Corona gestorben sind. In diesem Informationsnebel wird nur auf Glaube, Vertrauen und Angst der Bevölkerung gesetzt. Deshalb sind viele Menschen zu Recht skeptisch und entscheiden sich vorerst oder endgültig gegen das Impfen. Ein Risiko, das nicht zu 100% transparant ist, kann auch niemand für sich selbst bewerten.

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30.07.2021

Es wird offen kommuniziert und Statistiken auch aus anderen westlichen Ländern sind öffentlich. Dass eine Impfung das Risiko nie auf 0 reduziert war immer klar. Auch andere medizinische Behandlungen sind nicht 100% erfolgreich und trotzdem ein der Abwägung besser als die Krankheit.
Die Risiken der aktuell verwendeten mRNA-Impfstoffe sind nach Millionen von Impfungen bekannt und in öffentlich zugänglichen Studien zu finden. Dabei hat sich der Nutzen der Impfung selbst für Jugendliche ab 12 Jahre erwiesen, selbst die Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern sind bei der Infektion 6 mal häufiger als nach der Impfung.
Wer nicht geimpft ist wird sich in den kommenden Monaten infizieren, neue Lockdowns soll es nicht geben, die Zahlen steigen schon jetzt und der Ausblick auf UK und die südlichen Staaten der USA zeigt was den Ungeimpften bevorsteht..
Dass 80-Jährige mit zweifacher Impfung bei einer Erkrankung ungefähr das Risiko von ungeimpften 50-Jährigen haben ist ein enormer Fortschritt.
Wie bei anderen Impfungen könnte ein Booster nach 6 oder 12 Monaten zu einem stärkeren und länger anhaltenden Schutz führen, die Studien dazu laufen und werden auch veröffentlicht. Für besonders gefährdete Ältere und Kranke dürfte es ab dem Herbst die dritte Impfung und damit eine Erhöhung des Schutzes auch gegen Delta geben.
Alle anderen Geimpften haben vorerst trotz der Mutanten einen sehr guten Schutz gegen schwere Erkrankung und sogar einen guten Schutz vor einer leichten Erkrankung.
Es ist unwahr, dass bei der Impfung auf Glaube gesetzt wird, vielmehr setzen Impfgegner auf Misstrauen und Falschmeldungen, um ihre nicht belegbaren Thesen zu verbreiten.

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