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Augsburg
16.10.2018

Lärm und Alkohol? So verlief der Sommer in Augsburg

Mit Aufklebern warb die Stadt vergangenes Jahr für einen sorgsamen Umgang mit dem Rathausplatz.
Foto: Silvio Wyszengrad

Die Stadt hatte sich 2017 einiges überlegt, um Alkoholgelage und Lärm auf Rathaus- und Elias-Holl-Platz zu unterbinden. Offenbar zeigte das Bemühen heuer Wirkung.

Der Sommer war wunderschön, der Herbst ist es bislang immer noch. Aber wie schön war es auf den städtischen Plätzen? Vergangenes Jahr standen Rathausplatz und Co. im Blickpunkt, als die Stadt gegen Alkoholgelage und zu laute Musik vorging. Hat sich die Lage nun entspannt?

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17.10.2018

Es reicht. "Zehn Fälle von Ruhestörung" am Elias-Holl-Platz ist schlicht unwahr – so wie vieles mehr auch! Ihre weichgespülte Berichterstattung und die Äußerungen der Stadt über den Elias-Holl-Platz werden unerträglich.

| 2018 war nur tagsüber besser |
Wir verfolgen seit Jahren ihre Artikel zum Elias-Holl-Platz und sind zunehmend enttäuscht, weil sie immer wieder teils große Probleme gar nicht oder eben beschönigt behandeln und diesem Fall schlicht falsche Politikeraussagen ungeprüft veröffentlichen. Allein wir waren nämlich in diesem Jahr bisher 21 Mal gezwungen – wohl gemerkt nur bei sehr starker – Ruhestörung die Polizei zu rufen und die anderen Anwohner können ähnliches berichten. Gerne sende ich Ihnen dazu die genauen Uhrzeiten, die sie bei der Polizei abgleichen können. Wir wohnen seit 8 Jahren am Elias-Holl-Platz und das Jahr 2018 war neben 2017 in den Abendstunden bisher das schlimmste.

| Verzerrte Wahrnehmung und Berichterstattung |
Es wird oft über den Elias-Holl-Platz oder "Elias-Hölle-Platz", wie von den Anwohnern genannt berichtet und teilweise auch im Namen der Anwohner. Dabei vermutet man ja, dass sie oder die Verantwortlichen der Stadt sich mit den Anwohnern austauschen und so die Beurteilungen über die Situation am Platz entstehen. Ein derartiger Austausch findet aber nicht statt. Stattdessen werden zum Beispiel das Empfinden ihrer Kollegen aus der Redaktion am Elias-Holl-Platz herangezogen oder die des Restaurants Ratskeller. Das ist unverantwortlich, weil sie abends oder nachts nicht mehr da sind und somit keine Ahnung davon haben, was hier am Platz eigentlich los ist und welchem Psychoterror die Anwohner ausgesetzt sind.

| Verbesserungsmaßnahmen ohne Rücksicht auf die Anwohner |
Natürlich sehen auch wir die Bemühungen der Stadt den Platz aufzuwerten und finden diese auch gut aber offensichtlich geht es ihnen nur darum den Platz tagsüber schön und friedlich zu halten, was dann Nachts z. B. mit dem Klavier oder den neuen kunstvollen Sitzelementen passiert, wird verschwiegen und die Presse - neben der Polizei die einzige Hoffnung der Anwohner - versäumt es diese Probleme klar zu benennen. 2017 hat sich das Ordnugsamt mit ihren Kontrollgängen am Platz sichtbar bemüht die eskalierende Lage im Griff zu bekommen. Wir haben uns mit ihnen ausgetauscht und sogar direkte Durchwahlen einzelner Mitarbeiter bekommen, sodass wir auch Abends das Ordnugsamt und nicht die Polizei rufen konnten. Das hat sich 2018 leider geändert und nun ist nachmittags oder abends beim Ordnungsamt telefonisch niemand mehr zu erreichen und wenn doch, wird man sehr schroff abgewiesen. Es stimmt, dass das Ordnungsamt den oberen Rathausplatz besser im Griff hat und oft sehen wir mehrere Mitarbeiter des Ordnungsamts oben am Platz stehen, leider machen sich diese aber seit 2018 nicht mehr die Mühe auch die Treppe runter zum Elias-Holl-Platz zu gehen und dort Präsenz zu zeigen. Das führt seit einigen Wochen dazu, dass sich die Gruppen die bisher oben am Rathausplatz aufgehalten haben nun zunehmend den Elias-Holl-Platz aufsuchen und sich da benehmen als hätten sie nichts zu befürchten. Somit haben wir das Problem, dass zu den Gruppen die bisher die Anwohner des Elias-Holl-Platzes terrorisiert haben nun noch weitere hinzu kommen, die sich bisher sonst am Rathausplatz aufgehalten haben.

| Drogen und Dealer |
Die gefühlte Narrenfreiheit am Platz führt seit einigen Wochen auch dazu, dass hier vermehrt Drogen konsumiert aber vor allem eben auch Drogen gedealt werden. Gekifft wurde hier schon immer, was zumindest für uns Anwohner bisher kein Problem darstellte, weil sich die Leute natürlich entsprechend bemüht haben nicht aufzufallen. Wo früher z.B. Studenten ihr Bier bei einem Joint getrunken haben und bei akzeptabler Lautstärke Musik gehört haben beobachten wir vermehrt sehr aggressiv und laut auftretende Gruppen die teils völlig unverdeckt dealen und danach nicht einmal die Furcht haben die Drogen direkt im Anschluss am Platz zu konsumieren. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht mehr nur noch um weiche Drogen, weil immer wieder auch zu beobachten ist, dass Substanzen durch die Nase gezogen werden.
Mindestens genauso beunruhigend sind Vorgänge bei denen offensichtlich Dealer oder Konsumenten mit ihren Autos vorfahren, ihre Geschäfte machen und sich noch ungestört unterhalten oder wie in einem ganz dreisten Fall noch den Motor aufheulen lassen um die laute Auspuffanlage zu demonstrieren.

| Direkte Drohungen |
Im Jahr 2017 haben einige Anwohner, darunter auch ich versucht mit den Gruppen direkt zu reden. Das machen wir seit 2018 allerdings nicht mehr, denn die meisten reagieren extrem aggressiv und werden, wie auch in meinem Fall gewalttätig (2x im Frühjahr 2018 mit Polizeieinsatz). Und spätestens nach der Messerstecherei vor einigen Monaten traut sich hier niemand mehr die anzusprechen.
Diese gescheiterten Kommunikationsversuche haben aber leider auch noch andere Folgen. Die Gruppen die sich für gewöhnlich in der Innenstadt aufhalten und mit denen es am Platz Probleme gibt, erkennen die Anwohner mittlerweile im Alltag und scheuen nicht davor zurück ihnen auf offener Straße zu drohen. Insbesondere die Anwohner mit Fenstern zum Platz sind natürlich sehr exponiert, sodass diese vor allem Nachts von den Randalierern leicht (wieder)erkennbar sind, wenn sie sich mal ans Fenster trauen. Ebenso kann man vom Platz aus natürlich leicht beobachten wer aus den Häusern in welche Autos aus und einsteigt. Das führte 2017 bei uns zunächst dazu, dass unsere Autos beschädigt wurden. Auf meiner Motorhaube wurde über die gesamte Größe der Anfangsbuchstabe meines Namens rein gekratzt. Meiner Frau wurden beide Außenspiegel abgerissen. Das können natürlich Zufälle sein, was uns allerdings auf dem Stadtfest 2018 passiert ist kann man so nicht mehr relativieren. Meine Frau und ich wurden in den Abendstunden vor der Bühne auf dem Rathausplatz von einer alkoholisierten Gruppe wiedererkannt. Diese bauten sich aggressiv vor uns auf und einer aus der Gruppe hat uns in gebrochenem Deutsch sinngemäß bedroht: "du rufst immer die Polizei aber die Polizei kann dich nicht immer beschützen". Über solche oder ähnliche Vorfälle können ihnen auch andere Anwohner des Elias-Holl-Platzes berichten. Ebenso mussten wir im Frühjahr 2018 ertragen, dass uns Jugendliche immer wieder mit einem Laserpointer in die Wohnung leuchteten oder Kieselsteine uns an die Fenster warfen.

Das hier ist nur ein kleiner, unverblümter Einblick in das Leben der Anwohner des Elias-Holl-Platzes. Diese Berichte lassen sich durch Protokolle, Fotos und unfassbaren Videos belegen. Es wäre uns geholfen, wenn wenigstens die Presse diese Probleme offen ansprechen würde, denn von der Stadt erwartet hier niemand mehr etwas.

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17.10.2018

Hallo Herr K.,

ich habe Ihnen eine E-Mail geschrieben.

Viele Grüße

Community-Management der Augsburger Allgemeinen
moderator@augsburger-allgemeine.de

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