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Foto: Silvio Wyszengrad
Foto: Silvio Wyszengrad

Die ehemalige Hindenburgkaserne in der Calmbergstraße wurde zuletzt als Asylbewerberunterkunft genutzt.

Augsburg
26.05.2021

Luxuswohnungen im Antonsviertel? Stadt sieht wenig Handhabe

Plus AiB-Stadtrat Bruno Marcon will eine Vergabe der Hindenburg-Kaserne in Augsburg an den Höchstbietenden verhindern. Doch das Gebäude gehört dem Freistaat.

Stadtrat Bruno Marcon (Augsburg in Bürgerhand) fordert einen Aufruf der Stadt an den Freistaat, die ehemalige Asylbewerberunterkunft in der Calmbergstraße nicht im Bieterverfahren zu vergeben, sondern eine sogenannte Konzeptvergabe durchzuführen. Dabei würde nicht zwingend der Investor zum Zuge kommen, der am meisten Geld bietet, sondern der, der ein überzeugendes Konzept etwa nach sozialen oder ökologischen Gesichtspunkten vorlegt. Marcon wünscht sich, dass in dem denkmalgeschützten Nordflügel der ehemaligen Hindenburg-Kaserne bezahlbare Wohnungen entstünden. Zuletzt gab es auch eine Demonstration von 100 Anwohnern, die eine Veränderung des Viertels und der Bewohnerschaft durch Luxuswohnungen fürchten.

Hindenburg-Kaserne in Augsburg ist sanierungsbedürftig

Im Stadtrat kam Marcon mit seinem Antrag aber nicht durch. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) wies darauf hin, dass der Landtag der Vergabe im Bieterverfahren zugestimmt habe. Die Stadt werde sich aber die Unterlagen zum Verfahren anschauen, sobald diese veröffentlicht sind. Theoretisch könnte die Stadt dann selbst mitbieten.

Der Freistaat will das Gebäude in Erbpacht vergeben. Mit dem Start des Vergabeverfahrens wird Ende des zweiten/Anfang des dritten Quartals gerechnet. Weber machte aber darauf aufmerksam, dass das Gebäude augenscheinlich sehr sanierungsbedürftig sei. "Dann muss man überlegen, ob man viel Geld aufwenden will, um das Gebäude zu sanieren." Womöglich lasse sich dieses Geld an anderer Stelle bei der Schaffung bezahlbarer Wohnungen effektiver einsetzen. (skro)

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