Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

Newsticker
Russische Polizei nimmt Hunderte Teilnehmer bei Anti-Kriegs-Protesten fest
  1. Startseite
  2. Augsburg
  3. Augsburg: Michael Grandel ist tot: Er war mehr als ein Unternehmer

Augsburg
03.09.2019

Michael Grandel ist tot: Er war mehr als ein Unternehmer

Der Augsburger Unternehmer Michael Grandel ist tot. Er starb überraschend im Alter von 65 Jahren.
Foto: Silvio Wyszengrad

Der Chef der Augsburger Kosmetikfirma Dr. Grandel ist gestorben. Michael Grandel war mehr als ein erfolgreicher Unternehmer. Er liebte das Leben und die Menschen.

Es waren Begegnungen, die oftmals mit einem kurzen persönlichen Gespräch verbunden waren. Sei es in den Gassen der Augsburger Altstadt in der Nähe seines Geschäfts oder mittags auf dem Stadtmarkt, wo Michael Grandel gerne verweilte. Der Chef des gleichnamigen Augsburger Kosmetikunternehmens Dr. Grandel war ein Unternehmer, der Augsburg schätzte, sich in dieser Stadt wohlfühlte und sich auch abseits des Geschäftslebens engagierte. Nun ist er überraschend gestorben.

Seit jeher steht die Marke "Dr. Grandel" für Schönheit und Pflege. Die Cremes, Wirkstoffampullen und Kosmetika, angefertigt in Augsburg, werden in rund 50 Länder geliefert. Insgesamt beschäftigt Grandel 240 Mitarbeiter. Erst im Herbst vergangenen Jahres weihte der Unternehmer mit der markanten Brille seine neu gebaute „Beautyness-Manufaktur“ in Augsburg ein. Elf Millionen Euro hatte er investiert.

Im Herbst 2018 lud Michael Grandel mit Tochter Ariane und Ehefrau Imelda zur Eröffnung der neuen Beautyness-Manufaktur in Augsburg ein.
Foto: Archivbild: Silvio Wyszengrad

Michael Grandel liebte Eishockey, Ballett und die Natur

Michael Grandel war nicht nur Unternehmer mit Herzblut. Er engagierte sich in der Gesellschaft. Der Liebhaber des Balletts förderte das Staatstheater, er war Rotarier und ein großer Fan des Eishockeyvereins Augsburger Panther. Ebenso schätzte der Vater einer erwachsenen Tochter die Ruhe. Er liebte es, wie er einmal sagte, stundenlang durch die Westlichen Wälder zu spazieren, ohne einen Ton zu sprechen. Schon als Kind war Grandel mit der Natur stark verbunden.

In einem Interview erzählte er einst, dass er im Alter von acht Jahren auf Streifzüge durch die Augsburger Lechauen ging. Er sammelte Johanniskraut. Daraus produzierte der Augsburger sein erstes kosmetisches Produkt: ein Massageöl. Michael Grandel war ein kreativer Mensch. Das zeigte sich auch in seinem Kleidungsstil. Anzüge mit auffälligen Farben und ausgefallenen Mustern waren sein Ding.

Das Talent und den Mut für besondere Marketingmethoden hatte Grandel vom Vater geerbt. Felix Grandel hatte die Firma im Jahr 1947 gegründet – damals unter dem Namen Keimdiät GmbH. Weil Nahrungsergänzungsmittel in der Nachkriegszeit weniger Anklang fanden als gewünscht, schaltete Felix Grandel Ende der 50er Jahre von seinem letzten Geld Werbeanzeigen auf der Titelseite der Bild. „Das war mehr als mutig und letztlich der Durchbruch“, berichtete Michael Grandel später.

Grandel führte das Unternehmen in Augsburg weiter

Vor 40 Jahren trat er ins Unternehmen ein. Im Jahr 1985 wurde der Diplomökonom zum alleinigen Geschäftsführer. Grandel führte die Firma immer mit Weitsicht. Bereits vor gut zwei Jahren leitete er den anstehenden Generationenübergang ein. Wie eine Unternehmenssprecherin nun nach seinem Tod mitteilt, ist der neue Geschäftsführer ab sofort Michael Grandels Neffe Gabriel Duttler. Zusammen mit Grandels Tochter Ariane Grandel wird er das Familienunternehmen in die dritte Generation führen.

Grandels Engagement war nicht nur auf die eigene Firma beschränkt. Seit vielen Jahren konnte die Industrie- und Handelskammer auf seine Dienste zählen. In diesem Jahr wurde Grandel als IHK-Vizepräsident im Amt bestätigt. Darüber hinaus engagierte er sich im Hochschulrat der Hochschule Augsburg und war auch Vorsitzender. Er machte sich sehr für das Programm der Deutschlandstipendien stark. Talentierten Studenten wurde so zu einer Förderung verholfen. Als Dank für sein Engagement wurde Grandel zum Ehrensenator der Hochschule ernannt.

Michael Grandel interessierte sich für seine Mitmenschen. Auch privat begeisterte er mit seiner offenen, gewinnenden Art. Freunde, die ihn gerne „Mike“ nannten, bescheinigen ihm eine große Herzlichkeit, Zuverlässigkeit und vor allem Authentizität. „Mike Grandel hatte eine Mischung aus Perfektionismus und unbändiger Lebensfreude, wie ich sie noch nie bei einem Menschen erlebt habe“, erinnert sich ein jahrelanger Freund. „Er konnte eine Dreiviertelstunde über die Farbe Lila erzählen und über die Pflanzen, aus deren Extrakten sie hergestellt wurde.“ Zugleich habe der Fan der Augsburger Panther aber auch in den Eishockeyspielen gesessen und die Spieler unermüdlich mit einer Ratsche angefeuert. „Da konnte er sich freuen wie ein Kind.“ Am liebsten war dem Unternehmer und Familienmensch Grandel, wenn er Ehefrau Imelda und Tochter Ariane an seiner Seite hatte.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den Inhalt von Facebook anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Meta Platforms Ireland Limited Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt für Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereits währenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.  –  Datenschutzerklärung

Seinen Freunden und Bekannten schickte Grandel eine Nachricht

Noch im Frühjahr luden die Grandels anlässlich seines 65. Geburtstags Familie und Freunde zu einer außergewöhnlichen Party ein. Unter dem Motto „Raumschiff Surprise“ feierte der Unternehmer in einem futuristisch dekorierten Hotelsaal in Augsburgs Innenstadt. Seine Gäste kamen als Aliens, Spocks oder Skywalker verkleidet. Er selbst blieb im Smoking. „Ich war eine Art Zirkusdirektor“, erzählte er damals und lachte.

Vor wenigen Wochen erst schrieb er Freunden und Bekannten eine Handynachricht. Dass er sich jetzt in einer neuen Position befinde und gegen eine Krankheit ankämpfe, teilte er mit. Er verlor den Kampf. Michael Grandel starb in der Nacht auf Montag. Augsburg trauert nicht nur um eine große Unternehmerpersönlichkeit, sondern auch um den Privatmenschen Michael Grandel. Die Begegnungen mit ihm werden vielen in Erinnerung bleiben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

03.09.2019

Ich durfte ihn vor langer Zeit kennenlernen. Ein imponierender Mensch.

Permalink