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Augsburg
08.09.2021

Nach Prügelattacke in Park: Vier junge Augsburger angeklagt

Ein 16-Jähriger ist im Juli in Augsburg von mehreren Jugendlichen zusammengeschlagen worden.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Vier Jugendliche sollen in einem Park in Augsburg-Kriegshaber einen 17-Jährigen krankenhausreif geprügelt haben. Eine Zeugin hatte den Angriff gefilmt.

Es klingt nach einem Gewaltexzess: Ein 17-jähriger Jugendlicher ist Mitte Juli im Augsburger Stadtteil Kriegshaber brutal mit Faustschlägen und Fußtritten zusammengeschlagen worden. Er musste danach stationär im Krankenhaus behandelt werden. Nun hat die Staatsanwaltschaft vier 16-jährige Jugendliche angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, gemeinsam den Jugendlichen attackiert zu haben – laut der Anklage "ohne erkennbaren Grund". Sie sollen sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Die Tat spielte sich abends in einer Grünanlage in der Madisonstraße ab. Die Ermittler gehen davon aus, dass die vier Angreifer den 17-Jährigen zunächst umringt und dann mit Faustschlägen und Fußtritten so attackiert haben, dass er nach einem gezielten Faustschlag schließlich zu Boden ging. Zwei der Jugendlichen sollen weiter auf den am Boden liegenden Jugendlichen eingeschlagen haben, wobei sie von einem der mutmaßlichen Mittäter angefeuert worden sein sollen. Zwischen diesen Schlägen soll der vierte Jugendliche mit dem Fuß massiv gegen den Kopf getreten haben. Die Staatsanwaltschaft wertet das Verhalten aller vier Jugendlichen als gefährliche Körperverletzung. Weil die Ermittler in der Wohnung eines Verdächtigen ein verbotenes Springmesser fanden, ist er zudem wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt worden.

Angriff in Park: Video lieferte der Augsburger Polizei wichtige Hinweise

Passanten hatten sich nach dem Vorfall um den benommen am Boden liegenden 17-Jährigen gekümmert und die Polizei alarmiert. Eine zufällig anwesende Zeugin hatte ein Video von der Tat gemacht. Die Polizei konnten mithilfe der Aufnahmen die Tatverdächtige noch im näheren Umfeld des Tatortes stoppen. Anfang August kamen dann drei der Verdächtigen in Untersuchungshaft.

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