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Augsburg: Rätsel um Toten aus Stadtwald: Eine Möglichkeit löst sich im Nichts auf

Augsburg

Rätsel um Toten aus Stadtwald: Eine Möglichkeit löst sich im Nichts auf

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    Die Identität der männlichen Leiche aus dem Augsburger Stadtwald ist nach wie vor ungeklärt. Symbolbild
    Die Identität der männlichen Leiche aus dem Augsburger Stadtwald ist nach wie vor ungeklärt. Symbolbild Foto: Anne Wall

    "Wir wissen nichts Neues", sagt Polizeisprecher Stefan Hackl. Wohl gerne würde er eine andere Nachricht über den unbekannten Toten aus dem Augsburger Stadtwald überbringen, aber er kann es nicht. "Es gib keinerlei Hinweise, die uns in dem Fall weitergebracht haben, auch nicht zu der auffälligen Kobra-Tätowierung des Mannes."

    Eine Spaziergängerin hatte die männliche Leiche am Freitag, 24. Oktober, in der Schießplatzheide im Haunstetter Wald gefunden. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sich der Mann selbst das Leben genommen hat. Zur Identität gibt es aber kaum Hinweise. Bislang scheint der Mann auch nicht vermisst zu werden. Zumindest liegt keine Vermisstenanzeige vor.

    Tote aus dem Stadtwald: Auch ein Fall für Aktenzeichen XY?

    Der Fall erinnert an die tote Frau, die im Juni von Bootsfahrern im Lech gefunden wurde. Auch da war die Identität lange Zeit nicht klar. Schließlich wurde ihr Fall im September bei Aktenzeichen XY ausgestrahlt. Prompt meldete sich eine Frau aus dem Raum Frankfurt. Sie gab der Polizei den entscheidenden Hinweis, dass es sich bei der Leiche um eine Verwandte aus Augsburg handeln könnte. Die Identität der Toten war dann schnell geklärt. Es handelte sich um eine alleinstehende Rentnerin aus Siebenbürgen/Rumänien, die schon mehrere Jahre in Augsburg lebte. Und das sehr zurückgezogen.

    Ob die Augsburger Kripo sich letztendlich auch im Fall des Toten aus dem Stadtwald an Aktenzeichen XY wenden werde? "Das ist das letzte Mittel, das man einsetzen kann, wenn man am Ende seiner Möglichkeiten ist", berichtet Polizeisprecher Hackl.  Im Vergleich zum aktuellen Fall sei bei der Frau mehr Zeit vergangen, bis man sich an das ZDF wandte. Zeit, in der die Ermittlungen und Untersuchungen voran schreiten konnten.  Wie etwa die sogenannte Isotopenanalyse. Bei dieser aufwendigen Untersuchung geht es darum, bestimmte chemische Elemente genau zu analysieren, die vom Körper durch Nahrung, Luft und Wasser aufgenommen werden. So wird herausgefunden, in welcher Region sich ein Mensch aufgehalten hat. Im Fall der toten Frau kam heraus: Sie muss ein Jahr in Süddeutschland gelebt haben. Die Isotopenanalyse, die Spezialisten des Landeskriminalamtes durchführen, steht im Fall der unbekannten Leiche aus dem Stadtwald noch an.

    Lebte der Unbekannte etwa im Augsburger Stadtwald?

    Bei solch kniffligen Fällen müssen die Ermittler sämtliche Möglichkeiten abklopfen. Wie der Polizeisprecher berichtet, war eine Eventualität, dass der Mann in dem Augsburger Stadtwald gelebt haben könnte. Doch auch diese zerschlug sich. "Es wurden sogar Beobachtungen aus der Luft gemacht. Aber auch das ergab nichts."

    Bei dem Toten seien alle objektiven Daten, wie etwa Zahnschema, Fotos und die DNA, erhoben worden. "Letztendlich schnüren wir ein Infopaket über den Menschen zusammen, das als Datei an das Landeskriminalamt übergeben wird", erklärt Stefan Hackl das Vorgehen seiner Kollegen. "Dann können die Daten in fast ganz Europa abgeglichen werden." Das erlaubt den Umkehrschluss, dass der Tote aus dem Stadtwald offenbar bislang über Deutschlands Grenzen hinaus von niemandem vermisst wird. "Dabei sollte es doch immer irgendwo einen Menschen geben, der sagt, da fehlt jemand", gibt Hackl zu Bedenken.

    Foto des Toten: Tätowierung in Form einer Kobra

    Die Polizei hatte bereits vor Wochen ein Bild des Toten veröffentlicht (zum Foto). Die detaillierte Beschreibung: Der Tote war 1,74 Meter groß und wog zwischen 65 und 70 Kilo. Er hatte dunkle kurze Haare, einen Vollbart und grün-blaue Augen. An seinem linken Oberarm trug er eine Tätowierung in Form einer Kobra. Der Tote trug eine weiße Jacke, eine dunkelblaue Jogginghose, eine weiße Fleece-Mütze und hellbraune halbhohe Wildlederschuhe.

    Wer den Mann kennt, soll sich an die Kripo unter Telefon 0821/323-3810 wenden. Auch Zeugen, die gesehen haben, wie der Mann in den Wald ging, werden gebeten, sich zu melden.

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