Newsticker
EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Augsburg: Tuiach und die Brauns wissen, wie der Augsburger tickt

Augsburg
15.10.2019

Tuiach und die Brauns wissen, wie der Augsburger tickt

Herr und Frau Braun nehmen Geisterfahrer Silvano Tuiach in die Mitte. Das Trio ist ab Sonntag wieder gemeinsam auf Tour.
Foto: Rolf Störmann

Die Kabarettisten gehen wieder gemeinsam auf Tour. Ihr Programm „Nix für Unguat!“ startet am Sonntag.

Silvano Tuiach und Herr und Frau Braun alias Roland Krabbe und Gabriela Koch sind alte Hasen. Die Kabarettisten stehen seit Jahrzehnten auf der Bühne und nehmen sich dabei vor allem einer bestimmten Spezies an: dem Schwaben im Allgemeinen und dem Augsburger im Besonderen. Abendfüllende Programme gibt der Menschenschlag her. Das haben Silvano Tuiach und Herr und Frau Braun in all den Jahren bewiesen und werden sich ihm auch in ihrem neuen Programm „Nix für Unguat!“ widmen.

Los geht es am Sonntag, 20. Oktober, im Spectrum. 14 Termine stehen bis zum Frühjahr in Augsburg und der Region fest – unter anderem tritt das Trio am 26. Dezember im Barbarasaal (19 Uhr), am 31. Dezember im Barbarasaal (18 Uhr) und am 18. Januar im Gögginger Kurhaus (19.30 Uhr) auf.

Über Roboter als Pflegekräfte und Gender-Wahnsinn

In ihrem Programm versetzen sie sich ins Jahr 2039, in die Zeit, in der die letzten Katholiken aus der Kirche ausgetreten sind. Sie blicken ins Altenheim, wo Roboter als Pflegekräfte eingesetzt werden, und sagen auch etwas zum „Gender-Wahnsinn“. Die Themen scheinen Silvano Tuiach und Herr und Frau Braun nie auszugehen. 2017 haben sie sich wieder zu einem gemeinsamen Programm zusammengefunden. Bereits 1993 hatten sie gemeinsam das Publikum zum Lachen gebracht, 2001 kam es zu einer Neuauflage. Nachdem sie 2017 und 2018 gemeinsam wieder eine „tolle Saison“ hatten und gut vom Publikum angenommen wurden, entschieden sie sich zu einer weiteren Tour.

Sie stehen für Vielfalt. Während Silvano Tuiach das klassische Stand-up präferiert, bevorzugen Herr und Frau Braun den Sketch. „Wir sind als Trio schon etwas Besonderes. Inzwischen gibt es ja nicht einmal mehr Duos. 90 Prozent der Kabarettisten, wie Monika Gruber oder Martina Schwarzmann, treten als Solo-Künstler auf“, sagt Gabriela Koch. Sie würden sich gut ergänzen.

Neue Ideen und Klassiker: Ein Wiedersehen mit Herrn Ranzmayr

Für die Inhalte ihrer neuen Tour haben sie sich zu einer dreitägigen Klausur zurückgezogen. Dort kommen sie auf neue Ideen. Es werden beispielsweise deutsche Märchen parodiert und aktualisiert. Herr und Frau Braun zeigen Duos der Weltliteratur. Ob Adam und Eva, Robinson und Freitag oder Romeo und Julia – Roland Krabbe und Gabriela Koch finden ihre ganz eigene Interpretation der Personen. Aber natürlich gibt es auch Klassiker des Trios zu sehen. Silvano Tuiach wird wieder in die Rolle des Herrn Ranzmayr schlüpfen. Natürlich geht es dann auch um seine Frau und die Ehe an sich. Herr Braun wird als Professor den Augsburger unter die Lupe nehmen. Nach dessen Anatomie und seinem Gehirn sind in diesem Programm dessen Verhaltensweisen an der Reihe. „Daneben kommen wie immer tagesaktuelle Themen dran“, betont Silvano Tuiach. Gemeinsam bringen die drei Kabarettisten viel Bühnenerfahrung mit, wissen, was beim Publikum ankommt und was eher nicht. „Sketche zur Lokalpolitik kommen komischerweise gar nicht so gut an“, sagt Gabriela Koch. Dennoch kommt es ab und zu vor, dass sie einen Sketch schreiben, der dann bei den Zuschauern komplett durchfällt und nach den ersten Auftritten aussortiert wird. „Da gab es schon Sachen, die wir moardslustig fanden. Das Publikum aber nicht“, berichtet Silvano Tuiach. Etwa bei einem Sketch über den Augsburger Zoo, wo der Affe, der in der Trigema-Werbung zu sehen war, eine Rolle spielte. Nur war der Affe offensichtlich nicht allen Zuschauern bekannt.

Der „Respekt vorm Publikum“ ist ihnen in all den Jahren erhalten geblieben, betont Roland Krabbe. Interessieren würde es ihn, welchen Blick ein junger Augsburger Kabarettist auf den Schwaben hätte. „Allerdings gibt es den nicht“, sagt er.

Karten gibt es im Internet oder im AZ-Kartenservice, Maxstraße 3.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

17.10.2019

Im Vergleich zu meinem Onkel ist Herr Ranzmeier noch harmlos... Die Augsburger würden vor Lachen abbrechen wenn der loslegt!

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren