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Augsburg
23.04.2016

Verschwendung? Eine Bodenampel für Handy-Nutzer kostet 10.000 Euro

Blinklichter warnen an der Haunstetter Straße vor einfahreneden Straßenbahnen. Es ist ein Pilotprojekt.
Foto: SWA

Lichtsignale sollen Handynutzer in Augsburg warnen. Sie werden gerade an der Haltestelle Haunstetter Straße getestet. Sind sie Verschwendung? Die Stadtwerke rechtfertigen sich.

Die von den Stadtwerken testweise eingeführten „Bodenampeln“ an den Haltestellen Haunstetter Straße und Von-Parseval-Straße kosten pro Stück um die 10.000 Euro. Das teilten die Stadtwerke auf Anfrage mit. Die Verkehrsbetriebe wollen so vor allem Handynutzer sensibilisieren, die an Haltestellen aufs Display ihres Smartphones starren statt auf den Verkehr zu achten.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.04.2016

Das Grundproblem in Bezug auf dieses Thema ist nach meiner Meinung dass die Stadtwerke damit ganz offen zum Ausdruck bringen dass sie es als unvermeidlich ansehen dass manche Smartphone-Besitzer sich zwangsläufig auch Smartphone-nutzend durch ihr Umfeld bewegen ohne ihre Sinnesorgane dafür zu benutzen eine Gefährdung für sich selbst und andere zu vermeiden.

Nun mag durch die LEDs an machen Haltestellen ja das Unfall-Risiko bzgl. der Tram tatsächlich gemindert werden. Aber es gibt eben auch unzählige Stellen an denen durch die Nutzung von Smartphone und Kopfhörern eine mindestens ebenso große Gefahr für die in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigten besteht, ohne dass dort entsprechend gewarnt wird oder zukünftig gewarnt werden könnte.

Im Übrigen hinkt auch der Vergleich der SWA mit der dritten Bremsleuchte: die wesentlich höher angebrachte dritte Bremsleuchte ist ggf. von hinten auch dann sichtbar wenn die beiden seitlichen Bremsleuchten nicht zu sehen sind und gibt den nachfolgenden dadurch mehr Reaktionszeit. Die rote Ampel ist aber für Fußgänger gut sichtbar, vorausgesetzt sie blicken nicht auf ihr Smartphone.

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23.04.2016

Das Grundproblem an der Haltestelle Haunstetter Straße bleibt; die Haltestellenbereiche befinden sich in jeweiliger Fahrtrichtung gesehen nach dem Überweg - so ist die Tram bei der Passage des Überwegs noch relativ schnell. Die Planer der Stadtwerke wollten das damals beim Bau unbedingt so haben; dabei ist es anders angeordnet viel sicherer. Der Überweg muss nach der Haltestelle kommen - so fährt die Tram am Überweg erst an und evtl. Unfallfolgen sind viel milder.

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Bezüglich der Bodenampeln gibt es schon die Sorge, dass sich mancher daran gewöhnt und er dann an einer anderen Haltestelle sein Leben verliert.

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Und gegen das häufige gezielte Überqueren bei Rotlicht (wg. Anschlüssen Tram <> Bahn) hilft zusätzliches Rotlicht auch nicht weiter. Es bleibt das klassische Risiko, dass nur eine Richtung beachtet wird und man die Tram in der Gegenrichtung übersieht.

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Fazit: Als Notmaßnahme an diesem neuralgischem Punkt im Netz in Ordnung. Die Verhältnisse dort können aber durchaus so beengt und gefährlich wie am Kö vor dem Umbau gesehen werden. Im Zuge der Verlängerung der 3er nach Königsbrunn sollte hier umgebaut werden. Die bereits erfolgte Reduzierung der Autofahrspuren gibt hier Räume die damals noch nicht vorhanden waren.

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