Newsticker
RKI meldet 10.696 Corona-Neuinfektionen und 115 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Augsburg: Wer sind meine Eltern?

Augsburg
18.02.2016

Wer sind meine Eltern?

Mit 20 erfuhr Vladimir Schuster, dass er adoptiert ist. Das war ein Schlag. Nun gründet er eine Gruppe für erwachsene Adoptierte.

Irgendwie war da immer diese Ungewissheit im Leben von Vladimir Schuster*. Er sah so ganz anders aus als seine Eltern. Oft sprachen Leute ihn drauf an. „Ist halt so“, meinten seine Eltern dann. Sie sind Deutsche aus Kasachstan, die Ende der 90er Jahre als Spätaussiedler nach Deutschland kamen – helle Haare, helle Haut, nicht besonders groß. Vladimir ist groß. Und er ist ein dunkler Typ mit orientalisch anmutender Augenpartie. Als er 16 war, hielt er die Ungewissheit nicht mehr aus, fragte seine Mutter: „Bin ich adoptiert?“ Sie reagierte entsetzt. Wie er so etwas glauben könne. „Wir sind deine Eltern.“ Als er 21 war, sagte sie ihm doch die Wahrheit, an Weihnachten, nachdem es einen Familienstreit gegeben hatte. „Es war ein Schlag“, sagt Vladimir Schuster. „Man fühlt sich seiner Identität beraubt.“ Seitdem geht dem Studenten das Thema nicht mehr aus dem Kopf, er recherchierte im Internet, suchte andere mit ähnlichem Schicksal. Jetzt gründet er eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Adoptierte.

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.