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Bewerbung

02.05.2015

Augsburg bald Weltkulturerbe?

Der alte Wasserturm an der Kahnfahrt gehört zum historischen Wassersystem Augsburgs, das bis in die Römerzeit zurückgeht. Mit dem Thema bewirbt sich die Stadt ums Weltkulturerbe.
Bild: Annette Zoepf

Die historische Wasserwirtschaft geht 2018 bei der Unesco als deutscher Beitrag ins Rennen. Das bedeutet erst einmal viel Arbeit

Seit Donnerstag ist es amtlich: Augsburg soll Weltkulturerbe werden. 2018 wird die historische Wasserwirtschaft als deutscher Beitrag ins Rennen gehen. Es ist ein wichtiger Etappensieg für die Stadt, auf die nun einiges an Arbeit zukommt.

Die historische Wasserwirtschaft Augsburgs soll 2018 der Unesco als Weltkulturerbe vorgeschlagen werden. Die Kultusministerkonferenz (KMK) habe mitgeteilt, dass der Augsburger Antrag „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst“ am 1. Februar 2018 als deutscher Beitrag für die Welterbeliste nominiert werden soll, berichtet die Stadt.

Gut zwei Jahre hat Augsburg nun Zeit, einen vollständigen Bewerbungsantrag auszuarbeiten und beim bayerischen Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst vorzulegen. Zudem müsse sich die Stadt sehr bald mit dem „Management eines potenziellen Welterbes“ beschäftigen, wie Kulturreferent Thomas Weitzel am Donnerstag betonte. „Da geht es um die Ausweisung von Kern- und Schutzzonen für das Objekt, Besucherkonzepte, den Umgang mit einem Welterbe und dessen dauerhaften Schutz.“

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Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen, gibt es übrigens schon kommende Woche. Bereits am Dienstag kommt eine Gruppe von rund 15 Unesco-Botschaftern auf ihrer Informationsreise durch Deutschland nach Augsburg. „Das ist für uns eine große Chance aufzuzeigen, warum sich Augsburg mit dem Wasser-Thema auf den Weg zum Welterbe-Titel gemacht hat“, so Weitzel.

In diesem Jahr hat die KMK „Die Franckeschen Stiftungen zu Halle“ dem Welterbezentrum in Paris vorgeschlagen, eine historische Armenschule und Waisenanstalt in Sachsen-Anhalt. Im kommenden Jahr sollen die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb vorgeschlagen werden, 2017 dann der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona. Die Augsburger Wasserwirtschaft geht auf die Römer zurück, die über Kanäle und Holzleitungen Wasser aus dem Alpenvorland in die Region transportieren, später wurden Flüsse und Bäche als Energielieferanten für die Fabriken genutzt. Heute fließen durch die Altstadt von Bayerns drittgrößter Stadt kleine Kanäle, Prachtbrunnen zieren die Plätze. Zudem gibt es historische Industrieanlagen zur Wasserversorgung.

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