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Kommunalwahl in Augsburg

08.01.2020

Augsburg befindet sich im Wahlplakat-Rausch

Die Wahlplakate sind da: In den vergangenen Tagen wurden viele Plakate aufgehängt, teils auch etwas zu früh.
Bild: Silvio Wyszengrad

Seit einigen Tagen darf die Wahlwerbung im Stadtgebiet aufgehängt werden. Einige Parteien verteilen sogar Tausende. Ausgerechnet eine große Partei gibt sich bisher aber noch zurückhaltend.

Der Wahlkampf in Augsburg hat begonnen, was seit dieser Woche auch im Stadtbild deutlich zu sehen ist: Inzwischen haben die meisten Parteien und Gruppierungen Wahlplakate aufgestellt – allerdings mit einer Ausnahme. Seit Montag verwandelt sich Augsburg mancherorts in einen Schilderwald. Mit bunten Plakaten und griffigen Slogans wollen die Parteien die Aufmerksamkeit der potenziellen Wähler auf sich lenken.

Manche Parteien hängen zur Kommunalwahl in Augsburg tausende Wahlplakate auf

Gelänge das mittels der schieren Anzahl, hätte wohl eine Partei die Nase vorn: Etwa 3000 Plakate haben die Freien Wähler bisher schon verteilt, erklärt Fraktionsgeschäftsführerin Petra Kleber. Bei den Slogans hat sie einen klaren Favoriten: „Augsburger Schulen: Es tropft. Endlich sanieren!“ Insgesamt fünf Werbesprüche zu den wichtigsten Anliegen haben die Freien Wähler auf Plakate drucken lassen.

Die Helfer der SPD mussten laut Stadtratskandidatin Lara Hammer in einer Nacht 2000 Plakate aufhängen. Mit vier Sprüchen, etwa „Der tägliche Stau nervt. Teurer Nahverkehr auch“, will die Partei ihren Anspruch die Lösung des politischen Spagats zwischen den Ansprüchen von Autofahrern und Nahverkehrs-Nutzern verdeutlichen.

Augsburg befindet sich im Wahlplakat-Rausch

Etwas genereller ist der Leitspruch der Augsburger FDP gehalten: „Eine neue Generation Augsburg“ weist auf das vergleichsweise junge Alter vieler FDP–Bewerber hin. Wie Stadtratsbewerber Maximilian Funke-Kaiser erläutert, haben die Liberalen außerdem noch fünf andere Slogans auf rund 1500 Plakaten in Augsburg verteilt – Schulen und Nahverkehr spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

Bei Pro Augsburg verfügt jeder Bewerber um ein Amt über einen eigenen Werbespruch. Das Konterfei von OB-Kandidatin Claudia Eberle ist mit „Mehr Bürgernähe, mehr Kommunikation, mehr Möglichkeiten!“ versehen. Der Verein begann am Dienstag mit dem Aufhängen von circa 1000 Plakaten.

Nicht die Slogans sorgen für den ersten Aufreger im Wahlkampf in Augsburg

Auch die Grünen setzen auf knackige Slogans. Einer der sechs Sprüche auf den Plakaten lautet „Stadt der 300.000 Chancen“. Sozialer Ausgleich soll also einen der Schwerpunkte der Öko-Partei bilden. Ein wenig im Kontrast zum Image der Grünen steht dabei allerdings die Anzahl der Plakate: Etwa 3000 werden es bis Wahlkampf-Ende.

Und die CSU um OB-Kandidatin Eva Weber? Geht den Gang in den Plakate-Dschungel etwas gemächlicher an. Laut Bezirksgeschäftsführer Michael Kugelmann startet die Partei erst zum Wochenende offiziell mit dem Aufstellen. Insgesamt sollen es im Wahlkampf dann rund 700 Plakate werden.

Für den ersten kleinen Aufreger hatten vergangenes Wochenende einige Parteien gesorgt – ihre Plakate hingen vor Ablauf der Sperrfrist. Die V-Partei mit Spitzenkandidat Roland Wegner forderte in einer Pressemitteilung, gemäß der Plakatierungsverordnung „eine spürbare Geldbuße den betroffenen Parteien gegenüber zu verhängen“. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte das Ordnungsreferat, es prüfe Sanktionsmöglichkeiten „unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit“. Bisher seien Bußgelder allerdings nie nötig gewesen.

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10.01.2020

Die Genossen von der SPD kriegen ja bekanntlich nicht viel auf die Reihe aber eines schaffen sie immer wieder zuverlässig:
Die Stadt als erste mit ihren Wahlplakaten zu vermüllen.
Liebe SPD, schon mal dran gedacht, dass das potentielle Wähler auch abstoßen könnte?
Braucht euch für den Tipp nicht zu bedanken, habe ich gerne gemacht...

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