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Umweltschutz

28.11.2018

Augsburg bekommt erste klimaneutrale Messe

Die Messen Bau im Lot sowie die Immobilientage auf dem Messegelände Augsburg werden klimaneutral.
Bild: Archiv: Silvio Wyszengrad

Die Macher der Immobilientage und der „Bau im Lot“ setzen auf den Umweltschutz. Wie das geht

Augsburg ist bayerisches Umweltkompetenzzentrum und in verschiedenen Bereichen aktiv, um diesem Titel gerecht zu werden. Nun unterstützen zwei private Messebetreiber das Konzept und richten mit Augsburgs zweitältester Messe, den Immobilientagen, sowie der Tochtermesse „Bau im Lot“ von 8. bis 10. Februar 2019 Augsburgs erste klimaneutrale Messe aus..

Auf die Idee gekommen sind die Veranstalter Bernd Böhme (Immobilientage) und Joachim Heinze („Bau im Lot“) aus einem ganz einfachen Grund: „Unsere Kunden fragen gezielt nach dem Thema Energie wenn es um den Kauf von Immobilien oder die Sanierung ihrer Häuser geht. Da müssen wir auch selbst mit gutem Beispiel voran gehen“, sagen sie. Außerdem sei klar, dass der Klimaschutz ein wichtiges Ziel eines jeden einzelnen sein müsse, ergänzt Bernd Böhme, der mittlerweile mit einem Elektroauto zwischen seinem Büro und der Messe pendelt.

Immobilientage und "Bau im Lot" verursachen 238 Tonnen CO2

Um süddeutschlands größte Messe für Bauen, Wohnen und Sanieren für den Endverbraucher, die Immobilientage, sowie die „Bau im Lot“ am Ende wirklich klimaneutral zu bekommen, haben die Veranstalter gemeinsam mit ihrem Partner, dem Augsburger Heizöllieferanten Ilzhöfer und dem Dienstleister First Climate, zunächst einmal den CO2-Ausstoß der Veranstaltung berechnet. Das Ergebnis: 238 Tonnen des klimaschädlichen Gases werden an den drei Messetagen ausgestoßen. Den größten Anteil hat mit rund 173 Tonnen der Bereich Verkehr. „Hierzu zählt beispielsweise, ob die Besucher mit dem Auto oder dem Rad zur Messe kommen oder ob die Aussteller vom Hotel zur Messe den Bus oder das Auto nehmen“, erklärt Richard Walch, geschäftsführender Gesellschafter bei Ilzhöfer. In die Berechnung einbezogen sind aber auch der Verbrauch von Strom und Wasser oder die Energie, die für den Druck von Broschüren verbraucht wird.

Um den CO2-Ausstoß auszugleichen, arbeiten die Messebetreiber mit dem weltweiten Dienstleister First Climate zusammen und unterstützen über den Kauf von Zertifikaten verschiedene Klimaprojekte. So werden unter anderem in Afrika spezielle Tongefäße zum Kochen angeboten, die rasch erwärmt werden können um so den Verbrauch an Feuerholz zu senken. Auch ein Programm zum Schutz des Regenwaldes ist dabei.

Auch Müll soll künftig vermieden werden

In den nächsten Jahren wollen die Veranstalter ihr Engagement noch weiter voranbringen und mit den Ausstellern unter anderem darüber sprechen, wie Verpackungsmüll reduziert werden kann. Schon jetzt werde der Müll getrennt und wenn möglich recycelt.

Und auch die Messe Augsburg ist am Thema dran. Seit 2014 wird ein Energiekonzept verfolgt, das sowohl bei Neubauten, wie aktuell der Halle zwei, aber auch bei der Sanierung angewandt wird. Die Hallen 4 und 5 sind mit einer energieeffizienten Grundwasser-Wärmepumpe ausgerüstet. (nist)

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