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Augsburg-Stadt

17.05.2015

Augsburg, die Stadt der Kletterer

Die Kletterhalle des Alpenvereins soll erweitert werden.
Bild: Bild: Silvio Wyszengrad

Der Alpenverein will seine seit überlastete Kletter-Anlage erweitern. Um Zuschüsse zu erhalten, sollen Spitzensportler dort trainieren. Was bedeutet das für Freizeitkletterer?

Augsburg als Talentschmiede für den Kletter-Spitzensport: Die Kletteranlage des Alpenvereins an der Sportanlage-Süd soll nach seiner Erweiterung zum bayerischen Landesleistungszentrum (LLZ) aufgewertet werden. Neben dem Schul- und Breitensport sollen dort junge Talente aus dem Freistaat an nationales Spitzenniveau herangeführt werden. Um das Gesamtprojekt zu realisieren, wird sich die Sektion den Kletterfachverband Bayern als Partner der Anlage ins Boot holen. Die Mitgliederversammlung hat dem Vorstand dafür jetzt nahezu einstimmig Rückendeckung gegeben.

Nach der Erweiterung wird das Zentrum an der Ilsungstraße einmal eine Kletterfläche von rund 3100 Quadratmetern bieten – mehr als doppelt so viel wie derzeit in der seit langem überlasteten Anlage.

Die Planung für das Projekt – ursprünglich war es einmal auf rund 3,5 Millionen Euro angesetzt – ist relativ weit fortgeschritten. Der Stadtrat hat bereits der Entwidmung einiger Parkplätze westlich der Anlage zugestimmt. Auf diesem Grund soll der bis zu 18 Meter hohe Erweiterungsbau mit Kletterwänden innen und außen einmal stehen. Dazu sind im Freien noch zwei Boulderanlagen (Klettern ohne Seil und Sicherung) geplant. Zur Finanzierung der rund 3,5 Millionen Euro wird die inzwischen auf fast 13000 Mitglieder angewachsene Sektion ein Eigenkapital von 700 000 Euro zur Verfügung stellen. Um in den Genuss staatlicher Zuschüsse zu kommen, haben die Augsburger im Innenministerium in München Sondierungsgespräche geführt. Ergebnis: Eine öffentliche Förderung hat nur Aussicht auf Erfolg, wenn das Projekt als Landesleistungszentrum realisiert wird. Der Kletterfachverband Bayern, in dem rund 120 bayerische Alpenvereinssektionen zusammengeschlossen sind, hat als künftiger Partner bereits Zustimmung signalisiert.

Bei der Mitgliederversammlung warb Sektionsvorstand Ulrich Kühnl für die Partnerschaft: „Wir bleiben unserem Grundkonzept treu. Der Schul- und Breitensport, auch das Therapeutische Klettern, werden sich mit dem Spitzensport ergänzen“. Ein entsprechendes Nutzungskonzept werde vertraglich festgelegt. „Die Normalkletterer werden nicht Kandidaten zweiter Klasse sein“, zerstreute er Befürchtungen, Sektionsmitglieder könnten zu kurz kommen. Bei einem Scheitern des „Projekts Leistungszentrum“, das machte Kühnl deutlich, müsste die Sektion wegen fehlender staatlicher Zuschüsse das Projekt“ drastisch einschränken“. (utz)

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