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Augsburg

26.11.2020

Augsburg geht weiter als der Bund: Schärfere Corona-Regeln treten heute in Kraft

Bei den Corona-Regeln habe man sich am Beschluss von Bund und Ländern orientiert, sagt Oberbürgermeisterin Eva Weber. Es gibt in Augsburg wegen der hohen Corona-Zahlen aber noch Zusatz-Beschlüsse.

Plus Bundesweit werden ab Dienstag die Corona-Auflagen verschärft. Wegen hoher Fallzahlen zieht Augsburg den Schritt jedoch auf Freitag vor. Welche Regeln jetzt gelten.

Seit Anfang November gelten bundesweit zusätzliche Corona-Regelungen. Sie beinhalten unter anderem, dass Gastronomiebetriebe geschlossen bleiben müssen. Lediglich der Außerhausverkauf ist erlaubt. Dies gilt weiter bis 20. Dezember. Bund und Länder haben sich darüber hinaus geeinigt, dass es zu zusätzlichen Verschärfungen ab Dienstag nächster Woche kommt. So ist dann in Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche, was für Einkaufscenter und große Kaufhäuser gilt, nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt. Weil in Augsburg die Corona-Fallzahlen weiterhin sehr hoch sind, geht die Stadt bei den Corona-Regeln jedoch einen Schritt weiter. Der Zeitpunkt, ab wann die verschärften Beschränkungen gelten, wird vorgezogen: ab Freitag, 18 Uhr.

Ab Freitag gelten in Augsburg strengere Corona-Regeln

Die Stadt Augsburg hat rechtlich die Möglichkeit, aufgrund der aktuellen Corona-Lage abweichende Entscheidungen zu treffen. Wie Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Donnerstag sagte, habe sich die Stadt stark an den Vorgaben von Bund und Ländern orientiert. Ein Teil der Maßnahmen, die am Dienstag von Eva Weber bereits für Augsburg vorgestellt wurden, gelten künftig auch für andere Gebiete in Bayern, in denen die Corona-Zahlen sehr hoch sind. Am Donnerstag bestätigte das Gesundheitsamt 145 neue Covid-19-Fälle in Augsburg. In den vergangenen sieben Tagen wurden 831 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 278,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Der Inzidenzwert ging damit gegenüber dem Vortag etwas zurück.

Kurzfristig umgeschwenkt ist die Stadt noch einmal bei der erlaubten Kundenzahl im Handel. Hier war zunächst vorgesehen, dass für alle Geschäfte die Formel "Ein Kunde pro 20 Quadratmeter" gilt - auch für kleinere Fachgeschäfte. Derzeit sind es in Augsburg für alle Geschäfte zehn Quadratmeter pro Kunde. In Läden mit weniger als 800 Quadratmetern bleibt es nun auch dabei. "Wir haben uns in diesem Fall an der Regelung für Bayern orientiert", sagt Stefan Sieber, Sprecher der Stadt.

Die schärferen Bestimmungen treffen allein die großen Häuser. Die Auflage ist ab Samstag umzusetzen. Am Freitagabend, dem Zeitpunkt der verschärften Regelung, werde ausnahmsweise noch die bisherige Vorgabe gelten, heißt es. Wer am Samstag in Augsburg zum Einkaufen geht oder mit dem Auto fährt, muss auch vor den Geschäften die Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt dann auch für Gebiete im Stadtgebiet, in denen bislang keine generelle Maskenpflicht gilt. Maskenpflicht besteht nun auch auf Parkplätzen vor Supermärkten und Einkaufszentren.

 

Der Alkoholausschank in Augsburg wird ebenfalls verschärft

Eine Sonderrolle im Vergleich zum Bundesgebiet nimmt Augsburg zudem beim Alkoholausschank ein. Ab Freitagabend dürfen Cafes und Lokale keine offenen alkoholischen Getränke mehr zur Mitnahme ausschenken. Ein Glühwein oder ein Prosecco im Becher vor dem Lokal ist nicht erlaubt. Die Regelung soll in den Bereichen der Stadt gelten, in denen es auch eine Maskenpflicht gibt. Die Stadt reagierte mit diesem Schritt nach Auskunft von Ordnungsreferent Frank Pintsch auf Ansammlungen von Feiernden, die sich teils vor den Lokalen und Cafes zuletzt gebildet hatten. Ein Ausschankverbot von Alkohol hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag für Hotspot-Städte in Bayern angekündigt, in denen der Inzidenzwert über 200 liegt.

 

Ebenfalls nicht mehr erlaubt sind Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte und Flohmärkte - egal ob sie in geschlossenen Räumen oder draußen stattfinden sollten. Wochenmärkte dürfen stattfinden, der Stadtmarkt bleibt geöffnet. Die Einschränkungen betreffen ferner alle außerschulischen Bildungsangebote. Volkshochschule, Sprachschulen, Hochschulen, Musik- und Fahrschulen dürfen bis auf Weiteres keinen Präsenzunterricht anbieten.

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.11.2020

Diktate anzuordnen ist einfach - sie zu überwachen fast unmöglich. Einleuchtende Diktate anzuordnen ist einfach - sie zu überwachen kaum notwendig.

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27.11.2020

Wie wäre es denn, statt permanent zu motzen, alles Zielführende selbst zu tun, in Eigenverantwortung?

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27.11.2020

Es ist schon eine Lachnummer!

Da passiert wochenlang gar nichts seitens der Stadtregierung, obwohl Augsburg Tagesinzidenzen um die 300 hat und ab heute Abend 18 Uhr gelten die verschärften Maßnahmen?
Das UKA läuft seit Tagen voll, ein Blick ins Innere würde sich lohnen Frau Weber und zwar auf den Covid-Normal und -Intensivstationen!
Warum heute ab 18 Uhr?
Ach ja Black Friday, und man mag die Zahl der Besucher reduzieren in den Geschäften. Bin gespannt ob man dann im Losverfahren aus der City Galerie komplementiert wird, wenn ab 18 Uhr noch die Hälfte der Kunden einkaufen darf in den Geschäften.

Und ich muss meinem Vorredner Recht geben, Alkoholausschankverbot, schön und gut, dann saufen´s halt daheim im engen Raum und stecken sich weiter dort an.

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27.11.2020

"Verschärfte Coronamaßnahmen"! Verschärft wird nur die Situation der Gewerbetreibenden. Unsinnige Maßnahmen, welche fast nichts bewirken (Coronaeindämmung)! Die Ausreden, man kann die Infektionsherde nicht nachvollziehen können nicht gelten. Man braucht si doch nur umschauen: in den Supermärkten und Discountern drängeln sich die Menschen Gänge welche mit cvollgerstellten Sonderangeboten eingeengt sind. In den Alten-und Pflegeheimen steigen die Infektionsraten und Sterbefälle extrem an und die Heimleitungen können nur sehr schwer an die Testkits herankommen, um das Personal ausreichend zu testen. die Regel 20qm pro Kunde, Maskenpflicht auf den Parkplätzen bringt voraussichtlich wieder nichts . Am Stadtmarkt gelten diese Regeln nicht wobei, es dort meist weitaus enger zugeht als in den meisten Geschäften. Ohne den Kirchen nahe treten zu wollen, aber dass man hier mit dem Argument der Religionsfreiheit und dasselbe auch bei Demonstrationen, nicht eingreift, ist unverständlich. Es werden so viel persönliche Freiheiten, welche weitaus wichtiger für die Menschen sind, eingeschränkt und dann lässt man solche ausufernden Demonstrationen, mit dem Argument des Rechts auf Demonstration, zu?!? Hier sehe ich weitaus mehr Gefährlichkeit, das Virus zu verbreiten, als mit den allermeisten Einschränkungen und Verboten, welche man bisher angeordnet hat.

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26.11.2020

Wie ist die Besucherregelung auf dem Stadtmarkt, wie viel Menschen pro qm sind erlaubt?
Was soll eine angedachte Ausgangssperre in der Nacht bringen, stecken sich in der Nacht in der schwach frequentierten Stadt viele Menschen an?
CSU Aktionismus ohne Ende und ohne Erfolg, wir hoffen und glauben an den Erfolg sagen die, die meinen Verantwortung zu haben.
Verantwortung hat jeder Mensch für sich.
Verschärfte Maßnahmen seit Mitte Oktober haben nicht zum erwartenden Ergebnis geführt.
Dann doch lieber mal 14 Tage totaler Stillstand ohne Arbeit und sonstige Aktivitäten in ganz Deutschland.

Auf Grund von Statistiken stecken sich die meisten Menschen in privaten häuslichen Umfeld an. Die Arbeitsstätte belegt den zweiten Platz der Ansteckung. Danach kommt alles andere. Auswertung auf Basis 25% der Ansteckungsverfolgung.

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27.11.2020

100% Zustimmung. 14 Tage besinnlicher Weihnachtsurlaub für alle, die nicht systemrelevant sind, mit speziellen Regeln für die Singles, damit die nicht vereinsamen. Der derzeitige verzweifelte Aktionismus erscheint mir sinnlos.

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26.11.2020

(edit/mod/bitte sachlich kommentieren/ NUB 7.3)

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26.11.2020

Da möchte wohl jemand die erste bayerische Ministerpräsidentin werden? Ein mir (Wirtrschafts-)Leichen gepflasteter Weg scheint der Königsweg zu sein.

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