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Augsburg

26.06.2019

Augsburg muss mehr Flüchtlinge aufnehmen

An der Berliner Allee ist eine Gemeinschaftsunterkunft.
Bild: Anne Wall

Das Asyl-Ankerzentrum in Donauwörth wird geschlossen. Im Gegenzug erhält Augsburg eine zentrale Aufnahmestelle. Zudem wird eine Unterkunft vergrößert.

Wenn es um die Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen geht, wird die Stadt Augsburg künftig stärker eingebunden sein. Es ist die Antwort darauf, dass das große Ankerzentrum in Donauwörth zum Jahresende 2019 geschlossen wird. Hier leben derzeit 800 Flüchtlinge.

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Die Neuregelung betrifft Augsburg doppelt. Im Lechhauser Industriegebiet entsteht eine zentrale Aufnahmestelle für ankommende Flüchtlinge. Hinzu kommt eine weitere Zweigstelle. Dieser Standort ist an der Berliner Allee. Zweigstellen des Ankerzentrums gibt es bereits in Inningen und Kriegshaber.

Flüchtlinge kommen nach Augsburg

Das eingezäunte Areal in Lechhausen liegt in der Aindlinger Straße. Es handelt sich um ein früheres Weltbild-Gebäude. Die Regierung von Schwaben, die für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist, hatte das Gebäude vor Jahren angemietet. Es war ursprünglich als Ankunftszentrum gedacht. Diese Pläne kamen nicht zur Umsetzung.

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Nun fiel die Wahl wieder auf Lechhausen, da laut Regierung von Schwaben die räumlichen Voraussetzungen geschaffen seien. Es werden künftig anreisende Asylbewerber rund um die Uhr im neuen Behördenzentrum aufgenommen. Dort sind Mitarbeiter der Regierung von Schwaben, des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Zentralen Ausländerbehörde Schwaben (ZAB) sowie der Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) untergebracht.

An der Aindlinger Straße soll das Behördenzentrum einziehen.
Bild: Anne Wall

Asylbewerber werden verteilt

Außerdem ist das Gebäude mit 200 Notbetten ausgestattet, um Asylbewerber für kurze Zeit unterzubringen. Wie es heißt, ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Aindlinger Straße für maximal drei Tage möglich. Ein Sicherheitsdienst wird rund um die Uhr anwesend sein.

Beim anderen Standort handelt es sich um ein bereits genutztes Gebäude an der Berliner Allee. Hier nahe des Lechs gibt es eine Gemeinschaftsunterkunft. Sie wird nun für einen anderen Bereich der Flüchtlingsunterkunft benötigt. Sie dient als Zweigstelle des Ankerzentrums. Die Kapazität vor Ort wird von 110 auf 200 Personen erweitert. Dort sollen Familien und alleinerziehende Mütter mit schulpflichtigen Kindern untergebracht werden, teilt die Regierung von Schwaben in Abstimmung mit der Stadt mit. Die Kinder gingen auch in dieser Einrichtung zur Schule.

Grundsätzlich ist die Betreuung der Bewohner dort vergleichbar mit der in den Zweigstellen in Inningen und Kriegshaber. Mitte August 2018 war die Einrichtung in Inningen mit 50 Bewohnern bezogen worden. In Kriegshaber sind seit dem November in einem früheren Verwaltungsgebäude mit der Adresse Kobelweg 82 a 140 Flüchtlinge untergebracht. Unter ihnen sind Familien mit Kindern.

An beiden Orten sind Personen untergebracht, die vor der Rückführung in ihr Heimatland stehen oder die auf die endgültige Entscheidung über ihren Asylantrag warten. Freie Plätze in Inningen und Kriegshaber werden derzeit mit Bewohnern aus Donauwörth belegt. Künftig ist der Weg allerdings kürzer. Die Flüchtlinge kommen aus Lechhausen.

Zudem leben in Augsburg mehr als 2000 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Einrichtungen.

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