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Auszeichnung

04.09.2020

Augsburger Ärzte erhalten Forschungspreis für Krebsdiagnose

Sie setzen Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Krebs ein: Die Preisträger: (von links) Alanna Ebigbo, Robert Mendel und Professor Helmut Messmann.
Bild: Jost-G. Thorau

Mediziner der Augsburger Uniklinik verwenden Künstliche Intelligenz, um Karzinome in der Speiseröhre festzustellen. Dafür bekamen sie nun einen Preis.

Auszeichnung für einen Augsburger Arzt: Dr. Alanna Ebigbo vom Universitätsklinikum Augsburg hat den renommierten Endoskopie-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie erhalten – gemeinsam mit Robert Mendel, Doktorand an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. Dies teilte die Uniklinik mit.

Der Forschungspreis ist mit 7500 Euro dotiert

Die Forscher aus Augsburg und Regensburg haben als erste Arbeitsgruppe weltweit Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Frühstadien von Krebsformen der Speiseröhre, genannt Barrettkarzinom, festzustellen. Für ihre im Fachjournal Gut veröffentlichte Arbeit, „Realtime use of artificial intelligence in the evaluation of cancer in Barrett’s oesophagus“, erhielten Oberarzt Ebigbo und Doktorand Mendel den mit 7500 Euro dotierten Endoskopie-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS).

Ärzte warnen: Karzinome in der Speiseröhre kommen häufiger vor

Das Vorkommen des Barrettkarzinoms habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, heißt es in der Mitteilung des Uniklinikums. Die medizinische Prognose für Patienten mit diesen Erkrankungen hänge von der frühen Diagnosestellung während der Endoskopie ab. Allerdings könnten Frühstadien dieser Krebsart leicht übersehen oder verwechselt werden.

Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich Karzinome entdecken

In der Studie aus Augsburg und Regensburg haben Mitglieder einer Arbeitsgruppe um Professor Helmut Messmann, Chefarzt an der Uniklinik Augsburg, und Professor Christoph Palm von der OTH gezeigt, dass frühe Stadien des Karzinoms schnell und präzise mithilfe von KI festgestellt und von gesunder Schleimhaut abgegrenzt werden können. Der Einsatz dieser Technik könne zu einer entscheidenden Prognoseverbesserung im Kampf gegen den Krebs in der Speiseröhre beitragen, heißt es. (AZ)

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