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Augsburg im Fokus

27.04.2016

Augsburger Bodenampeln lösen weltweites Interesse aus

Die Stadtwerke Augsburg haben zunächst an zwei Straßenbahn-Haltestellen Bodenampeln installiert - so soll es vor allem für abgelenkte Handynutzer mehr Sicherheit geben !

Die Bodenampeln, die die Stadtwerke an Haltestellen in Augsburg installiert haben, sorgen für ein weltweites Medieninteresse. SWA-Pressesprecher Fergg hat so etwas noch nie erlebt.

Seit Tagen steht das Telefon von Jürgen Fergg, Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, kaum noch still. Grund dafür sind die Bodenampeln, die momentan in Augsburg an den Haltestellen Haunstetter Straße und Von-Parseval-Straße getestet werden. Diese "Bompeln", wie sie gelegentlich schon genannt werden, haben ein enormes Medieninteresse ausgelöst und das weltweit: Amerika, Kanada, Australien, Frankreich, Italien - Medien aus der ganzen Welt fragen bei den Stadtwerken in Augsburg an. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagt Fergg. "Die Medienresonanz ist unheimlich."

Auch die Augsburger Allgemeine dient als Informationsquelle

Sogar die Washington Post hat über die Augsburger Bodenampeln, die Handy-Starrer vor Unfällen bewahren sollen, berichtet. Für Fergg war es das erste Mal, dass er mit dem amerikanischen Medium gesprochen hat. "Und morgen führt mein Kollege ein Interview mit der BBC." Auch das in New York ansässige Medienunternehmen NowThis Media hat auf seiner Facebook-Seite ein Video zu den Bodenampeln veröffentlicht. Der Clip wurde mit Filmmaterial der Augsburger Allgemeinen angefertigt. Und auch die italienische Zeitung la Repubblica.it zeigt den Film auf seiner Homepage.

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Augsburger Bodenampeln könnten Vorbild sein

Dass das innovative Projekt ein Thema sein wird, hat sich Fergg schon gedacht. Aber von dem momentanen Medienandrang - auch von Seiten der deutschen Medien - ist er sehr überrascht. "Das zeigt, dass es ein Thema ist, das die Leute auf der ganzen Welt beschäftigt." Weltweit würde man von tödlichen Unfällen hören, die dadurch zustande kommen, dass Jugendliche auf ihr Handy starren und den Verkehr nicht mehr beachten.

Die LED-Leisten am Boden sollen solche Unfälle verhindern. Die LEDs blinken gleichzeitig mit dem Ampelsignal bei Einfahrt einer Straßenbahn rot. "Jeder preist es als innovative Lösung an", sagt Fergg. Augsburg könnte also als Vorbild weltweit dienen.

Richtig stolz auf das Projekt wird Fergg nach eigener Aussage aber erst sein, wenn die Testphase ergibt, dass die Bodenampeln wirkungsvoll sind. Dazu wollen die Stadtwerke Fahrer und Fahrgästen befragen.

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28.04.2016


Halte ich auch für den besseren Ansatz. Lesen nur im Stehen. Lesen und gehen kostet Bußgeld.

Es ist doch bestimmt für Eltern, die ihre Kinder dazu anhalten, auf dem Schulweg die Augen auf den Verkehr zu richten und nicht auf ihr Smartphone, schwierig das zu begründen und durchzusetzen, wenn die SWA so tun als sei das das Normalste auf der Welt, sich nicht auf die Umwelt und den Weg zu konzentrieren.

Demnächst wird von den Smartphonsüchtlingen noch gefordert werden, dass an allen Ampeln umzusetzen. Dann bleiben aber immer noch alle Straßen und Fußwege- und Radwege...

Es ist einfach ein Unfug.

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29.04.2016

Vielen Dank für diesen Link. Es gibt also noch Hoffnung, vielleicht nicht gerade in Augsburg, aber doch irgendwo auf der Welt. Interessant ist der Ansatz, die eingenommenen Bußgelder für die Verkehrserziehung zu verwenden.

Zitat aus dem Artikel: "Hospital records from 2014 showed that distracted walking accounted for 78% of pedestrian injuries throughout the United States. The most common injuries are fractures, sprains and concussions." Das ist schon eine Marke, obwohl Krankenhausstatistiken natürlich immer einen Nachteil haben: wer nicht ins Krankenhaus kommt wird eben auch nicht erfasst.

In den 50ern des letzten Jahrhunderts wurde uns eingeschärft: "Schau links, schau rechts, schau geradeaus, dann kommst Du sicher gut nach Haus". Nach meiner Erinnerung war da etwas weniger Verkehr als heute ... ;-)

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28.04.2016

Anstatt einen Haufen Geld für sowas zu verschwenden, sollte man den SMOMBIES eine Anzeige wegen "gefährlichen Eingriffs in den Verkehr" verpassen und ihnen ein saftige Geldstrafe aufdrücken. Offensichtlich hat die Stadt noch zu viel Geld. Wir haben noch gelernt "Augen auf im Verkehr"...

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28.04.2016

Also bei dem "WELTWEITEN" Interesse an diesem Schmarrn setze ich mal, ich weiß garnicht wieviel, "?" dahinter.

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28.04.2016

Die positive Aussage in dem Artikel ist dass die SWA die Tram-Fahrer(innen) befragen wird. Es darf vermutet werden dass sie das sehen was ich auch gesehen habe: nämlich dass die "Bampeln" von nicht wenigen ebenso missachtet werden wie die schon seit Jahrzehnten vorhandenen Ampeln. Trotzdem würde ich mir als Tram-Fahrer natürlich die "Bampeln" wünschen, denn die Fahrer(innen) sind sicher froh wenn auch nur ein Einziger durch die "Bampeln" davon abgehalten wird ihnen in die Tram zu laufen.

Der Egoismus dieser Smombies ist nicht zu überbieten. Alle anderen haben gefälligst alles zu unternehmen um sie vor den Folgen ihrer Fahrlässigkeit zu schützen. Wer aber unverschuldet so einen Smartphone-Süchtigen verletzt oder gar tötet kann zusehen wie er mit der Situation zurecht kommt. Es ist ja nicht so dass sie nur aufs Handy starren wenn sie sich im Umfeld einer Tram befinden. Es gibt inzwischen genügend traurige Beispiele wo jemand handy-glotzend auf einen Bahnkörper gestürzt oder in einen mit vollem Tempo fahrenden Zug gelaufen ist. Dass dies offensichtlich ein weltweites Problem ist macht es auch nicht besser.

Bei Kraftfahrern und Radfahrern werden Rotlichtverstöße zurecht streng geahndet. Bei Fußgängern drückt man offenbar beide Augen zu denn es ist ja nicht so dass keine warnende Ampel vorhanden ist, es ist nur so dass nicht wenige sie bewusst ignorieren.

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28.04.2016

Augsburg als weltweites Vorbild für die "Hege und Aufzucht der Gattung Vollidiot"

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27.04.2016

(Beitrag vorläufig editiert und Account gesperrt/Geben Sie bitte Ihren Vornamen an, wie Sie bereits per Mail gebeten wurden!)

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27.04.2016

Mit diesem zweifelhaften Argument könnte man sich sämtliche Ampeln sparen.

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27.04.2016

dumme antwort - die ampeln sind ja da aber diese idioten schauen nach unten und nicht nach oben auf die ampel - und für das was diese bodenampeln kosten könnte man schulen sanieren und etwas für rollstuhlfahrer tun das wäre wichtiger

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28.04.2016

Wenn man es genau nimmt, könnte man sich auch alle Ampeln sparen – wenn nicht der gesamte Straßenverkehr von lauter Maschinen dominiert würde, die potenziell bestens zur Tötung geeignet sind. Das ist der Teil, den keiner der ganzen KFZ-Freunde gerne hört. Weil »ich, ich fahr doch immer super sicher und ohne Probleme«. Jaja, nur ohne Auto wäre er auch kaum in der Lage, überhaupt jemanden im Straßenverkehr umzubringen. Und dabei sind Straßenbahnen noch vergleichsweise vorhersehbar, weil man zumindest sicher weiß, dass die in ihren Schienen bleiben. Aber da man die Gefahren der Motorisierung irgendwie in unserer Gesellschaft gerne beiseite schiebt und nur noch den Nutzen hervorhebt, wird überall alles mit Ampeln geregelt. Denn ohne würde sich die Nützlichkeit des rollenden Blechs recht schnell in Luft auflösen (wenn man ständig überall stehen bleiben müsste, weil da halt gerade wer zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Rad, oder mit den Inlineskatern oder was auch sonst so keine ernstzunehmende Gefährdung für den Rest erzeugt) oder aber die Unfalltoten noch weit stärker nach oben gehen (irgendwie muss man ja über die Straße kommen, nur manchmal kommt man einfach nicht mehr dort an). Oder aber der restliche Verkehr würde zum Erliegen kommen (wenn ich nicht mehr über die Straße komme, weil Querverkehr, habe ich halt Pech gehabt). Da sind doch ein paar Böbbel auf dem Boden noch der kleinste moralische Aufreger. Nur daran hat man sich noch nicht so gewöhnt, wie an die bestehende tägliche Gängelei z. B. durch Bettelampeln und super knappe Grünphasen für Fußgänger. Hauptsache das Blech rollt.

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28.04.2016


Es geht hier nicht um Ampeln für den IV sondern um die Beampelung an einer Straßenbahnhaltestelle, die nicht beachtet wird..

Sie können Ihren Reflex also mal stecken lassen, der da lautet, dass das Leben nur mit Fußgängern und Radfahrern so viel schöner wäre.

Diese Utopie wird es nie geben (können), weil sich Güter nunmal schlecht ohne LKWs transportieren lassen, selbst wenn man den Hauptteil auf die Schiene verlegte, denn der Transport von Personen erfolgt auch mittels Bussen und Straßenbahnen und für die braucht es eben jene Ampeln, die die Fußgänger (die ja so viel besser sind als die bösen Autofahrer) aber nicht beachten, weil sie statt mit Aufmerksamkeit am Verkehrsgeschehen teilzunehmen, was ihre Verpflichtung aus § 1 StVO wäre und auch im Eigentinteresse durchauch nütztlich, lieber während sie durch die Straßen laufen auf ihre Smartphones glotzen.

Ampeln regeln Verkehr, dort wo Verkehrsaufkommen so hoch ist, dass sich Verkehrsströme ohne solche gegenseitig blockieren würden.

Des nächtens sind die Ampeln dann ausgeschaltet und das funzt ganz wunderbar. Nur dass dann die Befürchtung vorherrscht es werde zu schnell gefahren, weshalb man ein paar Blockierampeln doch benötigt.

Was hat das mit der Bampel zu tun? Nichts.

Herr H. hat vollkommen recht. Die Lichtzeichen für die Straßenbahn sind bereits vorhanden, sie werden nur nicht beachtet. Und man muss viel Geld ausgeben, um die Haltestelle sicherer zu machen. Es ist aber eine zweifelhafte Sache, Leuten, die sich nicht so verhalten, wie es im Straßenverkehr erforderlich ist, zu suggerieren, man würde sie schon vor allen Gefahren warnen und bewahren.

Ich halte es für falsch.

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27.04.2016

das alles nur für idioten die zu blöd zum geradeauslaufen sind - intelligente menschen bringen das hin - egal was so einem passiert er muß nicht bedauert werden und hat es sich verdient und wenn er dabei draufgeht - ist hart aber die Wahrheit!!!

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