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Augsburg

20.02.2021

Augsburger CSU tagt am Wochenende trotz Corona - in einer Diskothek

In der Augsburger CSU gibt es Wirbel um die Versammlungen, die derzeit stattfinden.
Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Plus Vorige Woche gab es einen Eklat, diese Woche soll bei den Ortsversammlungen der Augsburger CSU alles glatt laufen. Warum die Partei an den Präsenz-Veranstaltungen festhält.

Die Augsburger CSU bleibt nach dem Eklat vom vergangenen Wochenende dabei, die Versammlungen ihrer Ortsverbände als Präsenz-Veranstaltungen abzuhalten. Am Freitag tagten zwei Ortsverbände, an diesem Samstag gibt es drei weitere Treffen mit einem ungewöhnlichen Tagungsort. Die Ortsverbände aus Bergheim, Göggingen und Inningen sollen in der Diskothek Cube im Univiertel tagen. Die Disco gehört Leo Dietz, Chef der CSU-Stadtratsfraktion und Kreisvorsitzender im Augsburger Westen. Er habe die Räume angeboten, weil sie groß genug seien, zudem gebe es eine leistungsstarke Lüftungsanlage.

Augsburgs CSU-Chef Volker Ullrich sagte am Freitag, man sehe keine Möglichkeit, kurzfristig auf digitale Sitzungen mit anschließender Briefwahl umzustellen. Nachdem man, wie von der Landespartei gewünscht, bereits mit Präsenzveranstaltungen begonnen habe, müsse man dabei bleiben – auch aus Gründen der Gleichbehandlung. Es gebe aber strenge Hygieneregeln. Bei den Ortsversammlungen, die derzeit stattfinden, werden unter anderem Delegierte gewählt, die später den Augsburger Bundestagskandidaten der CSU nominieren sollen. Der derzeitige Abgeordnete Volker Ullrich gilt als gesetzt, er hat bisher keinen Gegenkandidaten.

CSU in der Augsburger Innenstadt: Es hatte sich eine Kampfabstimmung abgezeichnet

Am vergangenen Samstag hatte es bei der Versammlung des gut 160 Mitglieder starken Innenstadt-Ortsverbands Ärger gegeben. Weil sich eine Kampfabstimmung um den Ortsvorsitz abzeichnete, kamen knapp 70 Mitglieder. Im Saal des Tagungszentrums Haus Sankt Ulrich gab es aber nur rund 50 Plätze. Es kam zu Wortgefechten und Beleidigungen, ehe Bezirkschef Volker Ullrich die Versammlung absagte. Nun soll sie in der Kongresshalle nachgeholt werden. In dem Ortsverband gibt es zwei Lager, eines um Leo Dietz, das andere um den ehemaligen Stadtrat Rolf von Hohenhau. In den vergangenen Jahren ist es Dietz immer wieder gelungen, Mehrheiten für sich zu organisieren.

Eine Kampfabstimmung könnte es auch an diesem Samstag geben – im Inninger Ortsverband. Hier gibt es ebenfalls zwei Lager. Der bisherige Ortsvorsitzende Oliver Heim muss für drei Jahre auf Parteiämter verzichten, weil er bei der Stadtratswahl auf der Liste der Vereinigung „Wir sind Augsburg“ kandidierte. Aus seinem Umfeld und aus dem Lager von Leo Dietz könnten Kandidaten antreten. Allzu eng wird es in der Disco aber wohl nicht. Die Inninger CSU hat nur rund 30 Mitglieder.

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20.02.2021

Warum wählt die CSU mitten in der Pandemie irgendwelche unwichtigen Ortsvorsitzenden? Das ist, mit Verlaub, wirklich nicht systemrelevant. Warum wartet man hier nicht, wie alle anderen Vereine, bis zum Sommer mit Vorstandswahlen?

Die ordnungsgemäße Nominierung von Kandidat*innen für den Bundestag ist dagegen nötig für die Aufrechterhaltung des politischen Systems. Allerdings sollten sich die Versammlungen ausschließlich darauf beschränken und möglichst schnell durchgezogen werden. So haben es die anderen Parteien ja auch gemacht.

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