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Norwegen

25.03.2019

Augsburger Experten sollen Ursache der "Viking Sky"-Havarie finden

Die "Viking Sky" war am Samstag vor der norwegischen Küste mit 1300 Menschen an Bord in Seenot geraten. Augsburger Experten sollen nun herausfinden, warum die Motoren versagten.
Bild: Svein Ove Ekornesvåg/NTB scanpix, dpa

Die Motoren der havarierten "Viking Sky" wurden bei MAN in Augsburg produziert. Nun soll ein Experten-Team in Norwegen die Ursache der Störung herausfinden.

Am Samstag ist das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" mit 1300 Passagieren vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Grund waren vermutlich Probleme mit dem Antrieb. Nun sind Experten der Augsburger Niederlassung von MAN auf dem Weg dorthin. Denn die Schiffsmotoren stammen aus dem Augsburger Werk. Das bestätigte der Sprecher des Unternehmens, Dr. Jan Dietrich Müller, am Montag gegenüber unserer Redaktion.

Insgesamt vier Augsburger Experten sollen noch am Montag an Bord gehen und untersuchen, wie es zu der Motorenabschaltung am Samstag kommen konnte. Dabei arbeiten sie zusammen mit Vertretern der Werft sowie Viking Cruises. Einen Anfangsverdacht gebe es nicht, so der MAN-Sprecher weiter. Erst eine genaue Fehleranalyse könne darüber Auskunft geben, weshalb die Motoren ausfielen.

Mit sei demnach erst in den kommenden Tagen zu rechnen, erklärte Müller. Bisher sei es zu keinem ähnlichen Fall mit den Motoren gekommen.

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Havarie der "Viking Sky": Augsburger Expertenteam untersucht Motoren

Die "Viking Sky" geriet während eines schweren Sturms in den gefährlichen Gewässern vor der norwegischen Küste in Seenot. Zur Zeit der Havarie befanden sich 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder an Bord. Fast 500 Menschen mussten mit dem Hubschrauber an Land gebracht werden. Die restlichen 900 Menschen konnten das Schiff am Sonntagnachmittag verlassen, nachdem es mit Hilfe von Schleppern und wiedererlangtem eigenen Antrieb die norwegische Kleinstadt Molde , südwestlich von Trondheim, erreicht hatte.

Kurzzeitig drohte die "Viking Sky" in dem berüchtigten Küstengebiet Hustadvika auf Grund zu laufen. Es wäre nicht das erste Unglück in diesem Gebiet gewesen. In der Vergangenheit ist es dort schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Auch der Frachter "Haglan Captain" war während des Sturms havariert. Das Schiff befand sich auf dem Weg zur "Viking Sky" als es selbst Motorschäden erlitt und deshalb Schlagseite bekam. Es soll am Montag in die Gemeinde Averøy geschleppt werden. (mit dpa)

Die Diskussion ist geschlossen.

26.03.2019

Das soll wohl wieder ein deutsches Unternehmen abgezockt werden und die Zeche bezahlen. Wer aber mit diesen überdimensionalen „Badewannen“ bei dieser Jahreszeit und in dieser Gegend unterwegs ist, handelt nicht nur fahrlässig sondern ist schlicht und einfach dumm - dies gilt für Reeder, Besatzung und Passagiere.

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