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Augsburg

11.09.2019

Augsburger Feuerwehrmann gewinnt Medaille in China

Werner Kirchner gewann in China drei Medaillen.
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg

Werner Kirchner arbeitet für die Berufsfeuerwehr Augsburg. Kürzlich war nahm er an einem internationalen Sport-Wettbewerb teil. Und der ist nicht gerade klein.

Im Normalfall arbeitet Werner Kirchner bei der Berufsfeuerwehr der Stadt. Er ist dort Brandinspektor, löscht Brände, schneidet Leute aus eingeklemmten Autos. Kürzlich allerdings sorgte er mit einer gänzlich anderen Tätigkeit für Aufsehen: Der Augsburger Feuerwehrmann kam nach China, um Deutschland bei den sogenannten „World Police and Fire Games“ international zu vertreten. Am Ende kam er auch mit drei Bronzemedaillen nach Hause.

Der Wettbewerb fand dieses Jahr zum 18. Mal statt – und zwar in der Millionen-Metropole Chengdu in der Provinz Sichuan in China. Bei den Spielen handelt es sich um ein internationales Sport-Event gigantischen Ausmaßes, vergleichbar in Größe mit den Olympischen Spielen, nur eben ausschließlich für Mitglieder von Feuerwehr, Polizei, Zoll und Justiz. Insgesamt wurden Wettkämpfe in 62 Disziplinen ausgetragen, teilt die Berufsfeuerwehr mit. Darunter Leichtathletik, Schwimmen, Eishockey, Bogenschießen, aber auch polizei- und feuerwehrspezifische Wettkämpfe wie Schießen oder Treppenlauf in Schutzkleidung, die es bei normalen Sportevents so nicht gibt. Der Wettbewerb gilt als eine der größten Sportveranstaltungen überhaupt. Ein paar Zahlen: 11.000 Athleten aus 80 Ländern, darunter 90 Deutsche.

Augsburger Feuerwehrmann ist passionierter Bogenschütze

Und mit dabei war eben auch Werner Kirchner, der Brandinspektor von der Berufsfeuerwehr Augsburg. Der Feuerwehrmann hatte bereits zuvor Wettkampferfahrung bei größeren Sportveranstaltungen gesammelt. 2018 nahm er etwa bei den „Europäischen Polizei- und Feuerwehrspielen“ in der südspanischen Hafenstadt Algeciras teil. Dort gewann der passionierte Bogenschütze, der beim BSC Lindach trainiert, in der Disziplin der „900er Runde“ beim Bogenschießen die Bronze-Medaille. Dieses Jahr trat Werner Kirchner in der Altersklasse der über Fünfzigjährigen in dieser Disziplin ebenfalls an und erreichte in China den fünften Platz.

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Dabei blieb es aber nicht: Die Feldbogenrunde tags darauf beendete er mit Platz vier. Am letzten Tag des Wettkampfes erhielt der einzige teilnehmende Augsburger die Bronzemedaille für seine Leistungen bei der sogenannten „3D-Hunter“-Runde. Lange Zeit war Kirchner auf Goldkurs, doch zwei Streifschüsse auf die zu treffenden Tierattrappen gegen Ende kosteten ihn nach Angaben der Feuerwehr schließlich den ersten Platz.

Was Werner Kirchner noch so plant

Der Feuerwehrmann erhielt noch weitere Medaillen: Als ehemaliger Einsatztaucher hatte er beim Schwimmen in seiner Klasse gute Karten: Mit der Deutschen Staffel gewann der Feuerwehrmann in Freistil und Lagen jeweils noch einmal Bronze. Damit wurden Kirchners Hoffnungen, mit einer Auszeichnung nach Hause zu kommen, mit seinen drei Bronzemedaillen übertroffen. Insgesamt erhielt das deutsche Team 102 Medaillen. Davon 46 mal Gold, 32 Silber mal und 24 mal Bronze. Kirchner hat noch nicht genug. In zwei Jahren möchte er bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam, Niederlande, erneut an den Start gehen.

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