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Augsburg

08.08.2019

Augsburger Gesundheitsmesse Intersana gibt auf

Die Intersana findet 2019 nicht mehr an der Messe Augsburg statt.
Bild: Peter Fastl (Archiv)

Organisatoren und Messe werden sich nicht mehr über die Konditionen einig. Das bedauern beide Seiten - einen Kompromiss gibt es aber nicht.

14 Jahre lang war die Gesundheitsmesse Intersana fester Bestandteil im Augsburger Messekalender – zuletzt mit rund 200 Ausstellern und um die 16.000 bis 20.000 Besuchern. Nur 2017 legte das Format eine Pause ein. Damals musste Organisatorin Silvia Schüler aus gesundheitlichen Gründen absagen.

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Intersana-Organisatoren bedauern gescheiterte Verhandlungen

Jetzt, nur zwei Jahre später, verkündet sie das endgültige Aus der über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Messe. Aber nicht etwa, weil die Krankheit zurückgekommen, sondern weil sie sich mit der Messe nicht mehr über verschiedene Konditionen und Rahmenbedingungen einig geworden ist. „Mit dem ehemaligen Messe-Chef Gerhard Reiter haben wir stets hart, aber immer fair verhandelt. Wir haben Lösungen für beide Seiten gefunden. Diesmal ist uns das nicht gelungen. Uns wurde so gut wie kein Spielraum gewährt“, schildert Schüler ihre Sicht der Dinge. Weil mit jeder Messe ein hohes finanzielles Risiko einhergeht und man zudem das Gefühl hatte, die Messe sei nicht zwingend an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert, musste entschieden werden, was zu tun ist. Das Ergebnis: Die Intersana 2019 wird abgesagt, und das Messeformat auch künftig nicht mehr wiederbelebt.

Messesprecher Oliver Griesz bedauert diese Entwicklung. „Die Intersana war eine zielgruppenorientierte und facettenreiche Messe, die Strahlkraft über die Stadt- und Landkreisgrenze hinaus hatte. Es ist nicht nur für den Standort Augsburg schade, dass sie künftig nicht mehr stattfinden wird.“ Den Vorwurf an die Messe, man habe sich als sturer Verhandlungspartner gegeben, weist er aber zurück.

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Messe-Sprecher weißt Vorwürfe zurück

„Wir haben unsere Konditionen und Rahmenbedingungen angepasst, das stimmt, aber das ist in den 14 Jahren immer wieder passiert und auch nichts Ungewöhnliches“, so der Messesprecher. Zudem sei man stets bemüht, jede Messe, die sich einmal in Augsburg angesiedelt hat, auch am Standort zu halten. Daran habe sich auch nach dem Abgang von Gerhard Reiter unter Interimsgeschäftsführer Thomas Schmidt-Tancredi nichts geändert und gelte ebenso für die Intersana, mit deren Veranstalter man über viele Jahre gut und partnerschaftlich gearbeitet habe, so der Messesprecher.

Abschied fällt Intersana-Organisatorin schwer

Silvia Schüler fällt die Aufgabe der Intersana nicht leicht, das spürt man, wenn man sich mit ihr unterhält. „Die Absage der Messe hat ja auch Konsequenzen für andere“, merkt sie an. Druckereien könnten die Programme nicht mehr drucken, die Aussteller ihre Dienste und Produkte nicht anbieten. Den Hotels vor Ort würden die Gäste fehlen und den Geschäften in der Innenstadt Kunden, die bisher ihren Messebesuch mit einem Stadtbummel gekoppelt haben.

Dass sie im Jahr 2020 einen Neustart versucht oder sich anderswo einmietet, lehnt Silvia Schüler dennoch ab. „Ich fühle mich zwar gesundheitlich wieder ganz fit, aber ich merke einfach, dass ich mir nicht mehr alles in jeder Form antun will“, sagt sie zur Begründung. Die Prioritäten hätten sich ein Stück weit verschoben. Deshalb sieht sie ihre Zukunft auch nicht mehr im Messewesen, sondern wieder stärker in ihrem ursprünglichen Gewerbe, der Werbebranche.

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