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Grippewelle

14.03.2018

Augsburger Klinikum nimmt wegen Grippewelle nur noch Notfälle auf

Das Klinikum Augsburg kann nur noch Notfälle behandeln. Bereits behandelte Patienten werden so schnell wie möglich entlassen.
Bild: Anne Wall (Symbolfoto)

Wegen der Grippewelle und kranker Mitarbeiter schlägt das Augsburger Klinikum Alarm. Es können nur noch akute Fälle behandelt werden.

Die Situation aufgrund der Grippewelle 2017/2018 hat sich am Klinikum in den vergangenen Tagen massiv verschärft: Das Großkrankenhaus hat alle aufschiebbaren Eingriffe für die kommenden Tagen abgesagt. Man brauche die Kapazitäten, um die Notfallpatienten versorgen zu können. „Derzeit sind die Versorgungskapazitäten am Klinikum Augsburg vollständig erschöpft“, erklärte der Vorstand des 1750-Betten-Hauses.

Zu wenig Personal und Grippe: Klinikum Augsburg überlastet

Grund für den Versorgungsengpass ist die momentan hohe Patientenzahl aufgrund der Grippewelle. Hinzu kommt, dass derzeit viele Mitarbeiter ebenfalls grippe- oder erkältungsbedingt ausfallen. Wie berichtet hat das Klinikum zudem grundsätzlich das Problem, nicht genug Personal zu finden. Die mit 80.000 Patienten jährlich chronisch überlastete Notaufnahme wurde im vergangenen Jahr baulich erweitert, allerdings gibt es kein Personal, um die zusätzlichen Behandlungsplätze betreiben zu können.

Am Dienstag zog die Krankenhausleitung die Notbremse. Neben der Absage aller verschiebbaren Eingriffe wurde auch angeordnet, dass alle Patienten entlassen werden müssen, bei denen es medizinisch vertretbar ist. Zudem gibt es keine Einzelzimmerbelegung für Privatpatienten mehr – alle Zimmer werden in der Standardbelegung mit zwei Betten betrieben, um die Kapazität nach Möglichkeit zu erhöhen.

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Klinikum Augsburg behandelt nur noch Notfälle

Momentan arbeitet die Belegschaft am Anschlag und schiebt Überstunden oder gar zusätzliche Schichten. Zudem verzichten Mitarbeiter aktuell darauf, Urlaub zu nehmen. Besonders die Lage im Pflegebereich sei angespannt, so das Klinikum. Weil auch die Kreiskrankenhäuser in der Region an der Grenze sind, gebe es kaum Möglichkeiten, Patienten wegzuverlegen. Und auch andere Großkrankenhäuser in Süddeutschland, die wie das Klinikum eine Maximalversorgung bieten, seien auch von dem Problem betroffen. Es gebe etliche Anfrage, ob man Patienten nach Augsburg verlegen könne.

Kommende Woche will das Klinikum die Situation neu bewerten. Man gehe davon aus, dass sich die Gesamtsituation etwas entspannen werde, heißt es.

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