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05.06.2009

Augsburger Kunst ist nun in Moskau

"Teilweise sehr anstrengend aber erfolgreich." So beschreibt Dr. Christoph Emmendörffer, Leiter des Maximilianmuseums, die vergangenen Tage. Samstag brach er mit einem Kunsttransport von Augsburg nach Moskau auf. Am Mittwoch kam der Lkw mit rund 200 Exponaten aus dem Fundus der Städtischen Kunstsammlungen Augsburg in der russischen Hauptstadt an.

Die letzte Etappe der Reise führte mit dem Lkw von St. Petersburg nach Moskau - Polizeieskorte inbegriffen. "Moskau ist genau 680 Kilometer von Petersburg entfernt. Unser Durchschnittstempo war wegen der sehr mäßigen Straßenverhältnisse nicht höher als 60 Stundenkilometer, oft sogar nur 20 oder 30", schreibt Emmendörffer in einem E-Mail an die AZ-Lokalredaktion. Für ihn war es eine lange Nacht: "Bis auf eine kurze Schlafzeit von drei Stunden blieb ich wach, um mit dem Fahrer nach Schlaglöchern Ausschau zu halten." Dies war laut Emmendörffer wegen des starken Regens gar nicht so einfach.

Um 10 Uhr morgens am Mittwoch erreichte der Transporter schließlich die Moskauer Stadtgrenze, wurde aber prompt von einer Miliz ausgebremst. Grund: Um diese Zeit dürfen nur noch Lkw mit Sondergenehmigung in die Stadt. "Die hatten wir zwar, sie war aber offensichtlich nicht an die Streife vor Ort weitergeleitet worden", vermutet Emmendörffer. Nach einigen Telefonaten mit höheren Beamten gab es schließlich grünes Licht für das Augsburger Team.

Seit Mittwoch läuft nun der Aufbau der Ausstellung "Freie Reichsstadt Augsburg - Majestätische Jahrhunderte". Sie ist die Antwort auf die Ausstellung "Zarensilber", die vergangenes Jahr im Maximilianmuseum zu sehen war. Die Ausstellungsräume im Moskauer Kreml sind laut Emmendörffer "sehr ansprechend und mit liebevollen Details" gestaltet. Die Kunstwerke, schreibt er, kämen bestens zur Geltung. Gezeigt werden Grafiken, kleinere Brunnenbronzen, Silber und vieles mehr. "Die Ausstellung wird ein großer Erfolg, da bin ich mir sicher", sagt der Augsburger Museumschef.

Vernissage im Kreml ist am 17. Juni. Zum Termin werden neben OB Kurt Gribl und Kulturreferent Peter Grab viele Gäste aus Augsburg erwartet. Die Ausstellung läuft bis September. In Augsburg gibt es derzeit eine Interimsschau im Maximilianmuseum. Gezeigt werden dort Schätze aus dem Archiv der Kunstsammlungen. (nip)

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