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Augsburg

26.04.2016

Augsburger Zoo will wieder Giraffen haben

Foto aus Tagen, als es im Zoo noch Giraffen gab.
Bild: Foto: Fred Schöllhorn

Ein Anbau in der Anlage am Afrika-Panorama ist beschlossene Sache. Warum die Modernisierung nötig ist, bevor neue Tiere kommen.

Seit einem Jahr hat der Zoo keine Giraffen mehr. Das soll sich ändern. Direktorin Barbara Jantschke will neue Tiere nach Augsburg holen. Zuvor muss das Giraffenhaus modernisiert und erweitert werden. Die Vorbereitungen laufen.

Geplant ist eine rund 200 Quadratmeter große Halle. Dort sollen die Giraffen bei schlechtem Wetter und vor allem im Winter Auslauf haben. Bei Schnee und Eis ist es im Freien zu rutschig für die großen Tiere. Sie könnten sich verletzen.

Geplant ist weiterhin ein Gang zwischen dem alten und dem neuen Gebäude. Dort will man einen weiteren Zugang schaffen, damit Giraffentransporte besser abgewickelt werden können. Im bestehenden Giraffenhaus muss auch noch die Heizung erneuert werden.

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Architekten sind dabei, die Kosten zu ermitteln

Der Zoo habe sich jetzt grundsätzlich für den Anbau entschieden, sagt Jantschke. Auch die ersten Beratungen zur Baumaßnahme seien schon gelaufen. Nun sind die Architekten dabei, die Kosten zu ermitteln. Fachleute rechnen damit, dass eine Investition von rund 400000 Euro nötig ist. Voraussichtlich bis zum Sommer will der Zoo einen Bauantrag bei der Stadt stellen. Wenn alles planmäßig läuft, soll die Modernisierung im Herbst beginnen und bis zum nächsten Jahr fertig sein.

Was das nötige Geld angeht, gibt es allerdings noch Unwägbarkeiten. Die Besucherzahlen im Zoo müssen stimmen, damit man sich die Investition aus eigenen Mitteln leisten kann. Die Modernisierung der Anlage ist allerdings unverzichtbar, wenn neue Giraffen nach Augsburg kommen sollen. Das bestehende Gehege erfüllt nicht mehr die Haltungsrichtlinien in Zoos für dieses Art. Im vergangenen Jahr hatte das fatale Folgen.

Zoo musste nach 30 Jahren die Giraffenhaltung aufgeben

Der Augsburger Zoo musste nach 30 Jahren die Giraffenhaltung vorübergehend aufgeben. Nach mehreren Todesfällen war nur noch das Giraffenweibchen Tanisha übrig. Die großen Steppentiere können aber nur in einer Herde artgerecht gehalten werden. Neue Giraffen wollte man nicht mehr in die veraltete Augsburger Anlage holen. Tanisha wurde abgegeben.

Die Entscheidung hat bei vielen Besuchern großes Bedauern ausgelöst. Die Giraffen fehlten optisch auf dem Afrika-Panorama. Das weitläufige Freigelände mit weiteren Arten wie Zebras und Nashörnern gilt als Herzstück des Zoos. Auch Jantschke ist inzwischen zu dem Ergebnis gekommen, dass Giraffen nötig sind, wenn das Afrika-Panorama richtig zur Geltung kommen soll. Sie hat Alternativen geprüft. Aber wenige große Tiere hätten die beste Wirkung, sagt sie. Wenn die Modernisierung der Anlage klappt, sollen 2017 wieder Giraffen in Augsburg zu sehen sein. Es sei kein Problem, neue Tiere zu bekommen, sagt Jantschke. Ob es wieder Rothschild-Giraffen sein werden, steht noch nicht fest.

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