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11.10.2019

Augsburger singt bei „The Voice“

Der Augsburger Fabian Haugg, 26, bei seinem Auftritt in der TV-Castingshow „The Voice of Germany“, die am Donnerstagabend auf ProSieben ausgestrahlt wurde.
Bild: SAT.1/ProSieben/Andre Kowalski

Fernsehen Fabian Haugg war am Donnerstagabend in der Sendung zu sehen. Wie die Coaches entschieden und wieso der 26-Jährige gleich zwei Lieder vortrug

Der Augsburger Fabian Haugg hat sich der Jury bei „The Voice of Germany“ gestellt. „Ich mache ganz viel Straßenmusik und spiele auch ansonsten alle möglichen Veranstaltungen, die man sich so vorstellen kann“, sagte er in der Show. Er sei in ganz Europa unterwegs gewesen und habe überall seine Gitarre ausgepackt, wo es schön war.

Der 26-Jährige hat einen Werdegang hinter sich, der eher untypisch für einen Straßenmusiker ist: Er absolvierte ein duales Studium in Betriebswirtschaftslehre und arbeitete bei einem mittelständischen Unternehmen im Landkreis Günzburg. „Ich bin kein Straßenmusiker, der aus dem normalen Leben geflohen ist.“ Ihm habe auch der Bürojob gefallen – die Musik aber besser. Seit zweieinhalb Jahren kann er von der Musik auch leben, neben seiner Straßenmusik tritt er auf privaten Events und Konzerten auf und gibt Musikunterricht.

Am Donnerstagabend war er auf ProSieben bei den neunten „Blind Auditions“ auf der Bühne zu sehen. Dort sitzen die Coaches mit dem Rücken zum Sänger. Erst wenn sie einen Buzzer drücken, dreht sich ihr Sessel um, sodass sie den Sänger sehen können – und derjenige kann sich dann für einen Coach entscheiden. Haugg sang „Hold my Girl“ von George Ezra. Einige Coaches wippten im Takt, nickten, schlussendlich aber drückte keiner von ihnen auf seinen Buzzer, der junge Augsburger hatte es nicht in die nächste Runde geschafft. Coach Mark Forster begründete seine Entscheidung nach dem Song. „Du hast es nicht geschafft, mich zu berühren, außerhalb meines Ohres.“ Er glaube aber, dass er das eigentlich könne. Rea Garvey fragte Haugg, ob er Songwriter sei, seine eigenen Songs schreibe. Ja, antwortete er. Garvey forderte ihn auf, einen seiner eigenen Songs zu spielen: Ein Lied, das er einmal für eine Freundin geschrieben habe. Nach dem Lied kreischte das Publikum, Zuschauer sprangen auf. Die Entscheidung der Jury jedoch war schon gefallen: Haugg kommt bei „The Voice of Germany“ nicht in die nächste Runde.

In den sozialen Medien teilte Haugg einen Ausschnitt seines Auftritts. „Stolz wie Oskar“, schrieb er dazu. „Wann kann man schon mal ’ne eigene Nummer im Fernsehen spielen?“, schrieb er. Dass die Performance seines eigenen Songs wirklich im Fernsehen gezeigt wurde, hatte Haugg nicht erwartet, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erzählte. Umso mehr habe er sich dann darüber gefreut, zumal er mit seinem eigentlichen Auftritt nicht wirklich zufrieden gewesen sei. Manche seiner Fans drückten ihr Bedauern aus, weil er nicht in der Show bleiben konnte: „Schade, dass du nicht weiter gekommen bist“, schrieb eine Nutzerin. Der Augsburger aber blieb gelassen: „Ich bin zwar nicht weiter, aber bin mit mir im Reinen“, sagte er nach seinem Auftritt. Genug andere Projekte hat der 26-Jährige allemal, und die Straßenmusik will er so schnell nicht aufgeben. Auch zukünftig wird man Haugg und seiner Gitarre mit etwas Glück also in der Augsburger Fußgängerzone begegnen können.

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