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31.03.2015

Augsburger sucht die neuen Gastro-Trends

Welcher Burger hat das Zeug zu mehr? Torsten Petersen (rechts) und Carsten Gerlach testen neue Gastro-Ideen.

Torsten Petersen  aus Augsburg testet ab heute in der TV-Sendung „Restaurant Startup“ Ideen rund ums Essen. Er ist Boss der Kette „Enchilada“. Seine Laufbahn begann er mit 19 Jahren als Kellner

Irgendwas muss ja schiefgehen. Torsten Petersen erwischte es schon nach 30 Minuten. Als Anfänger balancierte er drei Cocktails durch das „Enchilada“. Einer stürzte ab, in den Schoß eines Gastes. Das hätte das Ende der Kellner-Karriere des jungen Augsburger Studenten in dem mexikanischen Restaurant sein können. Es kam anders. Torsten Petersen hat sich hochgearbeitet und ist inzwischen Geschäftsführer der Enchilada Franchise GmbH. Sie hat fast 120 Restaurants, die auch andere Namen tragen, darunter drei in Augsburg. Und falls sich jetzt der eine oder andere fragt: Kenne ich ihn vielleicht? Heute um 20.15 Uhr ist Torsten Petersen bei Kabel eins im Fernsehen zu erleben.

Der 42-Jährige sucht gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Joey’s Pizza, Carsten Gerlach, nach neuen Ideen für die Gastronomie-Szene. Heute stehen bei „Restaurant Startup“ Burger in allen Variationen im Mittelpunkt. Vier Unternehmensgründer stellen ihre Geschäftsidee vor, zwei dürfen binnen 48 Stunden ein Test-Restaurant in Berlin aufmachen. Und am Ende entscheiden Gerlach und Petersen, welche Ideen sie mit Startkapital unterstützen wollen. Noch ist der Augsburger zum Schweigen verdonnert, aber so viel verrät er: „Die Ideen sind sehr vielfältig und überraschend.“ Und er macht kein Geheimnis daraus, wie man bei ihm punkten kann – die „Leidenschaft“ muss da sein. Sie hat ihn auch vor mehr als 15 Jahren aus ganz anderen Bahnen in die Gastronomie gezogen.

Als er damals nach dem Abitur am Holbein-Gymnasium einen Nebenjob suchte, studierte er eigentlich Geografie. Doch was er nebenbei im Enchilada vor Ort und anderswo machte, war auch nicht ohne. Er war schnell mehr als Kellner und arbeitete auch bei Neueröffnungen in anderen Orten mit – vom Umbau bis zum ersten Tag. „Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht“, erinnert sich Torsten Petersen. Weil ihn auf der anderen Seite die geografischen Praktika weniger überzeugten, klopfte er beim Enchilada-Gründer Hermann Weiffenbach an: „Hast du einen Job für mich?“ Er hatte. Torsten Petersen entschied gegen ein Lokal und für die Mitarbeit im Büro. Das war 1999. Inzwischen ist das Unternehmen längst mehr als Enchilada.

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Allein in Augsburg hat es drei Restaurants: das klassische mexikanische, aber auch den Ratskeller und das Riegele. Torsten Petersen ist immer wieder vor Ort. Zum einen lebt er mit seiner Frau und einem Kind in der Gemeinde Affing, wo er in der Freizeit gerne mal am Grill ein Stück Fleisch ganz langsam über Stunden gart. Zum anderen wird zum Beispiel der Ratskeller von seinem besten Freund betrieben. Er hat ein Auge auf Augsburg und lobt die Stadt: „Augsburg ist fantastisch. Was sich in den vergangenen Jahren getan hat, was umgebaut wurde, ging definitiv in die richtige Richtung.“ Und auch die Enchilada-Gruppe wird für Veränderungen sorgen, aus drei Restaurants werden fünf.

Am Rathausplatz wird das Aposto mit offener mediterraner Küche aufmachen und nicht weit davon entfernt wird ein Dean & David eröffnen. Der setzt auf frische und naturbelassene Küche und ist ein ideales Beispiel dafür, was in der Fernsehsendung „Restaurant Startup“ passieren soll. Torsten Petersen erzählt von den Anfängen von Dean & David: „David Baumgartner hat bei uns gejobbt, dann ging er auf Reisen und hinterher hatte er viele Ideen.“ Die Enchilada-Gruppe unterstützte ihn und nach sieben Jahren hatte Dean & David 40 Restaurants, die 20 Millionen Euro Umsatz machen. Auf Kabel eins werden die beiden Investoren Gerlach und Petersen ganz unterschiedliche Ideen zu sehen bekommen.

Nach Burgern geht es nächste Woche um asiatisches Essen, die Wurst kommt ebenso zum Zug wie das Motto „Rund um die Welt“. Für Torsten Petersen wird jede Sendung eine Premiere sein – er hat noch nichts davon gesehen. Aber obwohl es ungewohnt war, waren alle Sorgen vor den Dreharbeiten unnötig: „Vorher macht man sich unheimlich viele Gedanken. Doch die Leute beim Film ticken ähnlich wie die in der Gastronomie. Man verliert schnell die Angst.“

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